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Krumbach

02.12.2019

Pläne für Kindergarten-Erweiterung in Niederraunau werden konkret

Die Außenfassade des geplanten Anbaus (links) an den Kindergarten in Niederraunau soll in einer Putzvariante und nicht in Holz ausgeführt werden. Das entschied der Krumbacher Stadtrat einstimmig. Am bestehenden Gebäude soll der historische Zwerchgiebel wieder hergestellt werden.
Bild: Grafik Architekturbüro Dreier

Plus Bei der Generalsanierung und Erweiterung des Niederraunauer Kindergartens wurden die nächsten Schritte eingeleitet. Was alles diskutiert wurde.

Der Bedarf an Kindertagesstättenplätzen in Krumbach und den Ortsteilen ist bekanntlich sehr hoch. Um diesem hohen Bedarf gerecht zu werden, wird derzeit unter anderem die Generalsanierung und die Erweiterung des Niederraunauer Kindergartens auf den Weg gebracht. In der jüngsten Sitzung des Krumbacher Stadtrats stimmten die Räte einstimmig für die Umsetzung der Generalsanierung und der Erweiterung des Kindergartens. Zudem befassten sie sich mit der Gestaltung der Außenfassade des Anbaus.

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Wenn das Projekt realisiert ist, werden in Niederraunau 30 Kinder unter drei Jahren und 75 Kinder über drei Jahren betreut werden, 30 neue Kinderkrippenplätze sollen entstehen (wir berichteten). Federführend bei der Planung ist das Krumbacher Architekturbüro Dreier. Vorgesehen ist ein barrierefreier Anbau an den bestehenden Kindergarten St. Gabriel Richtung Norden. Bis zum Abschluss dieser Arbeiten müssen die Kinder wohl für rund zwei Jahre in einem Interimsbau untergebracht werden.

Niederraunauer Kindergartenprojekt kostet rund 3,5 Millionen Euro

Die Stadt Krumbach rechnet bei diesem Projekt mit Gesamtkosten von rund 3,5 Millionen Euro. Architektin Birgit Dreier, die zur Sitzung eingeladen war, erläuterte den Räten die Möglichkeiten der Fassadengestaltung des Neubaus. Zur Auswahl standen vier Varianten, darunter zwei Varianten mit Putz und zwei Varianten mit Holz.

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Tobias Handel, im Stadtbauamt für den Bereich Hochbau zuständig, informierte, dass die berechneten Kosten den Schätzungen entsprächen, mit einer Abweichung von 100000 Euro bei der Ausstattung.

Hätten sich die Stadträte für eine Außenfassade als hinterlüftete Holzschalung entschieden, wie sie mit zur Auswahl stand, wären Mehrkosten von rund 30000 Euro angefallen. Jedoch fiel die Entscheidung auf eine kostengünstigere, farblich abgestimmte Putzfassade. Die Entscheidung fiel einstimmig. Wie Bürgermeister Hubert Fischer sagte, sei auch bei der jüngsten Bürgerversammlung deutlich geworden, dass die Bevölkerung keine Holzfassade, sondern eine Putzfassade möchte.

Wie soll die Erweiterung des Niederraunauer Kindergarten St. Gabriel gestaltet werden? Die Krumbacher Ratsmitglieder entschieden sich für eine Putzfassade.
Bild: Monika Leopold-Miller

Ferner wurde im Rat darüber abgestimmt, den historischen Zwerchgiebel wieder neu zu errichten. In der ursprünglichen Fassade des Bestandsgebäudes zum Commerzienrat-Schleifer-Platz war ein Zwerchgiebel ausgeführt, der im Laufe der Zeit rückgebaut worden war. Aus der Bevölkerung sei der Wunsch geäußert worden, im Zuge der anstehenden Arbeiten den Giebel in Anlehnung an das historische Erscheinungsbild wieder neu zu errichten. Die Mehrkosten dafür würden bei rund 40000 Euro liegen. Die Räte stimmten einstimmig für die Errichtung des Zwerchgiebels. Aus der Bevölkerung sei auch der Wunsch geäußert worden, die in dem Zwerchgiebel eingebaute Uhr zu erhalten.

Nachfrage für Kita-Plätze in Niederraunau ist groß

Erfreulich sei, so Gerhard Weiß (2. Bürgermeister und CSU-Fraktionsvorsitzender) dass mit der Umsetzung der Baumaßnahmen ausreichend Plätze zur Verfügung gestellt werden könnten. Dass dies nicht günstig sein werde, habe man gewusst, so Weiß. Es handele sich um die höchste Investition in Niederraunau. Weiß war für eine Putzfassade. Den Zwerchgiebel könne man mittragen, wenn es von der Bevölkerung so gewünscht werde. Über die Uhr sollte man diskutieren.

Von einem Bau mit gelungener Verbindung zwischen alt und neu sprach Klemens Ganz (3. Bürgermeister und UFWG-Fraktionsvorsitzender). Auch er war für eine Putzausführung der Fassade. Und auch für den Giebel sprach sich Ganz aus. Die Uhr sollte nicht in der Versenkung verschwinden, so Ganz, sondern irgendwo Verwendung finden. Es komme auf die Kosten drauf an. Eventuell gebe es Unterstützung durch einen Förderverein.

Die Nachfrage nach Kindertagesstätten sei groß in Niederraunau, sagte Johann Geiger (JW/OL). Teilweise seien Kinder in Aletshausen untergebracht. Doch im nächsten Jahr würde Aletshausen keine Kinder aus Niederraunau mehr aufnehmen, so Geiger. Bezüglich der Außenfassade war auch Geiger für eine Putzfassade in einer hellen Farbe. Den Giebel sollte man wieder aufleben lassen, sagte er. Wie es mit der Uhr weitergehe, das sollten die Niederraunauer Vereine selbst lösen, meinte Geiger.

Peter Tschochohei (SPD) war ebenfalls für eine Putzfassade, jedoch in dunkler Farbe, da seiner Meinung nach das historische Gebäude dadurch „besser heraus komme“. Die Uhr sollte integriert werden. Dabei sollte die Verantwortung bei der Stadt liegen. Ein Förderverein könnte sich mit einbringen, meinte Tschochohei.

Der Stadtrat stimmte der Umsetzung der Generalsanierung und Erweiterung des Kindergartens Niederraunau einstimmig zu. Das Architekturbüro Dreier wird beauftragt, die nächsten Leistungsphasen zu bearbeiten.

Freundeskreis sucht Fotos der Alten Schule in Niederraunau

Für den Erhalt des Zwerchgiebels an dem Bau, den es einst an der alten Schule in Niederraunau gegeben hatte, hat sich ein Freundeskreis aus einigen Bürgern gegründet. Sie wollen, dass auch eine Uhr mit Zifferblatt dort monitert wird nud schlagen dafür das alte Uhrwerk aus dem Niederraunauer Kirchturm vor, das wieder in Gang gesetzt werden solle. Die Kirchturmuhr wird mittlerweile von einem neuen Werk gesteuert. Der Freundeskreis sucht von Bürgern noch alten Ansichten der Alten Schule, auf denen der Eingangsbereich mit dem Zwerchgiebel von vorne zu sehen ist. Wer eine solche Ansicht besitzt, soll sich mit Arnold Graf unter Telefon 08282/ 880945 in Verbindung setzen.

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