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Prittriching

08.12.2016

Ein Heiliger aus Kupfer

Spenglermeister Franz Lanzinger hat die von ihm geschaffene Kapellenanlage Franz von Assisi am südlichen Ortsrand von Prittriching mit einer Figur seines Namenspatrons, des  Hl. Franziskus, komplettiert.
Bild: Steinbrenner

Der Prittrichinger Franz Lanzinger hat seine Kapelle komplettiert. Er schuf eine Figur seines Namenspatrons, des Heiligen Franz von Assisi.

Spenglermeister Franz Lanzinger liebt Kupfer. Jetzt hat er die von ihm geschaffene Kapellenanlage Franz von Assisi am südlichen Ortsrand von Prittriching mit einer Figur seines Namenspatrons, des Heiligen Franziskus, komplettiert.

Seit zehn Jahren ist die von Lanzinger geschaffene Kapelle an der Straße zwischen Prittriching und Scheuring ein Ort der Einkehr und der Meditation. Als Baumaterial für die Kapelle verwendete der Spenglermeister nur Kupfer. Mit seiner Frau Elly pflegt er die Anlage im freien Feld mit Hingabe, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Ruhe, die von der Assiskapelle ausgeht, lädt Wanderer und Fahrradtouristen zum Innehalten ein. Mit diesem Kupferbau hat der Spenglermeister ein Gelübde in die Tat umgesetzt. 2006 wurde die Kapelle eingeweiht. Im vergangenen Jahr schuf Franz Lanzinger eine Kreuzigungsgruppe im Südosten der Kapelle – natürlich auch aus Kupfer, dem Lieblingsmaterial des begeisterten „Kupferers“. Um sein Werk zu vollenden, schuf Lanzinger in diesem Jahr im Südwesten seinem Namenspatron Franz von Assisi eine lebensgroße Figur, die ebenso aus Kupfer geformt ist.

Zimmerermeister Erwin Fichtl errichtete den hölzernen Unterbau, um die Stabilität des Heiligen Franziskus zu sichern. Pfarrer Alfons Klotz nahm die Segnung der Franziskusstatue vor und ließ dabei das Leben des Heiligen Revue passieren: Franziskus wurde in eine reiche Tuchhändlerfamilie geboren. Das Bürgertum ließ sich aber von Franziskus nicht bekehren, auch der Bischof der Stadt war nicht zu Reformen bereit.

Ein Heiliger aus Kupfer

Nur seine Schwester, die Heilige Klara, folgte ihm nach in die gelebte Armut. Papst Innozenz III. ließ Franziskus gewähren. Der Papst war tolerant gegenüber dem Bettelmönch, erlaubte und segnete seine Ordensregel, blieb aber selbst seinen herrschaftlichen Lebensstil treu.

Franzens Zuhörer ließen ihn gewähren. Etliche traten dem dritten Orden bei – Bürger, Handwerker und auch Adelige trafen sich in der Gemeinschaft ohne Klosterleben. Franz könne auch in der heutigen, zerrissenen Zeit in puncto Besitz und Luxus, in puncto Bescheidenheit und Demut sowie in puncto Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit ein Beispiel sein, „auch wenn etliche moralische Werte derzeit aus der Mode sind“, sagte Pfarrer Alfons Klotz über den Heiligen. Die Kapelle des Heiligen Franz von Assisi im Felde lade dazu ein, anzuhalten, die Hektik der schnelllebigen Zeit auszublenden und Kraft zu schöpfen für den Alltag. (lt)

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