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Kaufering

23.01.2019

Der Bahnhof in Kaufering wird erst 2023 barrierefrei

Der Kauferinger Bahnhof soll bis 2023 barrierefrei sein.
Bild: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Die Deutsche Bahn ändert ihren Zeitplan in Kaufering. Kritik am Zustand äußern die Behindertenbeauftragten der Gemeinde. Welche Maßnahmen geplant sind.

Der Kauferinger Bahnhof wird erst im Jahr 2023 barrierefrei sein. Das teilt die Bahn auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Bürgermeisterin Bärbel Wagener-Bühler hatte darüber in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats berichtet. Vor Ort war man davon ausgegangen, dass die Arbeiten früher beendet werden können. Die Nachricht wird auch die Kauferinger Behindertenbeauftragten Claudia Hippe und Gerhard Breutel nicht freuen. In der Sitzung hatten sie die Situation am Bahnhof kritisiert.

Arbeiten sollen 2021 beginnen

Im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Strecke Geltendorf-Lindau gab es laut Bahn für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Kaufering einen erhöhten Abstimmungsbedarf. „Wir haben uns mit dem Freistaat darauf verständigt, in 2021 mit dem barrierefreien Ausbau zu beginnen“, teilt ein Bahnsprecher auf eine LT-Anfrage mit. Bei einer kalkulierten Bauzeit von rund zwei Jahren sei eine Fertigstellung in 2023 vorgesehen. Der ursprüngliche Zeitplan der Bahn sah einen barrierefreien Ausbau zwischen 2019 und 2021 vor. Neben einem barrierefreien Zugang auf der Nordseite des Kauferinger Bahnhofs sollen weitere Abstellanlagen für Fahrräder geschaffen werden. Zudem plant die Bahn, die Bahnsteige zu erhöhen und bei Gleis 2 und 3 sowie 4 und 5 jeweils einen Aufzug zu bauen. Sollten es die Fahrgastzahlen erfordern, werden gegebenenfalls beidseitige Treppenaufgänge entstehen. Wie bereits berichtet, wird der Markt auf der Nordseite auf eigene Kosten einen barrierefreien Zugang zur Unterführung unter den Gleisen schaffen. Eine Rampe auf der Südseite wurde ebenfalls in die erste Planung aufgenommen.

Mehr zu den Plänen der Marktgemeinde: Bahnhof erhält barrierefreien Zugang


Erste Überlegungen von Marktgemeinderat und Verwaltung bezüglich Barrierefreiheit und weiteren Maßnahmen am Bahnhof hat es bereits 2003 gegeben. Die Flächen gehören teilweise der Gemeinde, teilweise sind sie Eigentum der Bahn. 2008 fanden erstmals Gespräche mit Vertretern der Bahn statt. WC-Gebäude und Doppelstock-Fahrradständer sind mittlerweile realisiert, ebenso 16 Parkplätze auf der Nord- sowie 186 provisorische Stellplätze auf der Südseite.

Rollstuhlfahrer haben es schwer

In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats sprachen die Behindertenbeauftragten auch die Probleme am Kauferinger Bahnhof an. Nach Meinung von Claudia Hippe sind dort zwei weitere Behindertenparkplätze notwendig. Für Rollstuhlfahrer sei es kaum möglich zu den Gleisen zu gelangen. Sie zu überqueren, sei nur in Rücksprache mit der Bahn möglich. „Ich hoffe auf die Aufzüge“, sagte Hippe.

Kritik an der Gemeinde übte Gerhard Breutel. Bei der Planung für die Rampe auf der Nordseite sei er erst einbezogen worden, als alles entschieden war. Ein grundsätzliches Problem, wie die beiden Behindertenbeauftragten sagten. „Wir wurden nicht wirklich einbezogen“, blickten sie auf ihre Tätigkeit in den zurückliegenden Jahren zurück. Im April 2014 waren Hippe und Breutel erstmals als Beauftragte für Menschen mit Behinderung in Kaufering bestellt. Nun hat der Marktgemeinderat den Beschluss erneuert. Bis Ende April 2020 werden Hippe und Breutel die ehrenamtliche Tätigkeit fortsetzen. Und Bürgermeisterin Bärbel Wagener-Bühler sagte: „Wir wollen sie mehr einbinden.“

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