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Umstrittener Schusswaffeneinsatz in Krumbach: Polizisten sind auch nur Menschen!

Kommentar Von Alexander Sing
09.04.2021

Plus Nach einem Polizeieinsatz in Krumbach wird gegen zwei Beamte gehetzt. Durch ein Video davon glauben viele, es besser zu wissen. Aber so einfach ist es nicht.

Seien wir ehrlich! Nach dem Polizeieinsatz, bei dem in Krumbach ein offensichtlich geistig verwirrter 63-Jähriger schwer verletzt wurde, liegt es nahe zu sagen: Das hätte man auch anders lösen können. Tausende Menschen haben mittlerweile das Video von dem Einsatz gesehen. Eine große Boulevard-Zeitung ließ sich sogleich dazu hinreißen, ihren Bericht darüber mit "Polizist schießt Bobby-Car-Angreifer nieder" zu überschreiben. Doch wer so denkt, der macht es sich nicht nur zu einfach. Er richtet auch Schaden damit an.

Schaut man sich nicht nur die letzte Minute des Videos an, die zeigt, wie die Situation eskaliert, muss man zu dem Schluss kommen: Die beiden Streifenpolizisten sind weder schießwütig, noch verhalten sie sich anderweitig unprofessionell. Sie folgen exakt polizeilichen Vorgaben für solche Situationen. Sie reden auf den Mann ein, fordern ihn mehrmals auf, seine "Waffe", einen Schraubenzieher, wegzulegen, kündigen jeden ihrer nächsten Schritte mehrfach an, greifen erst zum Pfefferspray, geben dann Warnschüsse ab. Erst als der 63-Jährige den männlichen Beamten aktiv angreift, schießt er auf ihn. Und zwar so, dass er nicht lebensbedrohlich verletzt wurde.

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