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Krumbad

17.02.2016

Ringeisen investierte mit dem Krumbad in die Zukunft

Das Krumbad um 1891: Ringeisen kaufte die Gebäude am 17. Februar 1891 in sanierungsbedürftigem Zustand.

Vor 125 Jahren erwarb Dominikus Ringeisen das Krumbad. Selbst wenn sich der Betrieb finanziell nicht lohnte, konnte er einige medizinische und geistliche Erfolge verzeichnen.

Vor genau 125 Jahren, am 17. Februar 1891, unterzeichnete Dominikus Ringeisen den Kaufvertrag für das Krumbad. Rund 145000 Mark muss er dafür bezahlen.

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Das entsprach zwar fast seinen gesamten Jahreseinnahmen, aber aufgrund seines Verhandlungsgeschicks kann er eine günstige Finanzierung erwirken. Seinen ursprünglichen Plan, dort eine Einrichtung für Menschen mit Sehbehinderung zu errichten, konnte er dann aber nicht umsetzen. Stattdessen baute er das in die Jahre gekommene Bad zu einer modernen Kureinrichtung aus. Dafür musste er nochmals kräftig investieren und trotz hoher Besucherzahlen bleibt das Bad viele Jahre defizitär. Ein verheerender Brand im Jahr 1895 zerstörte die Ökonomiegebäude und verschärfte die finanzielle Lage weiter. Aber auch wenn sich der Betrieb des Krumbades für Ringeisen finanziell nicht lohnte, so konnte er zumindest zahlreiche medizinische und geistliche Erfolge verzeichnen.

Es wurden immer wieder Berichte über Heilungen veröffentlicht und die jährlich stattfindenden Exerzitien erfreuten sich größter Beliebtheit. Auch mithilfe seines Weggefährten Sebastian Kneipp konnte er die Attraktivität des Bades steigern.

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Der „Badstein“ versprach bereits im 16. Jahrhundert Linderung und Heilung bei über 120 Krankheiten

Dieser schulte zwei Ursberger Schwestern und den Thannhauser Arzt Dr. Jakob Zwiebel, sodass auch die Kneipp´sche Therapie zur Anwendung kam.

Daneben wurde die traditionelle Krumbader Heilmethode erfolgreich eingesetzt. Der „Badstein“ versprach bereits im 16. Jahrhundert Linderung und Heilung bei über 120 Krankheiten. Bis heute wird der Stein nördlich des Krumbads abgebaut, getrocknet und gemahlen. Mit Wasser vermischt wird er warm oder gekühlt in der Therapie eingesetzt.

Eine enge Beziehung zu Ursberg hatte das Krumbad auch bereits vor Ringeisens Kauf. Im Mittelalter gehörte es zum Ursberger Prämonstratenserkloster. Nach der Säkularisation 1802 wurde das Bad von Kurfürst Maximilian von Bayern verkauft und bis 1891 privat betrieben. Bis heute genießt das Krumbad einen hervorragenden Ruf und kontinuierliche Investitionen rüsten das Bad für die Zukunft. Aktuell befindet sich ein neuer Therapiepavillon im Bau, die Fertigstellung ist für den Frühling geplant.

Aber auch Ringeisens Geist wirkt bis in die Gegenwart: Mit ihren über 100 Mitarbeitern befindet sich die Heilbad Krumbad GmbH immer noch zu 55 Prozent im Besitz der Ursberger St. Josefskongregation. Weitere Anteile mit jeweils 15 Prozent halten der Bezirk Schwaben sowie der Landkreis Günzburg und die Stadt Krumbach.

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