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Landsberg

16.07.2019

B17: Wird vor dem großen Kreisverkehr bald dauerhaft geblitzt?

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Ein mobiler Blitzer am Geschwindigkeitstrichter auf der B 17 vor dem Kreisverkehr im Landsberger Westen: Tritt an seine Stelle künftig eine stationäre Tempomessung?
Bild: Thorsten Jordan/Archiv

Auf der B17 könnte kurz vor dem Kreisverkehr im Landsberger Westen ein stationärer Blitzer aufgestellt werden. Dafür müsste die Stadt aber tief in die Tasche greifen.

Der Kreisverkehr im Landsberger Westen ist seit seiner Inbetriebnahme vor bald zwölf Jahren ein Unfallschwerpunkt geblieben – trotz Tempo 40, zahlreicher rot-weißer Markierungen, gelben Blinkzeichen und zeitweiser Verkehrsüberwachung. Nun überlegt die Stadt eine weitere Maßnahme zur Verkehrssicherheit am Knotenpunkt zwischen A96 und B17: einen stationären Blitzer auf der B17 kurz vor der Einfahrt in den Kreisverkehr. Denn zu schnelles Fahren sei der Hauptgrund dafür, dass es am Kreisverkehr zu so vielen Unfällen komme. Die Frage, ob ein solches dauerhaftes Messgerät dort gebaut werden soll, steht am 24. Juli auf der Sitzung des Stadtrats.

Die Stadt will die Zahl der Unfälle senken

Dass im Bereich des Geschwindigkeitstrichters aus Richtung Augsburg vor dem Kreisverkehr ein stationärer Blitzer aufgestellt werden soll, wurde bereits Ende Mai in einer Besprechung von Vertretern der Stadt, des Innenministeriums und der Regierung von Oberbayern festgelegt, heißt es in der Vorlage für die Stadtratssitzung. Allerdings habe seitens des Innenministeriums eine baldige Umsetzung dieses Plans nicht in Aussicht gestellt werden können. Daraufhin schlägt die Stadtverwaltung nun vor, zu prüfen, ob die Stadt eine solche Geschwindigkeitsüberwachung einrichten und betreiben könnte. Die Stadtverwaltung schreibt dazu: „Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und damit zur Reduzierung der Unfälle in diesem Straßenabschnitt ist die Errichtung einer stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlage sicherlich ein sehr sinnvoller Beitrag.“

Ab wann sich das Geschäft mit dem Blitzer rechnen würde

Allerdings, dieser Beitrag erfordert auch ein finanzielles Engagement der Stadt: Eine solche Messstelle zu bauen „ist aufgrund der notwendigen Erschließungs- und Sicherungsmaßnahmen (Neubau einer Stromleitung und von Betonfundamenten, Errichtung von Leitplanken etc.) relativ aufwendig“, heißt es in der Sitzungsvorlage weiter. Grob geschätzt geht die Verwaltung von Kosten von rund 500.000 Euro aus. Der laufende Betrieb dürfte im Jahr einen Aufwand von rund 85.000 Euro zur Folge haben.

Wartung, Eichung, Reinigung und sonstiger Unterhalt werden mit 15.000 Euro veranschlagt, mit dem gleichen Betrag werden Sachmittel wie Porto und Papier kalkuliert, dazu käme noch eine Vollzeitstelle in der Verwaltung, die im Jahr rund 55.000 Euro koste. Zu den zu erwartenden Einnahmen aus Verwarnungsgeldern wird in der Vorlage nichts ausgeführt. Geht man von Übertretungen von elf bis 20 Stundenkilometern und durchschnittlich 25 Euro aus, würden am Tag rund zehn Tempoverstöße ausreichen, um zumindest Personal- und Betriebskosten auszugleichen...

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