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Krumbach

11.05.2020

Weiß und Ganz bleiben Fischers Stellvertreter - aber viel Neues im Krumbacher Stadtrat

Gruppenfoto mit Abstand in Zeiten der Corona-Krise: Der neu gewählte Krumbacher Stadtrat (Periode 2020/2026) vor seiner ersten Sitzung auf der Treppe des Krumbacher Stadtsaals. In der Mitte Bürgermeister Hubert Fischer.
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Gruppenfoto mit Abstand in Zeiten der Corona-Krise: Der neu gewählte Krumbacher Stadtrat (Periode 2020/2026) vor seiner ersten Sitzung auf der Treppe des Krumbacher Stadtsaals. In der Mitte Bürgermeister Hubert Fischer.
Bild: Peter Bauer

Plus Erste Sitzung des neuen Stadtrates am Montagabend. Welche Verschiebungen es in den Fraktionen gibt und warum die Veränderung bei der CSU am deutlichsten ist.

Die erste Sitzung des neu gewählten Krumbacher Stadtrates – sie stand am Montagabend auf eine sehr intensive Weise zwischen Kontinuität und Wandel. Kontinuität gibt es beim Bürgermeister und seinen Stellvertretern. Hubert Fischer (JW-OL), seit 2008 im Amt, hatte sich bei der Wahl im März klar gegen Gerhard Weiß ( CSU) durchgesetzt. Weiß, seit 14 Jahren 2. Bürgermeister, wurde in der ersten Sitzung des neuen Rats erneut in diesem Amt bestätigt. Ebenfalls wieder gewählt wurde 3. Bürgermeister Klemens Ganz (UFWG).

Karl Liedel an der Spitze der CSU-Fraktion

Doch deutlich sichtbar wurden auch starke Verschiebungen innerhalb der Fraktionen. In der Stadtratsarbeit kommt einem Fraktionsvorsitzenden eine Schlüsselposition zu. Hier wurde am Montag deutlich, dass die CSU auf einen entschiedenen Neuanfang setzt. An der Spitze der Fraktion (bisher Gerhard Weiß) steht jetzt Karl Liedel, der im März erstmals in den Rat gewählt wurde.

Sein Stellvertreter ist Jochen Schwarzmann (ebenfalls im März zum ersten Mal in den Stadtrat gewählt). Die CSU (bisher zehn Sitze im 24-köpfigen Rat) hatte bei der Märzwahl bekanntlich zwei Sitze verloren. Sebastian Kaida, der für die Junge Union (JU) in den Rat gewählt wurde, bildet mit den Räten der CSU eine Fraktionsgemeinschaft mit dem NamenCSU/JU. Bei der Wahl konnte die JU erstmals nach Jahrzehnten wieder mit einer eigenen Liste ins Rennen gehen.

Bei der Wahl zum 2. Bürgermeister hatten die Grünen als Gegenkandidatin für Weiß Angelika Hosser (sie war auch Bürgermeisterkandidatin der Grünen bei der jüngsten Wahl) ins Rennen geschickt. Weiß erhielt bei der Wahl 21 von 25 Stimmen und setzte sich klar durch.

Angelika Hosser kandidierte dann bei der Wahl zum 3. Bürgermeister gegen den bisherigen Amtsinhaber Klemens Ganz. Ganz setzte sich schließlich mit 14:11 Stimmen durch.

Gruppenfoto mit Abstand in Zeiten der Corona-Krise: Der neu gewählte Krumbacher Stadtrat (Periode 2020/2026) vor seiner ersten Sitzung auf der Treppe des Krumbacher Stadtsaals. In der Mitte Bürgermeister Hubert Fischer.
Bild: Peter Bauer

Wie es bei den weiteren Fraktionen aussieht

Die CSU-Fraktion hat sich neu organisiert. Wie sieht es bei den weiteren Fraktionen aus? JW-OL stellen im neuen Rat sechs statt bislang fünf Räte. An der Spitze der Fraktion steht künftig Manfred Pfeiffer (bislang Lothar Birzle). Bei der UFWG (vier Sitze, im bisherigen Stadtrat fünf Sitze) bleibt Klemens Ganz an der Spitze. Bei den Grünen (drei Sitze, erstmals im Rat vertreten) steht Angelika Hosser an der Spitze der Fraktion. Die SPD (zwei Sitze) hat einen Sitz verloren. Achim Fißl bleibt Fraktionsvorsitzender. Auch mit zwei Vertretern kann die SPD künftig eine Fraktion stellen. Dies hatte der Rat mit 14:11 Stimmen beschlossen. Bislang lag die zahlenmäßge Grenze für eine Fraktion bei drei Räten.

Bevor der neue Stadtrat seine Arbeit aufnahm, gab es eine Gedenkminute für Dr. Josef Langenbach. 48 Jahre hatte er dem Krumbacher Stadtrat angehört. Vor wenigen Tagen war er aus dem Rat verabschiedet worden. Kurz darauf starb der 85-Jährige. Langenbach, viele Jahre auch Chefarzt in der Krumbacher Kreisklinik, hatte in jungen Jahren den schweren Bombenangriff auf Augsburg im Februar 1944 erlebt. In diesen Tagen richten sich die Blicke wieder intensiv auf das Kriegsende vor 75 Jahren. Nun befinde sich die Welt, so Fischer, wieder in einer Krise.

Diese habe auch dazu geführt, dass der Stadtrat aus dem Rathaus in den Stadtsaal ausweichen musste, damit die Abstandsregeln eingehalten werden könnten. Doch die Krise der Gegenwart sei mit den Schrecken des Krieges nicht vergleichbar, betonte Fischer. Dann umriss er die Aufgaben der Kommunalpolitiker. Dazu gehöre auch maßgeblich, etwa im Bereich der Kinderbetreuung und der Bildung, dafür zu sorgen, dass jeder die gleichen Lebenschancen habe.

Die Besetzung der Ausschüsse

Haupt-, Finanz- und Werkausschuss:

CSU (drei Mitglieder): Ursula Bader, Karl Liedel, Jochen Schwarzmann. JW-OL (zwei Mitglieder): Maximilian Behrends, Lothar Birzle. UFWG (ein Mitglied): Nico Harder. Grüne (ein Mitglied): Angelika Hosser. SPD (ein Mitglied): Peter Tschochohei.

Bau- und Umweltausschuss (der Bereich des Ausschusses wurde um die Thematik Umwelt erweitert):

CSU (drei Mitglieder): Ursula Bader, Johanna Herold, Gerhard Ringler. JW-OL (zwei Mitglieder): Michael Kratky, Manfred Pfeiffer. UFWG (ein Mitglied): Klemens Ganz. Grüne (ein Mitglied): Heinz Weber. SPD (ein Mitglied) Achim Fißl.

Rechnungsprüfungsausschuss:

CSU (zwei Mitglieder): Ursula Bader, Sebastian Kaida. JW-OL (zwei Mitglieder): Herbert Haas, Dr. Ildiko Sugar-Bunk. UFWG (ein Mitglied): Benedikt Diem. Grüne (ein Mitglied): Michael Thalhofer. SPD (ein Mitglied): Peter Tschochohei. Einstimmig wurde Michael Thalhofer zum Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses gewählt. Ebenso einstimmig seine Stellvertreterin Ursula Bader.

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