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Landsberg

09.09.2019

Autofahrer aufgepasst: Die Schule beginnt

Die Polizei wird zum Schulanfang vor Schulen und an Bushaltestellen wieder besonders präsent sein.
Bild: Mathias Wild (Archiv)

Die Polizei ist an den nächsten Tagen vor Schulen und an Haltestellen besonders präsent. Worauf jetzt wieder besonders zu achten ist.

Wenn am Dienstag, 10. September, in Bayern das neue Schuljahr beginnt, sind alle Verkehrsteilnehmer aufgefordert, sich besonders vorsichtig und achtsam zu verhalten. Darauf macht das Polizeipräsidium Oberbayern Nord aufmerksam. Eine große Zahl von Schulanfängern wird ihren ersten Schultag antreten. Die Polizei wird insbesondere im Schulumfeld verstärkte Verkehrskontrollen durchführen.

Sind die Gurte angelegt und die Kinder gesichert?

Ihr besonderes Augenmerk lege die Polizei dabei auf die Gurt- und Kindersicherungspflicht, denn: Der Anteil der nicht gesicherten Pkw-Insassen an den Verkehrstoten sei weiterhin hoch. Fast jeder fünfte in Bayern tödlich verunglückte Pkw-Insasse war 2018 nicht angeschnallt. Auch zwei Kinder kamen ums Leben, die als Mitfahrer nicht ordnungsgemäß gesichert waren. Schwerpunktmäßig finden die Kontrollen im unmittelbaren Bereich von Schulen, Kindergärten und stark frequentierten Schulwegen zu den relevanten Zeiten statt. Bis Ende September werden Polizeibeamte an Schulwegen unterwegs sein, um die Einhaltung der Verkehrsregeln zu überwachen.

Im vorangegangenen Schuljahr sank die Zahl der Schulwegunfälle im Präsidialbereich im westlichen und nördlichen Oberbayern gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 60 (2017: 106). Dabei wurden 64 (122) Kinder verletzt. Glücklicherweise war wie in den letzten beiden Jahren zuvor ebenfalls kein tödlicher Schulwegunfall zu verzeichnen.

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Was Autofahrer beachten sollen

Diese Hinweise der Polizei richten sich an alle Verkehrsteilnehmer:

Kinder genießen besonderen Schutz im Straßenverkehr.

Kinder sind klein und sehen nicht über geparkte Autos hinweg.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, mit unerwartetem Verhalten ist immer zu rechnen.

In Wohngebieten, auf Schulwegen, an Haltestellen und rund um Schulen und Kindergärten soll besonders langsam und aufmerksam gefahren werden: Zum Schutz der Kinder runter vom Gas und jederzeit bremsbereit.

Schulbushaltestellen dürfen nur in Schrittgeschwindigkeit passiert werden, wenn dort ein Bus steht.

Fußgänger oder Radfahrer sollen den Kindern gegenüber ein gutes Vorbild sein.

Das sollen die Eltern tun

Auch an die Eltern appelliert die Polizei:

Helle, gut sichtbare, am besten mit reflektierenden Materialien ausgestattete Kleidung und Schulranzen verbessern die Erkennbarkeit ihrer Kinder für andere Verkehrsteilnehmer wesentlich.

Der Schulweg sollte schon vor dem ersten Schultag mit den Kindern wiederholt geübt werden.

Kindern soll das richtige Verhalten beim Überqueren einer Straße gezeigt werden und sie sollen auf mögliche Gefahrenquellen hingewiesen werden.

Das richtige Verhalten beim Ein- und Aussteigen an Schulbushaltestellen sollte mit den Kindern besprochen und ebenfalls geübt werden.

Bei der Auswahl des Schulwegs sollte die sicherste Variante, die über Querungshilfen wie Fußgängerampeln oder Zebrastreifen verfügt, der kürzeren Wegstrecke vorgezogen werden. Viele Gemeinden bieten Schulwegpläne zur Orientierung an.

Wird der Schulweg mit dem Privatauto bewältigt, sollten Eltern ein besonderes Augenmerk auf die richtige Sicherung ihrer Kinder in einem geeigneten Kindersitz richten.

Eltern sollten als Vorbilder ihrer Kinder selbst immer mit gutem Beispiel vorangehen, so die Polizei abschließend. (lt)

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