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Kaufering

13.08.2019

Ball - das war das erste Wort, das Simon Grieshammer sprechen konnte

Simon Grieshammer weiß mit seinen 16 Jahren ganz genau was er will: Handball-Profi werden. Dafür zieht er jetzt nach Erlangen.
Bild: Thomas Ernstberger

Der Kauferinger zählt zu den großen Handball-Talenten. Nach dem erfolgreichen Realschulabschluss geht der 16-Jährige nach Franken, um sich seinen Traum zu erfüllen.

„Mama“? Nein! „Papa“? Auch nicht. „Ball“ war das erste Wort, das Simon Grieshammer sprechen konnte. Da war der Weg zum Ballsportler schon im Baby-Alter vorgezeichnet...

Heute ist Simon 16 Jahre alt, die Liebe zum Ballsport ist geblieben. Daheim, im Elternhaus und im Garten in Kaufering, stolpert man in jeder Ecke über Bälle. „Vom Tischtennis- bis zum Basketball ist alles dabei“, erzählt Vater Hans, in jungen Jahren ein durchaus erfolgreicher Leichtathlet daheim in Schleswig-Holstein.

Handball hat ihn von Anfang an fasziniert

Simon entschied sich früh für den mittelgroßen Ball, den Handball. „Fußball war nie mein Sport, aber Handball hat mich vom ersten Moment an fasziniert“, verrät er. Und warum? „Es ist ein schneller und sehr harter Sport, in dem Emotionen eine große Rolle spielen. Dazu kommt der Kampf um jeden Zentimeter und zugleich das Fair Play. Das findet man nicht in vielen Sportarten.“

Ball - das war das erste Wort, das Simon Grieshammer sprechen konnte

Eine große Chance in Erlangen

Jetzt hat er die große Chance, in Erlangen Handball-Profi zu werden. Für die A-Jugend des mittelfränkischen Traditionsvereins spielt er bereits. „Profi zu werden, ist mein großes Ziel und mein Traum. Ich hoffe, dass ich es schaffe“, sagt der 16-Jährige. Diesem großen Ziel ordnet der 1,85 Meter große Sportler sein ganzes Leben unter. Dafür zieht er nun sogar alleine ins Frankenland. Aber jetzt erst mal der Reihe nach. Grieshammers noch junge Karriere begann beim TSV Landsberg. Da spielte er von der D- bis zur B-Jugend. Danach war er zwei Jahre für die HSG Gröbenzell-Olching am Ball, spielte zwei Jahre Bayernliga, wurde im ersten Jahr mit der HSG gleich Vizemeister. „Dieser Wechsel war extrem wichtig. In dieser Mannschaft konnte ich mich gut weiterentwickeln“, erklärt Simon. Dazu kamen Auswahlspiele und Berufungen in den Bezirks- und Landeskader. So wurde Erlangen auf den Kauferinger aufmerksam. Der Trainer nahm Kontakt zur Familie auf – und so trägt der 16-Jährige nun seit drei Monaten das Erlanger Trikot.

Mit der B-Jugend des HC spielt er in der Bayern-, mit der A-Jugend in der Jugend-Bundesliga. „Hier wird die Talentförderung ernst genommen“, sagt er. „Das Ziel ist, junge Spieler für die erste Mannschaft auszubilden.“ Der bisherige Höhepunkt für den torgefährlichen Rechtsaußen neben der Jugend-Bundesliga-Quali mit Erlangen: die Teilnahme am Deutschland-Cup im November 2018 mit dem Team Bayern in Berlin.

Zwei Stunden täglich mit Handball beschäftigt

Rund zwei Stunden täglich ist Simon in Sachen Handball beschäftigt, daneben hat er gerade die Realschule erfolgreich absolviert. „Hut ab vor dem, was er schulisch und vereinstechnisch geleistet hat“, lobt Mutter Claudia den Filius. Sie betont: „Sport war uns wichtig, wir haben ihn immer gefördert. Was er erreicht hat, war kein falscher Ehrgeiz der Eltern, sondern ausschließlich sein Ehrgeiz.“ Und es war im Hause Grieshammer immer klar: „Neben dem Sport müssen auch die schulischen Leistungen stimmen.“

Jetzt also, nach den Ferien, in Kürze der Umzug nach Erlangen. Da wird Simon bei einer Gastfamilie wohnen – und sich voll auf den Handball und die FOS konzentrieren. „Natürlich reißt es ein Loch in die Familie“, gibt die Mutter zu. „Aber Simon soll jetzt seinen Weg gehen, dafür hat er hart gearbeitet. Wir unterstützen ihn und drücken die Daumen, dass er seine Ziele erreicht.“

Daumendrücken – das wird auch Grieshammers erster Verein. Landsbergs Abteilungsleiter Roland Neumeyer: „Für uns als Verein ist es natürlich eine tolle Sache, wenn ein Spieler aus unserem Nachwuchs von einem Bundesliga-Verein angeworben wird. Wenn sich für einen jungen Spieler so eine Chance bietet, muss er sie auch ergreifen.“ Ihm geht’s wie Simons Familie: „Wir sind stolz auf ihn!“

Mehr zum Thema finden Sie hier: Der Trainer ist begeistert


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