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Elektrifizierung

27.01.2014

Gemeinde und Bahn uneins bei Brücken und Lärmschutz

Die Verwaltung der Gemeinde Igling soll im Auftrag des Gemeinderats prüfen lassen, ob die Unterführung nördlich des Sportheims breit genug ist für eine Straße und einen Gehweg.
Bild: Thorsten Jordan

Ausbau der Linie München-Lindau Thema in Igling

Igling Gleich mehrere Tagesordnungspunkte bei der jüngsten Iglinger Gemeinderatssitzung hatten die Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Lindau zum Inhalt. Und sorgten für lebhafte Diskussionen am Ratstisch, schließlich ging es um Lärmschutzmaßnahmen, für die die Bahn keine Veranlassung sieht, sowie um die Erhöhung beziehungsweise den Neubau zweier Brücken über die Bahnanlagen.

Erste Kritikpunkte der Gemeinde waren die von einem beauftragten Planungsbüro sowie der DB ProjektBau vorgegebenen Zeitfenster. Die an die Gemeinde Igling gerichteten Schreiben sind am 23. Dezember eingegangen, als Frist für mögliche Forderungen seitens der Gemeinde Igling wurde Ende Januar festgesetzt. Das sei einfach nicht möglich, sagte Bürgermeister Günter Först, und erklärte, dass eine Fristverlängerung beantragt werde.

Im Schreiben der Bahn ging es um Lärmschutzmaßnahmen. Dazu teilte das Unternehmen mit, die Planung von Schallschutzmaßnahmen erfolge nach den gesetzlichen Grundlagen. Freiwillige, zusätzliche Maßnahmen würden nicht finanziert. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, den Bau von Schallschutzwänden über das Projekt durchzuführen, allerdings müsse die Finanzierung von den jeweiligen Kommunen übernommen werden. Als Kosten für derartige Maßnahmen werden 2000 bis 3000 Euro pro laufendem Meter genannt.

Gemeinde und Bahn uneins bei Brücken und Lärmschutz

„Lärmschutz sollte zwingend gefordert werden“, sagte Bolko Zencominierski, „vor allem auch, weil dann mehr Züge und diese schneller fahren.“ Auch die weitere Lärmbelastung durch den Frauenwald und das generell steigende Verkehrsaufkommen müsse berücksichtigt werden. Zur Forderung, sich in der Sache juristisch vertreten zu lassen, teilte Geschäftsstellenleiter Patrik Piller mit, dass die Anliegergemeinden bereits beim Bayerischen Gemeindetag um Rechtsschutz nachgefragt haben. Dort hieß es, dass das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich sei. Laut Piller treffen sich die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

Brücke soll ertüchtigt und erhöht werden

Weiteres Ärgernis aus Sicht der Iglinger Gemeinderäte sind die Planungen der Bahn bezüglich zweier Brücken im Gemeindebereich, deren Höhen nicht für die Elektrifizierung ausreichen. So soll die Eselsbergbrücke ertüchtigt und erhöht werden, für die Brandholzbrücke ist ein Neubau, ein paar Meter neben dem derzeitigen Bauwerk, vorgesehen – beides auf teilweise Kosten der Gemeinde Igling. „Also, da soll auf alle Fälle ein Anwalt eingeschaltet werden“, forderte Bolko Zencominierski. Die Eselsbergbrücke zwischen Holzhausen und Großkitzighofen war erst im Jahr 2003 von der Gemeinde erneuert, die Höhe nach den Vorgaben der Bahn gebaut worden. Rund 100000 Euro hatte die Gemeinde damals nach Abzug von Zuschüssen noch zu berappen. Ähnlich verhalte es sich mit der Brandholzbrücke in Igling als Verbindung von Brandholzweg und Bahnhofstraße. Auch dieses Bauwerk ist laut Bürgermeister Först erst gut zehn Jahre alt. „Für Planungsfehler müssen sie schon selber einstehen“, sagte Zweiter Bürgermeister Peter Blattner.

Ein Gehweg für die Fußgänger

Die Schloßbergstraßenunterführung beschäftigte den Gemeinderat Igling ebenfalls. Dominique von Maldeghem hätte dort gern einen Fußweg, „vor allem für die Kinder, die zum Sportheim gehen“. Die Verwaltung solle prüfen lassen, so der Gemeinderat, ob die Unterführung breit genug ist für Straße und Gehweg. Richard Lang empfahl zumindest einen Fußgängerstreifen, wichtig sei außerdem eine Beleuchtung. „Das Geld sollte in die Hand genommen werden“, so Thomas Ziegler auf die Einwendung, bauliche Maßnahmen an der Unterführung an der Schloßbergstraße müssten von der Kommune finanziert werden. Das Gremium war sich darin einig, ein im Februar geplantes Gespräch mit der Bahn abzuwarten und das Thema dann erneut im Gemeinderat zu behandeln.

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