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Hinteranger in Landsberg: Eine Lösung wird noch Jahre dauern

Kommentar Von Thomas Wunder
09.09.2020

Plus Seit Jahren wird eine bauliche Lösung für den Hinteranger in Landsberg gesucht. LT-Redakteur Thomas Wunder spricht sich für eine Übergangslösung aus.

Verkehr in Landsberg. Das ist ein bisweilen emotional diskutiertes Thema mit ganz unterschiedlichen Sichtweisen. Das wird im Hinteren Anger besonders deutlich.

Seit Jahren ärgern sich die Anwohner über das hohe Verkehrsaufkommen und den schlechten Zustand der Fahrbahn. Abgase und Lärm sind an vielen Tagen unerträglich. Da sind sich alle einig. Doch bei der Lösung des Problems scheiden sich die Geister. Die Palette reicht von einer Fußgängerzone bis zur Asphaltbahn mit ausreichend Parkplätzen. Viele Interessen prallen aufeinander: die der Geschäftsleute, die der Anwohner und die aller anderen Landsberger, die den Hinteranger weiterhin als schnellste Verbindung zwischen dem Landsberger Osten und dem Nordwesten nutzen wollen.

Es prallen unterschiedliche Interessen aufeinander

Zwischen all den Bürgerinteressen bewegen sich Politiker und Verwaltung. Die Problemzone Hinteranger ist schon lange bekannt. Doch bisher hat sich erschreckend wenig getan. Aktuell ist eine Bürgerbeteiligung geplant – die umfasst aber den Vorderen und den Hinteren Anger. Und da prallen erneut ganz unterschiedliche Interessen aufeinander. Denn das Verkehrsaufkommen im Vorderen Anger ist mit rund 1500 Fahrzeugen am Tag deutlich geringer als im Hinteren Anger (8000 Fahrzeuge). Insofern haben Geschäftsleute und Anwohner im Vorderanger auch ganz andere Interessen. Wie das alles zusammengehen soll, ist offen.

Es wird also noch einige Jahre dauern, bis eine Lösung für den Umbau des Hinterangers gefunden wird und damit Fragen nach Verkehrsberuhigung, Anwohnerstellplätzen oder Fahrbahnverengung beantwortet werden. Vielleicht sollte bis dahin wirklich einmal die Übergangslösung der Verwaltung in Angriff genommen und die Fahrbahn mit Asphaltstreifen ausgebessert werden. Das könnte zumindest für die Anwohner eine spürbare Entlastung bringen.

Lesen Sie dazu auch: Verkehr in Landsberg: Warum der Hinteranger eine Problemzone ist

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