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Lions Club

25.04.2016

Ein Konzert und zwei riesige Schecks

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Das Polizeiorchester Bayern spielte im Sportzentrum einmal mehr für einen guten Zweck auf.

Auftritt des Polizeiorchesters spielt 6000 Euro ein. Erst nach zwei Zugaben hatten die Musiker Feierabend

Charmant, schmissig und gefühlvoll: So präsentierte sich am Samstagabend das Polizeiorchester Bayern im Landsberger Sportzentrum dem Publikum. Und wie schon vor einem Jahr verzauberten die 46 studierten Berufsmusiker(innen) aus München das Publikum mit einem Feuerwerk hinreißender Melodien.

Professor Johann Mösenbichler, der als musikalischer Leiter des Orchesters die zeitgenössischen Kompositionen genauso wie die charakteristischen Klangbilder des 19. Jahrhunderts zu einem musikalischen Erlebnis werden ließ, verstand es mit geschmeidigen Bewegungen und vollem Körpereinsatz nicht nur das kreative Feuer seiner Interpreten zu entfachen. Auch die Zuhörer auf den Rängen und Stuhlreihen hinter ihm durften dabei ein ganzes Füllhorn anspruchsvoller, facettenreicher und energiegeladener Tonschöpfungen genießen. Ihre Reaktion darauf: Nach jedem Vortrag bedankten sie sich für das musikalische Farbenspiel mit begeistertem Beifall – und am Ende des zweistündigen Konzertabends sogar mit stehenden Ovationen.

Präsident Siegfried Kuhn und Bernhard Kösslinger vom Lions Club, aber auch Alfred Geyer, Chef der Landsberger Polizei, hatten den Besuchern des Benefizkonzerts nicht zu viel versprochen, als sie jeweils in ihrer Begrüßung betonten: „Heute Abend erwartet Sie ein musikalisches Highlight.“ Angesichts der vielen Referenzen des Klangkörpers – auch über Bayern hinaus – bestätigten die Mitglieder des Polizeiorchesters und ihr Dirigent die verbalen Prophezeiungen mit einem abwechslungsreichen Programm klassischer und moderner Werke.

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Den standesgemäßen Auftakt zelebrierte das Ensemble mit dem Konzertmarsch „Burst of Blue“. Diesen „berstenden“ Takten und Tönen folgten die festlichen Klänge der „Jubilee Overture“ von Philip Sparke. Und weil die Veranstaltung unter dem Motto „Frühlingsstimmen auf Reisen“ stand, servierten die Musiker dem Publikum den „Frühlingsstimmen-Walzer“ von Johann Strauß. Erinnerungen weckte danach „Moon River“, die Titelmelodie des Hollywood-Klassikers „Frühstück bei Tiffany“ von John Philip Sousa. Als Solist glänzte dabei der Moderator Peter Seufert am Tenorsaxofon.

Mit der irischen Volksweise „At Kitty O’Shea’s“ hatte Johan de Meij nicht nur die Landschaft der Grünen Insel, sondern auch den Alltag ihrer Menschen in vitale Noten gesetzt. Nach der Konzertpause bestimmten gefühlsreiche Tonwerke die Szene. So die mitreißende Komposition „Slava“ von Leonard Bernstein und der Konzertwalzer mit dem Titel „Vom Donauufer“, den Julius Fucik nach einem romantischen Ausflug 1913 in Noten gesetzt hatte.

Das Bläserensemble mit der Solistin Svenja Hartwig am Althorn beeindruckte das Publikum danach mit „Share My Yoke“ (Teile mein Los) von Joy Webb. Mit dem Medley „Dixieland Jam“ sollte der gefeierte Melodienreigen zwar zu Ende gehen. Doch auf das anhaltende Klatschen der sichtlich entzückten Zuhörer reagierte das Orchester mit dem Florentiner-Marsch. Und weil das dem Publikum noch immer nicht reichte, folgte der Evergreen „Danke schön“ von Bert Kempfert.

Bevor Orchesterchef Johann Mösenbichler den Konzertbesuchern versprach, nächstes Jahr wiederzukommen, überraschten sie Lions-Präsident Siegfried Kuhn und Bernhard Kösslinger mit zwei riesigen Schecks: den ersten in Höhe von 2000 Euro für den Hospiz- und Palliativ-Verein Landsberg und den zweiten über 4000 Euro für die Kartei der Not, dem Hilfswerk der Augsburger Allgemeinen und ihren Heimatzeitungen. Dass beide karitative Einrichtungen den Erlös des unvergesslichen Konzertabends ohne einen Cent für Verwaltungskosten dort einsetzen, wo er dringend gebraucht wird – nämlich seitens des Hospiz- und Palliativ-Vereins für die Pflege und Betreuung der unheilbaren Kranken sowie seitens der Kartei der Not für unschuldig in Not geratene Menschen in unserer Region – das versprachen die beiden Empfänger der Schecks, Erich Püttner vom Hospiz- und Palliativ-Verein und Ludwig Herold vom Landsberger Tagblatt. (her)

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