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Krumbach

18.01.2019

Schnelles Internet für 3200 Krumbacher Haushalte

Eine Übersicht der Internetgeschwindigkeit in Krumbach und Umgebung. Die gelbe Farbe bedeutet eine schnelle Verbindung, blaue Farbe eine langsamere.
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Eine Übersicht der Internetgeschwindigkeit in Krumbach und Umgebung. Die gelbe Farbe bedeutet eine schnelle Verbindung, blaue Farbe eine langsamere.
Bild: Geoinformation © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (www.bkg.bund.de)/© Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur/© ateneKOM GmbH

Welche Verbesserungen es in Krumbach und den Ortsteilen gibt und wie diese konkret genutzt werden können. Für die Niederraunauer Schule sollen die Möglichkeiten eines Förderprogramms ausgelotet werden.

So lange ist das noch gar nicht her. Mitarbeiter in kommunalen Verwaltungen der Region erinnern sich noch gut an die Zeiten, in denen es rund eine Dreiviertelstunde gedauert hat, am Schirm diverse Pläne digital zu öffnen. Das Wort vom „Steinzeitinternet“ machte schnell die Runde. Umso mehr freut sich Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer über die jüngste Entwicklung in Krumbach und seinen Ortsteilen. Die Deutsche Telekom hat hier zuletzt den Glasfaser-Ausbau massiv vorangetrieben, für etwa 3200 Haushalte in Krumbach und den Ortsteilen ist er jetzt komplett abgeschlossen. Das ermöglicht Geschwindigkeiten von 100 MBit/Sekunde bis zu 250 MBit/Sekunde.

Im Bereich der Stadt Krumbach können damit rund zwei Drittel der Haushalte diese Ausbaustufe nutzen, die zahlreiche Möglichkeiten für digitale Anwendungen biete: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zuhause. Problemlos sei die Nutzung von Technologien wie „Virtual Reality, Telemedizin und Smart Home“, erklärt Florian Goldhofer, Regionalmanager der Deutschen Telekom, der zusammen mit seinen Kollegen Eduard Hanneder (Infrastruktur) und Holger Betz (Technik) die jüngsten Ausbaumaßnahmen der Deutschen Telekom vorstellte.

In Krumbach hatte es noch im Februar 2018 im Stadtrat Kritik an den Netzgeschwindigkeiten gegeben. Dazu unsere Geschichte:

Kritik an Netzgeschwindigkeiten

In Krumbach ist der Breitbandausbau anders organisiert als in den kleineren Nachbarkommunen. Die vier Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone, LEW Telnet und Quix (früher Smartone) bauen ihre Netze in eigenwirtschaftlicher Regie aus. Wo dies nicht der Fall ist, greift ein Förderprogramm des Freistaates. Wann ist dieses Förderprogramm nutzbar? Die Grenze liege bei 30 MBit/Sekunde. „Wenn die vorhanden sind, dann gibt es kein Geld mehr vom Freistaat“ erklärt Eduard Hanneder.

Eine Übersicht der Internetgeschwindigkeit in Krumbach und Umgebung. Die gelbe Farbe bedeutet eine schnelle Verbindung, blaue Farbe eine langsamere.
Bild: Geoinformation © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (www.bkg.bund.de)/© Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur/© ateneKOM GmbH


Ausführliche Infos gibt es im Breitbandatlas des Bundesverkehrsministeriums.

In Krumbach konnte die staatliche Finanzierung zuletzt in kleineren Bereichen der Kernstadt und in Billenhausen genutzt werden. 170000 Euro waren für diese Maßnahme veranschlagt, der Eigenanteil der Stadt beträgt 50000 Euro (wir berichteten). Deutliche Verbesserungen gibt es seit 2017 im Gewerbegebiet im Krumbacher Norden. Den etwa 50 dort ansässigen Firmen und Gewerbetreibenden steht seitdem ein Glasfasernetz zur Verfügung, über das Internetanschlüsse mit einer Geschwindigkeit von bis zu fünf Gigabit/Sekunde (5000 MBit/Sekunde) genutzt werden können. Eingerichtet wurde dies vom Netzbetreiber LEW Telnet.

Lesen Sie dazu auch:

Gigabit-Netz im Krumbacher Gewerbegebiet

Seit einiger Zeit gibt es im Bereich des Krumbacher Marktplatzes und im Krumbad auch freie WLAN-Zugänge. Durch den jüngsten Ausbau der Deutschen Telekom gibt es nun in Krumbach nun großflächig Internet mit hoher Geschwindigkeit auf Glasfaser-Basis. Im Vergleich zu anderen Städten mit einer ähnlichen Größe befinde sich Krumbach damit in einer sehr guten Situation, betonten die Vertreter der Telekom bei der Vorstellung des Projekts im Krumbacher Rathaus. Einige kleinere Lücken gebe es noch zu schließen wie etwa im Bereich Adolf-Kolping-Straße/Lichtensteinstraße/Bahnhofstraße. Dies soll im Lauf des zweiten Quartals dieses Jahres geschehen. Detaillierte Infos zum Telekom-Ausbau und zu den Nutzungsmöglichkeiten gibt es auf der Seite www.telekom.de/schneller.

Druck auf den symbolischen Startknopf für das schnelle Internet in Krumbach: Unser Bild zeigt von links Holger Betz (Telekom), Florian Goldhofer (Telekom), Bürgermeister Hubert Fischer, Eduard Hanneder (Telekom) und Krumbachs Breitbandpaten Stefan Natterer.
Bild: Peter Bauer


Beim Netzausbau in Krumbach liegt der Schwerpunkt im Zuge der jüngsten Entwicklung bei der Telekom, aber auch andere Netzbetreiber sind aktiv. Im Internet gibt es in Krumbach und den Ortsteilen nach wie vor unterschiedliche Geschwindigkeiten. Bürgermeister Fischer betont mit Blick auf die Optimierung der Internetgeschwindigkeit im Gespräch wiederholt die Möglichkeit, gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln. In Niederraunau beispielsweise ist die Anbindung im Nordosten deutlich schneller als im Südwesten. Stefan Natterer, Breitbandpate in der Stadtverwaltung, geht davon aus, dass zur Verbesserung der Anbindung der Niederraunauer Schule ein staatliches Förderprogramm genutzt werden kann.
 

Auch im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach (dazu gehören die Gemeinden Aletshausen, Waltenhausen, Ebershausen, Breitenthal, Deisenhausen und Wiesenbach) wird die Internetverbindung deutlich verbessert.

Mehr Informationen zu diesem Thema:

Schnelles Internet für die Verwaltungsgemeinschaft Krumbach

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