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Landsberg

13.11.2018

Gesundheit für Senioren: Im Takt der Musik geht alles leichter

Jede Menge war den Senioren-Gesundheitstagen im Landratsamt geboten. Sigrid Danner vom Lechtalbad massierte Katharina Schindler, Landrat Thomas Eichinger ließ sich bei Zendo-Zentrum durchchecken, gut besucht war der Workshop Tanzen mit Kurt Strobel und auch die Awo informierte mit Jutta Bährle.
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Jede Menge war den Senioren-Gesundheitstagen im Landratsamt geboten. Sigrid Danner vom Lechtalbad massierte Katharina Schindler, Landrat Thomas Eichinger ließ sich bei Zendo-Zentrum durchchecken, gut besucht war der Workshop Tanzen mit Kurt Strobel und auch die Awo informierte mit Jutta Bährle.
Bild: Romi Löbhard

Gesund alt werden: Im Landratsamt gibt es viele Tipps dazu. Warum gerade Tanzen auch bei älteren Semestern gut ankommt.

„Vier Schritte nach vorn, das Gleiche zurück, dann vier Schritte nach rechts, anschließend nach links – und noch mal das Ganze.“ Sogar der große Sitzungssaal im Landratsamt Landsberg scheint mit im Takt der Musik zu wiegen, nachdem die Besucher die Vorgaben von Kurt Strobel umsetzen. Das Gedränge ist zeitweise groß, der Platz reicht schier nicht aus für all die Schritte und Bewegungen. Strobel ist Tanzlehrer, die Aktion ist Teil des Senioren-Gesundheitstags.

Birgit Heimerl von der Geschäftsstelle Gesundheitsregion Plus und Pajam Rais Parsi von der Koordinationsstelle Seniorenpolitisches Gesamtkonzept haben den Tag organisiert und dafür etliche Aussteller und Referenten für Kurse sowie Fach- und Praxisvorträge gewinnen können. Einer davon war die kleine Tanzlehrstunde mit Kurt Strobel. „Tanzen bedeutet nicht nur Bewegung“, schwärmte der leidenschaftliche Tänzer. „Tanzen ist auch Gehirnjogging. Alle Sinneseindrücke werden geschult, wir müssen auf die Musik hören und sie gleichzeitig in Bewegung umsetzen. Dazu kommt beim Paartanz der Partner. Beide, Führender und Geführter, müssen wissen oder erahnen, wohin die Reise geht. Da ist Gehirnschmalz gefragt“, meint Kurt Strobel.

Damit das Gehirnschmalz aktiv bleibt

In weiteren Vorträgen ging es um Arzneimittel im Alter und den Grundsatz „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Die Hospizarbeit wurde vorgestellt, es gab Tipps zu rückenschonendem Arbeiten in der häuslichen Pflege und passend zum Tanzen - sanfte Wirbelsäulengymnastik im Sitzen, kombiniert mit Koordinations- und Gedächtnistraining.

Alle Angebote waren laut Birgit Heimerl sehr gut besucht. Ständiger Rummel herrschte auch auf dem „Gesundheitsmarkt“ im Foyer. In Zukunft seien größere Räumlichkeiten notwendig, meinte Seniorenbeauftragte Barbara Juchem deshalb. Die ersten Besucher seien bereits kurz nach 10 Uhr gekommen, berichtete Heimerl, obwohl es ja offiziell erst um 11 Uhr losging. Auffallend war, dass es vor allem um ausreichend Bewegung auch im Alter und richtige Ernährung nicht nur für Senioren ging. Besucher lernten am Stand der Techniker Krankenkasse, welche Lebensmittel Brainfood sind und folglich das von Tanzlehrer Kurt Strobel geforderte Gehirnschmalz aktivieren.

Sind die Beine gleich lang?

Die VHS Landsberg/Kaufering stellte Angebote rund um das Thema Gesundheit vor - von Ernährung bis Bewegung. Wasser treten, kalte Aufgüsse für den Unterarm als Ersatz für die Tasse Kaffee am Nachmittag: Der Landsberger Kneipp-Verein schwört auf die Vorschläge des Wörishofer Pfarrers, auszuführen in geselliger Runde. Etwas wärmer, aber nicht weniger gesundheitsfördernd geht es im Lechtalbad zu. Saunameister Hansi Schröm klärte Besucher über richtiges Saunieren auf, Besucher konnten eine kurze Massage genießen und lernten weitere Angebote des kreiseigenen Ganzjahresbads kennen. Schon kurzes Massieren der Fußsohlen mit einem entsprechenden Gerät genügt und schon schwebt der Proband wie auf Wolken durch den Raum. Beim Osteoporose-Selbsthilfeverein konnte das ausgetestet werden.

Interessiert an den Beinlängen, die ja bei so gut wie keinem Menschen stets gleich sind? Life-Kinetik-Trainerin Rita Jochum bot eine diesbezügliche Messung an. Am Stand des ZenDo Zentrums wurden auf Wunsch Körperwerte gemessen und analysiert. Der Hörtest bei Ohrwerk bestätigte Besuchern, dass die Ohren noch gut sind – oder es Zeit für ein zuverlässiges Hörgerät ist. Geht es mit der Gesundheit langsam doch bergab, dann sind Hilfsmittel von Bandagen bis zum Rollator gefragt. Das Sanitätshaus Streifeneder präsentierte Entsprechendes. Hilfen für die Angehörigen von Pflegebedürftigen stellten die Nachbarschaftshilfe „Hilfe von Mensch zu Mensch“ und die Fachstelle für pflegende Angehörige der Awo Landsberg vor.

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