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Landsberg

23.06.2017

Die Abrissbirne macht den Weg frei

Eröffnung der Aussichtsplattform gegenüber der ehemaligen Pflugfabrik. Von links: Oberbürgermeister Mathias Neuner, Stefan Klein und Michael Ehret (ehret+klein)
Bild: Thorsten Jordan

Heute Abend wurde das Wohnbauprojekt Urbanes Leben am Papierbach symbolisch begonnen. Der Landsberger Stadtrat legte zuvor Namen und Bezeichnungen für neue Wege und Plätze fest

Beinahe eineinhalb Tonnen (1,3 Tonnen) wiegt die silberfarbene Abrissbirne, mit der Baggerführer Wolfgang Rube gestern den ersten Mauern der ehemaligen Pflugfabrik den Garaus machte. Dabei hatten sich die Eigentümer und Bauherrn des neuen Urbanen Leben am Papierbach (ULP), Michael Ehret und Stefan Klein, etwas Besonderes für diesen symbolischen Akt einfallen lassen: An die historische Substanz der Pflugfabrik sollte auch nur ein historischer Bagger ran dürfen. So wurden die Gäste gestern Nachmittag Zeuge, wie ein Menck M60, Baujahr 1954, das erste Drittel einer alten Lagerhalle zu Fall brachte.

„Ab jetzt wird es natürlich ruhiger zugehen“, versprach der Inhaber der Abbruchfirma aus Dachau, Joann Ettengruber. Künftig werden nämlich nach und nach zehn Spezialmaschinen zum Einsatz kommen, die ihre Arbeit bis Ende November auf dem Gelände verrichten werden. In der kommenden Woche, so erklärte Michael Ehret, werden noch Rest-Innenarbeiten erledigt und in der ersten Juliwoche beginnen die Abrissarbeiten dann offiziell.

Zuvor hatte sich der Stadtrat am Mittwochabend auf folgende Namen für die künftigen Wege, Plätze und den neuen Steg über den Lech verständigt:

Europa-Platz Ursprünglich sollte der Platz, an dem der künftige Lechsteg ankommen wird, Johnny-Cash-Platz heißen. Allerdings konnte sich dieser Name in Stadtratskreisen an dieser zentralen Stelle nicht durchsetzen. Im Sinne der Völkerverständigung hat er nun die Bezeichnung „Europa-Platz“ erhalten.

Oberbürgermeister-Hamberger-Platz Der westliche Teil der auch als Lechbogen bezeichneten Flaniermeile wird künftig „Oberbürgermeister-Hamberger-Platz“ heißen.

Lady-Herkomer-Steg Der künftige Steg über den Lech wird weiblich sein – zumindest dem Namen nach. So hat man künftig die Möglichkeit, vom Mutterturm über den Lady-Herkomer-Steg in die Innenstadt (und umgekehrt) zu radeln oder zu flanieren.

An der Papiermühle Der Platz gegenüber dem Herkomer-Ensemble.

An der Schmiede Von dort in nördliche Richtung wird künftig der Weg An der Schmiede verlaufen.

Adolf-Buck-Weg Der Weg trennt die beiden südlichen Baufelder A2 und A3.

Johann-Georg-Dobler-Weg Verläuft zwischen den Bauabschnitten E2 und E1 zur Spöttinger Straße hin.

An der Pflugfabrik Er beginnt am Europa-Platz und führt in nördliche Richtung zwischen den Bauabschnitten B3 und C hin zum Herbstweg.

Johnny-Cash-Weg Nachdem die US-Country-Legende dem Europa-Platz unterlag, soll ihr Name und damit deren Verbindung zu Landsberg entlang des Lechhangs (ehemals „Margaret-Herkomer-Weg“ verewigt werden. Allerdings, so bestätigte Pressesprecher Andreas Létang dem LT, müssen die Rechte im Umgang mit dem Namen Johnny Cash noch abgeklärt werden.

Mit dem Beginn der Abrissarbeiten wurde gleichzeitig gestern der Informations- und Aussichtsturm auf der gegenüberliegenden Seite für die Öffentlichkeit freigegeben. „Der Turm ist auch ein Symbol für die Herangehensweise des Investors an das Projekt, der den Bürgern jederzeit Einblicke zum Beispiel in die Planungen ermöglichte.“ Der Turm ist mit Informationstafeln, Planskizzen, Geländeübersichten, Daten und Fakten ausgestattet, die jeder Passant oder Interessent an sieben Tagen in der Woche jeweils zwischen sechs Uhr morgens und 20 Uhr ansehen und lesen kann. „Oder er nutzt den Turm als Aussichtsturm“, bot Michael Ehret an. In westliche Richtung sei das Baugelände gut einsehbar, in Richtung Osten bietet sich die Landsberger Altstadt dem Betrachter dar.

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