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Saisonende

18.10.2013

Dauerregen verhagelt Bilanz der Schifffahrt

So voll waren die Dampfer im August, aber im Frühjahr und Frühsommer sah es bei der Fahrgastschifffahrt auf dem Ammersee eher mau aus.
Bild: Archiv/Sibylle Seidl-Cesare

Nach dem Kirchweihwochenende beginnt für die Dampfer auf dem Ammersee die Winterpause. Sieben Prozent weniger Fahrgäste als im Vorjahr

Nachdem die Saison wie schon im Vorjahr an Ostern bei Eis und Schnee begonnen hatte, sieht es jetzt für die Schifffahrt am Ammersee am Kirchweihwochenende nach einem versöhnlichen Finale aus. Der Wetterbericht verkündet eher mildes und sonniges Herbstwetter und damit beste Bedingungen für eine letzte Schifffahrt auf dem See, auf dem es inzwischen herbstlich still geworden ist. Die Wetterkapriolen vor allem in den ersten Monaten der Saison verhagelten der Schifffahrt aber die Bilanz schon etwas. Am Ammersee wurden sieben Prozent weniger Schifferlfahrer gezählt, am Starnberger See waren es sogar acht Prozent weniger, meldet das Staatsunternehmen.

Zwar eröffnete am Karsamstag der oberste Chef der Schifffahrt, Finanzminister Markus Söder, den Linienbetrieb am Ammersee, doch das Wetter konnte auch der Minister nicht im Sinne der Schifffahrt steuern. Schon am ersten Wochenende schneite es reichlich und auch die folgenden April-Wochenenden waren nicht gerade mit Ausflugswetter verwöhnt. Im Mai ging es dann ganz gut weiter, aber die Pfingstferien waren großteils verregnet, und als der große Regen aufgehört hatte und es schön wurde, behinderte Hochwasser den Schiffsverkehr. Acht Tag fiel am Ammersee die Schifffahrt komplett aus, blickt Schifffahrtschef Walter Stürzl zurück, vier Tage konnte nur eingeschränkt gefahren werden. Das Ergebnis: ein Umsatzminus von 27 Prozent im Juni gegenüber dem Vorjahr. Als am Ammersee das Schlimmste überstanden war, stieg das Wasser im vor allem von Grundwasser gespeisten Starnberger See, insgesamt 20 Tage lang konnte dort an vielen Stegen nicht angelandet werden – ausgerechnet dann, als die erste Schönwetterperiode war. 34 Prozent weniger Fahrgäste wurden daraufhin gezählt. „Danach haben wir aber eine ganz schöne Aufholjagd hingelegt“, schildert Stürzl den weiteren Saisonverlauf. Wochenlang schien die Sonne vom wolkenlosen Himmel und auch die anhaltende Hitze habe das Geschäft nicht beeinträchtigt. Schließlich verschaffe eine Schifffahrt ja auch etwas Abkühlung: Auf den Dampfern sei es immer luftig, vor allem, wenn man ein Schattenplätzchen habe, sagt Stürzl.

Der Ammersee ist bei den Schiff-Ausflüglern weiterhin der beliebtere der beiden großen Seen, auf denen die staatlichen Dampfer fahren. 257000 Fahrgäste wurden hier gezählt, auf dem Starnberger See waren es 228000, so Stürzl. Während am Starnberger See sich das Fahrgastaufkommen stark auf Starnberg konzentriere, verteile es sich am Ammersee auf mehrere Orte, vor allem auf Herrsching (S-Bahn), Stegen (Busparkplätze) und Dießen. Dazu komme, dass der Ammersee nicht nur im Großraum München liege, sondern auch von Augsburg und seinem Umland schnell erreichbar sei und schließlich gibt es auch noch den Wallfahrerverkehr Richtung Andechs vor allem im Frühjahr.

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Neben den letzten regulären Linienfahrten bietet die Schifffahrt heute (Ammersee) und morgen (Starnberger See) noch die traditionellen Kirchweihfahrten an. Dann ist eigentlich Schluss, es sei denn, am letzten Oktoberwochenende ist das Wetter noch einmal ganz schön, dann werden noch Extra-Fahrten von Dießen, Herrsching und Starnberg aus unternommen.

Die Winterzeit wird dann wieder genutzt, die Flotten zu warten. Am Ammersee kommt der Raddampfer „Diessen“ ins Trockendock, um genauer untersucht zu werden. Am Starnberger See erhält das Motorschiff „Berg“ einen neuen Motor. Die „Berg“ ist bekanntlich die alte „Schondorf“, einst das kleinste Schiff am Ammersee. Das Schiff wurde 1961 gebaut und kam nach der Indienststellung der „Augsburg“ 2012 an den Starnberger See, wo es jetzt als „Berg“ unterwegs ist. Die Saison 2014 beginnt übrigens nicht wie üblich am Ostersonntag, der relativ spät ist, sondern bereits am Samstag, 12. April.

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