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Geltendorf

15.07.2020

Die Gemeinde Geltendorf hat viele Baustellen

Der Brandschutz in der ehemaligen Walleshauser Schule ist inzwischen optimiert, allerdings wurde das fast 30 Prozent teurer als geschätzt.
Bild: Julian Leitenstorfer/Archiv

Plus Der Brandschutz an der alten Schule in Walleshausen wurde verbessert. Jetzt geht es im dortigen Kindergarten und in der Grundschule in Geltendorf weiter. Und dann steht noch ein neues Millionenprojekt an.

Kindertagesstätten und Schulen gehören zu den Pflichtaufgaben der Kommunen. Die Gemeinde Geltendorf ist derzeit dabei, diese zu optimieren. Das bedeutet eine weitreichende Sanierung der Grundschule sowie die ausreichende Bereitstellung von Betreuungsangeboten für alle Kinder, die jünger als sechs Jahre sind, im Gemeindebereich. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden dafür mittels einstimmiger Beschlüsse etliche Weichen gestellt. Hier ein Überblick:

Schule Walleshausen So wurde in der ehemaligen Schule in Walleshausen – wie vom Gemeinderat beschlossen – der Brandschutz verbessert. Wie Planer Claus Reitberger in der Sitzung mitteilte, konnte die ursprüngliche Kostenschätzung von etwa 100.000 Euro nicht gehalten werden. „Wir liegen um 29.000 Euro drüber.“ Die Mehrkosten seien durch Beschwernisse bei der Ausführung und zusätzliche Auflagen seitens des Landratsamts entstanden. Auch sei er, so der Architekt, mit den Arbeitsausführungen einer Firma „nicht ganz glücklich“ gewesen.

Kindergarten Walleshausen Für den Kindergarten Walleshausen wurde der Brandschutznachweis erstellt. Allerdings sind laut Architekturbüro weitere Brandschutzmaßnahmen auszuführen. „Bei der Heizung haben wir festgestellt, dass sie nicht rund läuft. Sie wurde von einer Fachfirma durchgespült. Zudem wurden die teilweise falsch zusammengeschlossenen Heizkreise auf Vordermann gebracht.“ Die Außentüren seien zu ertüchtigen, der marode Haussockel werde saniert. Weiters sei eine ganze Reihe an kleinen Maßnahmen zu tätigen, vom Fenster abdichten bis zum Zaun erneuern.

Die Gemeinde Geltendorf hat viele Baustellen

Die Solarthermie kommt weg

Die nicht mehr funktionstüchtige Solarthermie werde abgebaut und nach derzeitigem Stand nicht erneuert. Für die Brandmeldeanlage war laut Planer die Zulassung längst abgelaufen. „Wir haben jetzt eine Anlage installiert, die das gesamte Haus abdeckt.“ Geplant ist, dass bis zum Winter viele Arbeiten der Maßnahme, für die Gesamtkosten von 225.000 Euro errechnet wurden, geschafft sind.

Auf 225.000 Euro werden die Kosten für Sanierungen am Walleshauser Kindergarten geschätzt, der inzwischen 27 Jahre alt ist.
Bild: Julian Leitenstorfer/Archiv

Grundschule Geltendorf Die Gebäude der Grundschule Geltendorf sind ebenfalls in die Jahre gekommen. Die Architekten nannten Sicherheit, Brandschutz, Barrierefreiheit, allgemeine Sanierung sowie die Digitalisierung bei der Vorstellung der geplanten Maßnahmen. So haben die Fenster keine Sicherheitsverglasung, sie werden mit dem Einverständnis des Gemeinderats mit neuem Sicherheits-Wärmeschutzisolierglas ausgestattet. Die Rahmen sind laut Planer in Ordnung. Anders sieht es bei den Dachfenstern aus. Die meisten seien relativ morsch. Der Empfehlung, gleich alle auszutauschen und mit Dreifachverglasung auszustatten, wird gefolgt. Die Brandmeldeanlage werde flächendeckend eingerichtet. Bei den Fluchtmöglichkeiten seien zum Teil Ausstiegshilfen anzubringen.

Die Trockenbauer kommen in den Sommerferien

In sechs Räumen des Altbaus muss der Bodenbelag erneuert werden. Bei den Räumen des Kindergartens im Grundschulbau wird der Klemmschutz an den Türen nachgerüstet. Geplant ist, die Trockenbauarbeiten während der Sommerferien durchzuführen. Die Herbstferien sind für den Einbau von Brandschutztüren und Neuverglasungen vorgesehen. Größere Maßnahmen sollen 2021 ausgeführt werden. Die errechneten Gesamtkosten, allerdings ohne die Verkabelung für das digitale Klassenzimmer, belaufen sich auf knapp eine halbe Million Euro. Dazu kommen Kosten für einen Aufzug bis ins Dachgeschoss in Höhe von knapp 100.000 Euro.

Brandschutz, Digitalisierung und Barrierefreiheit sind Stichpunkte, die bei der geplanten Sanierung der Geltendorfer Grundschule fallen.
Bild: Thorsten Jordan/Archiv

Neuer Kindergarten Auch der Neubau einer Kindertagesstätte – geschätzte Kosten 4,5 Millionen Euro abzüglich bis zu 80 Prozent an staatlichen Fördermitteln – ist notwendig und vom Gemeinderat bereits beschlossen worden. Die Architekten des Büros Reitberger stellten den aktuellen Stand der Planungen vor. Gebaut werden soll auf dem Areal des gemeindlichen Spielplatzes beim Bürgerhaus, der deswegen verlegt werden muss.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung ging es um die Dachform und die Außenfassade. Beim Dach für das 30 Meter lange Gebäude entschied sich der Gemeinderat mit 15:5 Stimmen für ein begrüntes Flachdach, auf dem zusätzlich aufgeständerte Fotovoltaik-Module möglich sind. Eingedeckt ist das Dach mit wasserdichten Glasschaumplatten. Reitberger versicherte, dass diese absolut zuverlässig wasserdicht seien.

2021 könnte das Gebäude fertig sein

Für die Außenfassade stellten die Architekten zwei Varianten vor. Der Gemeinderat sprach sich für eine Holzverschalung im oberen Bereich aus, für unten sollen Alternativen für das vorgeschlagene Aluminium gesucht werden. Eine Textilbespannung wurde abgelehnt. Zur Zeitvorgabe für die Fertigstellung des Gebäudes meinte Reitberger, September 2021 wäre möglich.

Was in Geltendorf derzeit und demnächst alles ansteht, findet sich auch im Haushalt für 2020: Kaufen und verkaufen in Geltendorf

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