1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Eine Vision ohne Handeln ist nur ein Traum

Bürgerstiftung

05.09.2013

Eine Vision ohne Handeln ist nur ein Traum

Copy%20of%20jor160.tif
2 Bilder
Von links nach rechts: Vorsitzender des Stiftungsrats der Eglinger Bürgerstiftung „lebensWert“ Johann Knoller, Zweiter Bürgermeister Ferdinand Holzer, Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand und der Vorsitzende des Eglinger Stiftungsvorstands, Franz Löffler.

Eglinger bekommen in München Urkunde von Regierungspräsident überreicht

Egling Nun ist es amtlich: Am Dienstag hat Franz Löffler, Vorsitzender der neu gegründeten Bürgerstiftung „lebensWert“ in Egling, von Regierungspräsident Christoph Hillenbrand von der Regierung von Oberbayern die Stiftungsurkunde der Bürgerstiftung überreicht bekommen. 40 Bürger der Gemeinde Egling hatten sich frühmorgens auf den Weg nach München gemacht, um an diesem Ereignis – dem „rechtlichen Geburtsvorgang“, wie der Regierungspräsident ihn betitelte – teilzunehmen.

Hillenbrand hob in seiner Ansprache das bürgerschaftliche Engagement hervor: „Der Staat allein wird es nicht schaffen.“ Eglings Zweiter Bürgermeister Ferdinand Holzer bedankte sich bei den Aktiven und wünschte allen Akteuren der Bürgerstiftung „Kraft, Widerstände zu überwinden und Mut, ungewohnte Wege zu bestreiten“. „Ziel unserer Bürgerstiftung ist es“, so Franz Löffler, „betreuungs- und pflegebedürftigen Personen in unserem Umfeld und ihren Angehörigen ein unterstützendes Netzwerk zur Seite zu stellen.“ 52000 Euro konnten die Eglinger Initiatoren hierfür bisher in der Gemeinde an Spenden zusammenbringen – 2000 Euro mehr als an Mindestgrundstockvermögen für die Gründung einer Stiftung nötig sind. Die Bürgerstiftung „lebensWert“ ist damit die erste autonom von Bürgern verwaltete Bürgerstiftung im Landkreis. Wie die genaue Ausgestaltung der Unterstützung aussehen soll, wird im Detail nach Gesprächen mit möglichen Partnern in der Region entschieden. Voraussichtlich werde man zunächst eine Stelle schaffen, die ein Netzwerk an Helfern für Pflegebedürftige organisiert, indem sie private Helfer und Hilfsinstitutionen mit Hilfsbedürftigen zusammenbringt, so Löffler. „Aber auch die Idee eines konkreten ’Haus lebensWert’ ist längst nicht dauerhaft gestorben“, betont er. Wenn Interesse besteht, könne man eines Tages auch diese ursprüngliche Idee der Gruppe wieder aufleben lassen (LT berichtete). Der Bau eines „Haus Lebenswert“ war im Rahmen eines Bürgerentscheids vor einem Jahr abgelehnt worden.

Demnächst Infos via Postwurfsendung an alle Bürger

Eine Bürgerstiftung ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung von Bürgern für Bürger ihrer Gemeinde. Dazu können sich Bürger mit Geld, mit ihrer Freizeit oder Ideen einbringen. Die derzeitigen Eglinger Stifter stammen aus allen Bereichen der Bevölkerung, freut sich der Vorsitzende: vom Landwirt, über den mittelständischen Unternehmer, Verwaltungsbeamten, Techniker oder Lehrer, bis zur Hausfrau. „Jeder, der sich vom Thema ’Hilfe für Pflegebedürftige allen Alters’ in unserer Gemeinde angesprochen fühlt, ist uns herzlich willkommen“, so Stiftungsvorstandsvorsitzender Löffler, der in seiner Dankesrede an alle Mitstreiter bei der Übergabe an ein Zitat Nelson Mandelas erinnerte: „Vision ohne Handeln ist nur Träumen – Handeln ohne Vision dagegen pure Zeitverschwendung.“ Zu den Details werden die Bürger aus Egling und Umgebung in Kürze eine Informationsbroschüre in ihren Briefkästen vorfinden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren