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Schwangau/Kaufering

06.01.2021

Bergwacht rettet Kauferinger Hund aus der Gelben Wand

Der seit 23. Dezember im Bereich der Rohrkopfhütte vermisste Hund einer Kauferinger Familie wurde von der Bergwacht Füssen in der Gelben Wand gerettet.
Bild: Bergwacht Füssen

Plus Familie aus Kaufering kann nach tagelangem Bangen ihren entlaufenen Vierbeiner wieder in die Arme schließen. Eine lange Suchaktion.

Ein sehr schönes, nachträgliches Weihnachtsgeschenk hat die Bergwacht Füssen einer Familie aus Kaufering beschert. Denn sie konnte der Familie ihren Mischlingshund kurz vor dem Jahreswechsel wieder übergeben, der am 23. Dezember bei einem Ausflug auf die Rohrkopfhütte nach einer Auseinandersetzung mit einem anderen Hund davongelaufen war. Entdeckt wurde der Vierbeiner von Bergsteigern in der Gelben Wand.

Sieben bange Tage und Nächte haben Frauchen und Herrchen des vier Jahre alten Mischlingshunds seit dem 23. Dezember durchleben müssen. „Jeden Tag sind wir mit zwei Suchtrupps an den Tegelberg gefahren und haben nach Luca Toni gesucht.“

Eine Gruppe begann die Suche in der Früh um sechs Uhr, die zweite Gruppe durchkämmte das Gebiet bis in die späten Abendstunden. Dabei habe die Familie eine große Hilfsbereitschaft erleben dürfen, wofür sie sich ganz besonders bedanken möchte.

Auch Futterstellen als Lockmittel brachten keinen Erfolg

Drei Tage nach seinem Verschwinden, bei dem sich der Hund in Panik aus seinem Halsband löste, war er, so berichtet die Familie, vermutlich am unteren Parkplatz der Drehhütte gesehen worden. „Wir haben daraufhin versucht, dort Futterstellen zu errichten und wollten dort über Nacht bleiben, das durften wir aber nicht“, erinnert sich Luca Tonis Besitzerin. Von einer Privatperson habe man dann aber die Erlaubnis erhalten, die Futterstellen auf deren Grund und Boden aufzubauen.


Der seit 23. Dezember vermisste Hund aus Kaufering wurde in der Gelben Wand entdeckt und gerettet.
Bild: Bergwacht Füssen

Doch auch das brachte keinen Erfolg, Luca Toni blieb verschwunden. Bis zum 30. Dezember. An diesem Tag entdeckten Bergsteiger gegen 14 Uhr den Vierbeiner im Gelbe-Wand-Klettersteig am Tegelberg.

Er befand sich nach Angaben der Bergwacht in Füssen im absturzgefährdeten Bereich und konnte von den Bergsteigern nicht erreicht werden. „Ich glaube, Luca Toni war in seiner Panik den Berg raufgelaufen bis er nicht mehr vor oder zurück konnte. Er war wohl die ganzen sieben Tage dort gefangen, wo er gefunden wurde“, vermutet seine Besitzerin.

Sechs Retter bergen den völlig erschöpften Hund

Die Bergsteiger alarmierten die Bergwacht Füssen, die mit sechs Rettern in den winterlichen Steig einstieg ein und den erschöpften Hund rettete. Nach etwa vier Stunden kam es zu dem ersehnten Wiedersehen zwischen Hund und Frauchen.

Für die Bergwacht Füssen war dies „ein sehr erfreulicher Einsatz“ zum Ende eines ohnehin einsatzreichen Jahres. Und für die Kauferinger Familie begann das neue Jahr besonders erfreulich.

Luca Toni geht es wieder gut

Denn mittlerweile zeigt sich, dass Luca Toni, der vor drei Jahren über die rumänische Tierhilfe nach Kaufering kam, keinen Schaden durch seinen „Ausflug“ erlitten hat. „Es geht ihm gut und wir haben dass Gefühl, dass er ein bisschen selbstbewusster geworden ist.“

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