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Ostallgäu

23.11.2017

Flammen über Schloss Waal

Mit rund 100 Einsatzkräften kämpften die umliegenden Feuerwehren gegen die Flammen in Waal. Ein Teil des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes im Schlosshof brannte.
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Mit rund 100 Einsatzkräften kämpften die umliegenden Feuerwehren gegen die Flammen in Waal. Ein Teil des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes im Schlosshof brannte.
Bild: Christian Kiessling

Ein Teil des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes von Schloss Waal stand in Flammen. Ein Hund weckte die Bewohner. Das Feuer bedrohte auch die Pfarrkirche.

Kurz nach Mitternacht kam es in der Nacht auf Donnerstag zu einem Großbrand in Waal. Ein Teil des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes des Schlosses, in dem heute mehrere Wohnungen untergebracht sind, stand in Flammen. Das Feuer brach wohl in einer Garage aus und griff dann auf den Dachstuhl und das Wohnanwesen über. Das Schloss selbst blieb von den Flammen verschont.

Etwa 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Buchloe, Waal, Emmenhausen, Honsolgen, Jengen, Hausen, Bronnen, Waalhaupten und Landsberg rückten an. Verletzt wurde niemand. Alle Bewohner konnten das Haus rechtzeitig verlassen und wurden im Feuerwehrhaus Waal betreut. Die Brandursache ist noch unklar. Der Schaden liegt nach Angaben der Polizei bei mehreren 100.000 Euro.

Der Dachstuhl wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen

Auch zwölf Stunden nach dem Großbrand in Waal lag im Schlosshof noch der beißende Brandgeruch in der Luft. Die Außenwände des Gebäudes sind verkohlt und der Dachstuhl teilweise eingefallen. Die Bewohner des Gebäudeteils standen fassungslos vor dem ausgebrannten Haus.

Flammen über Schloss Waal

„Das ist ganz, ganz schrecklich. Es ist ja nichts mehr da“, sagt eine Bewohnerin unter Tränen. „Mein Mann hat in der Nacht ‘Feuer’ gerufen“, erzählt sie. Der Hund hatte sie in der Nacht aufgeweckt. Doch da brannte der Schuppen bereits. „Das stand alles lichterloh in Flammen.“

„Gegen Mitternacht habe ich aus dem Schlafzimmer geschaut, da war es taghell“, sagt Günter Wolf. Der Künstler hatte in dem Gebäudeteil seine Wohnung und sein Atelier. Das Holztor brannte lichterloh, erzählt er. Er wollte noch Bilder retten, hat dann aber doch mit allen Bewohnern das Haus verlassen.

Mehrere Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar

Um 0.28 kam laut Feuerwehr die erste Brandmeldung rein. Da hieß es noch: „Unklare Brandsituation. Vermutlich Gartenhütte“, sagt Jürgen Schwelle, Zweiter Kommandant der Buchloer Feuerwehr.

„Die Funken sind bis zum Ziffernblatt der Kirche geschlagen“, sagte Bürgermeister Alois Porzelius. Die Feuerwehr habe sofort versucht, die Kirche abzuschirmen, damit das Feuer nicht auf die Sakristei übergehe.

Der Brand beschäftigte die Feuerwehr bis in die Morgenstunden. Über 40 Meter Dachstuhl sind nach Schätzungen der Feuerwehr abgebrannt. „Brenzlig war die enge Bebauung“, sagt Schwelle. Dabei hatte die Feuerwehr noch Glück. „Es war kaum Wind, das hat uns in die Karten gespielt.“ Zwei bis drei Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar, schätzt Schwelle. Zu groß sind die Rauch, Brand- und Wasserschäden. Auch im Laufe des Tages musste die Buchloer Feuerwehr noch ausrücken, um vereinzelte Schwelbrände zu löschen. „Das wird auch noch einige Tage rauchen“, sagt Schwelle von der Feuerwehr. Die Kripo ermittelt.

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