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Landsberg

26.01.2019

Die Landsberger Zukunft in einem Heft

Pia Bertram und Laura Brandler, die im Kapitel "Bildung und Soziales" zu sehen sind, gehörten zu den ersten, denen OB Mathias Neuner die Broschüre zum Kommunalen Gesamtstrategie "Landsberg 2035" überreichte.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Ziele von „Landsberg 2035“ kann man jetzt in einer 104 Seiten starken Broschüre nachlesen. Sie ist ab sofort erhältlich. Besondere Paten stellen besondere Themen vor.

Druckfrisch hat Oberbürgermeister Mathias Neuner die ersten gedruckten Exemplare von „Unser Landsberg 2035“, der Kommunalen Gesamtstrategie der Stadt, unter die Leute gebracht – bei einer Feier im Rathaus-Festsaal. Dazu waren rund 80 Personen gekommen, zumeist Bürger, Verwaltungsmitarbeiter und Stadträte, die aktiv an dem Konzept mitgearbeitet hatten. Unter den ersten Empfängern der Broschüre waren auch zwei sechs- und siebenjährige Mädchen: Pia und Laura hatten sich nämlich als Fotomodelle für das Kapitel „Bildung und Soziales“ zur Verfügung gestellt.

Für den Oberbürgermeister ist dieses mit den Bürgern erarbeitete Entwicklungskonzept ein ganz entscheidendes Instrument für die Stadtpolitik: „Warum haben die einen Erfolg und warum stehen sie besser als andere da?“, fragte er und gab die Antwort: „Weil sie sich eine Strategie gegeben haben.“ Sie wüssten, wo sie hin wollten und wo sie auch mal Mut zur Lücke haben können. Wer das habe, könne sich auf einen breiten Konsens stützen und am Erfolg haben, so Neuner. So sei die Gesamtstrategie auch ein „klarer Arbeitsauftrag für die Zukunft“. Deshalb würden künftig auch die Stadträte in ihren Sitzungsvorlagen auch immer darauf hingewiesen werden, ob eine Entscheidung im Sinne dieser Strategie sei oder nicht.

Der Stadtrat soll sich daran orientieren

Seine praktische Anwendung werde die Gesamtstrategie beispielsweise beim neuen Flächennutzungsplan finden, sagte Stadtbaumeisterin Birgit Weber in einer vom OB moderierten Talkrunde. Als Patin für das Handlungsfeld Bauen und Wohnen machte sie aber auch anschaulich, welche Möglichkeiten und Grenzen die Politik etwa bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum habe. Als bezahlbar könne eine Quadratmetermiete von 7,50 Euro angesehen werden, sagte sie, ein Investor müsse jedoch zehn Euro pro Quadratmeter verlangen: Die Grundstückskosten seien enorm gestiegen, ebenso die Baukosten – auch aufgrund der Anforderungen im Hinblick auf Energieeinsparung und Barrierefreiheit. „In diese Schere grätscht die Stadt hinein“, sagte sie weiter und verwies auf die Richtlinien für die sozialgerechte Bodennutzung.

Auch die Stadtteile sind dabei

Das zweite Megathema – nicht nur in Landsberg – streifte Dr. Reinhard Kolke vom ADAC-Technikzentrum. Er trat im Strategieprozess als Pate für das Handlungsfeld Verkehr und Umwelt auf. Auch der Vertreter der Autofahrerorganisation stimmte mit in die Forderung ein, den Radverkehr stärker zu fördern und fasste sich dabei selbst an die Nase: „Ich fahre auch noch zu oft die drei Kilometer von zu Hause zum ADAC mit dem Auto.“ Landsberg zu einer Modellstadt für intelligente Mobilität zu entwickeln, die den ländlichen Raum abdecke, sei „eine einmalige Chance“, die das Strategiekonzept biete. Näher zusammengerückt ist man innerhalb und unter den Landsberger Stadtteilen. Das stellten übereinstimmend die Stadtteilvertreter Franz Daschner, Markus Salzinger und Tobias Schmid fest. Ein Fahrradrundweg mit einem Steg über den Lech südlich von Landsberg könnte dieses Zusammenrücken in Zukunft noch weiter erleichtern.

Lesen Sie dazu auch: Auf einer Hängebrücke über den Lech radeln?

Alle steht auf klimaneutral bedrucktem Papier

Auch die Projektkoordinatoren Ralf Stappen und Ulrike Degenhart gaben Einblicke in die zweijährige Diskussion zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft, die auch durch viel bedrucktes Papier für die Nachwelt dokumentiert ist: „In diesem Prozess wurden über 100 Aktenordner produziert“, sagte Stappen. Insgesamt fanden fast 100 Veranstaltungen statt, außerdem wurden fünf Bürgerbefragungen durchgeführt, berichtete OB Neuner. Am Ende wurden die dabei formulierten Ziele, die die Stadtpolitik verfolgen soll, in einem 104-seitigen reich illustrierten Heft (klimaneutral gedruckt) zusammengefasst. Bis 2035 reicht der Blick. Die beiden Fotomodelle Pia und Laura werden dann 22 und 23 Jahre alt sein. Ob sie dann noch einmal in der Broschüre, die ihnen der OB gegeben hat, nachlesen, was aus all den heute formulierten Zielen geworden ist? Die Strategiebroschüre ist in der Stadtverwaltung erhältlich und soll auch online auf der Website der Stadt veröffentlicht werden.

Lesen Sie den Kommentar zum Thema: Landsberg 2035“: Die Landsberger Bibel

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