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Reichling

30.09.2019

Der Weihbischof segnet die neue Reichlinger Orgel

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4 Bilder
In der Reichlinger Kirche St. Nikolaus erklang erstmals die neue Orgel. Der Weihbischof Florian Wörner segnete das Instrument und hielt die Festpredigt.
Bild: Gisela Klöck

Plus Für die Pfarrei St. Nikolaus in Reichling geht ein lang ersehnter Traum in Erfüllung. Die neue Orgel ist geweiht. Bei der Finanzierung gibt es noch eine Lücke. Was das Instrument so besonders macht.

Es war ein ganz besonderer Gottesdienst für die Reichlinger. Weihbischof Florian Wörner segnete mit einem Weihegebet, Weihwasser und Weihrauch die neue Orgel und übergab das Instrument seiner Bestimmung. Elf Jahre dauerten die Planungen und die Finanzierung für die neue Orgel. Das Instrument kostete insgesamt etwas mehr als 300.000 Euro. Noch fehlt aber Geld.

Aktuell ist noch eine Finanzierungslücke von 36.000 Euro offen, wie es hieß. Laut Pfarrer Michael Vogg hat die Pfarrei noch Zeit, die noch offenen Posten zu begleichen.

Anlässlich des Festtags hatte die Mesnerin die Emporen mit Efeugirlanden und Blumenarrangements geschmückt. Vom Kirchenraum aus leuchtete das neue Orgelwerk wie in goldenes Licht getaucht. Auf der zweiten Empore spielte das Motschenbacher Quintett des Bundespolizeiorchesters München während des Einzugs in das Gotteshaus.

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Es ist mittlerweile die dritte Orgel in der Pfarrkirche

Der Weihbischof stimmte im feierlichen Pontifikalamt das Gloria an und Organist Jochen Geisenberger ließ das erste Stück auf der Schleifladenorgel mit ihren 1211 Pfeifen erklingen. Er begleitete das Orgel-Projekt von Beginn an. Das neue Instrument verfügt über 20 Register, die in der Region nur selten in den Orgeln verbaut sind. Dazu zählen Zimbelstern, Kuckuck und Nachtigall. „Die Orgel soll helfen, die Herzen zu Gott emporzuheben, das ist der Gedanke, der uns trägt“, so der Weihbischof in seiner Predigt.

Er hob zudem das Engagement der Reichlinger „für den guten Ton“ heraus, die mit zahlreichen Aktionen – beispielsweise Spendenläufen und Patenschaften für die Orgeln – einen großen Beitrag leisteten. Fast 170.000 Euro kamen laut Festschrift an Spenden für die inzwischen dritte Orgel in St. Nikolaus zusammen. Das erste Instrument wurde im Jahr 1836 geweiht und das zweite dann 1938. Das jetzige Modell stammt aus der Werkstatt des Vöhringers Meisters Stefan Heiß.

An die Spender wird ganz besonders erinnert

Mitglieder des Pfarrgemeinderats brachten beim Gabengang ein Modell der Pfarrkirche, Orgelpfeifen, Registerzug, eine Tastatur, ein Kollekte-Körbchen und das Buch mit den eingetragenen Orgelpatenschaften zum Altar. Letzteres wurde nach der Weihe in die Orgel eingelassen und wird so zum Zeugnis für die Nachwelt.

Pfarrer Michael Vogg oblagen die Schluss- und Dankworte. Nach der Messe, als beim te deum stimm- und musikgewaltig das „Großer Gott wir loben dich“ mit Glockenspiel und Bläser-Ensemble erklang, klatschten die Gläubigen. Die Kollekte war bestimmt für die Caritas, die das Geld benötigt, um Menschen in Not unterstützen zu können.

Nach dem Mittagessen gibt es ein Orgelkonzert

Nach dem Mittagessen kamen rund 150 Besucher zum feierlichen Abschluss des Tages. Ein Orgelkonzert des gebürtigen Apfeldorfers Jürgen Geiger, heute Kirchenmusiker der Pfarreiengemeinschaft Weilheim, wurde von den Zuhörern gelobt. Jürgen Geiger brachte verschiedenste kirchenmusikalische Werke von Georg Friedrich Händel, Johann Caspar Kerll, Padre Davide da Bergamo, Gaetano Valeri, und eine eigene Komposition Jürgen Geigers (Divertimento Via Claudia in fünf Sätzen), Franz Liszt sowie Théodore Toccata gekonnt zur Aufführung.

Das nächste Konzert findet am Feiertag, Donnerstag, 3. Oktober, um 19.30 Uhr statt. Dann spielt Anton Ludwig Pfell. Er hat das Musikleben in Andechs auf dem Heiligen Berg geprägt, ist nun in Herrsching als Organist tätig.

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