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IKG

28.06.2014

„Abinauten“ auf neuem Flug

Die drei besten Abiturientinnen am Ignaz-Kögler-Gymnasium in Landsberg mit Direktorin Ursula Triller (rechts): Im Bild von links Nicole Hertel (Notendurchschnitt 1,1), Nina Soellner (1,1) und Julia Loder (1,2).
Bild: Romi Löbhard

Ein zahlenmäßig extrem starker Abi-Jahrgang wurde verabschiedet

„Ab heute sind wir endlich echte Abinauten. Wir dürfen unsere Rakete selbst steuern, vor allem aber dürfen wir ab heute nach den Sternen greifen.“ Das Motto des diesjährigen Abiturjahrgangs am Ignaz-Kögler-Gymnasium Landsberg, das so hervorragend zur Profession des Namensgebers der Schule passt, spielte auch bei der Entlassfeier eine große Rolle. In der Lech-auhalle in Kaufering, wohin das IKG wegen des mit 97 Absolventen, die ihre Reifeprüfung bestanden haben, zahlenmäßig extrem starken Jahrgangs ausgewichen war, zündeten die Vertreter der „Abinauten“ ihre Rakete zum Start in die Freiheit. Antonia Brands, Simon Bernauer und Daniela Rieger blickten in launigen, stets auf Weltraumjargon bedachten Worten zurück. Sie sprachen von abstürzenden Sternen und leuchtenden Meteoriten, erinnerten an zwischenzeitliche „große Verluste“ und wohlwollend in ihren Reihen aufgenommene, abgestürzte Sterne aus anderen Galaxien.

Von der ersten „intergalaktischen Reise“ nach England blieb den „Abinauten“ vor allem die ungenießbare Verpflegung im Gedächtnis. Oberstufenkoordinator Konrad Schiebel, der den „Abinauten“ mit der Öffnung des Oberstufenportals das Erreichen des Ziels erst möglich gemacht hatte, kritisierte die derzeitige achtjährige Form des Gymnasiums. In Bayern gingen laut Statistik 45 Prozent der Viertklässler, denen die gymnasiale Reife attestiert wird, lieber auf die Realschule. Doch „Rettung“ nahe – in Gestalt von eva, lol und sol: eigenverantwortliches Arbeiten, lernen ohne Lehrer, selbstorganisiertes Lernen. „Mir gefällt eindeutig lol am besten“, so Schiebel sarkastisch. Der Lehrer der Zukunft sei eine „multikompetente Aufsichtsperson“. Über den aktuellen Abiturjahrgang sagte der Oberstufenkoordinator, es habe eine Vielzahl zwischenmenschlicher Kontakte gegeben, „unser Verhältnis war schon beinahe beängstigend harmonisch“.

„Ich wart’ seit Wochen auf diesen Tag...“ – Schulleiterin Ursula Triller verglich nach einem Zitat aus einem Lied der „Toten Hosen“ die Abiturienten aus aktuellem Anlass mit der deutschen Fußballnationalmannschaft. Am ersten Schultag seien alle gesetzt gewesen. Aufgereiht wie Spielfiguren an Kickerstangen seien die Schüler von den Lehrern geführt worden. Einige hätten den Vereinswechsel nicht so gut, andere wieder hervorragend verkraftet. Es hätten sich unterschiedliche Spielertypen herauskristallisiert. Etliche hätten sich auf die Angriffsverteidigung spezialisiert – andere seien beim Mauern und Lauern erfolgreich gewesen. „Die Kickerstangen wurden im Lauf der Zeit überfällig und fallen ab heute ganz weg.“

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