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Bürgerversammlung

04.02.2015

Im Frühjahr kann es losgehen

Nördlich an das bestehende Feuerwehrgebäude soll künftig ein Anbau kommen, in dem Schulungen des Feuerwehrnachwuchses stattfinden sollen, die bislang im Keller der benachbarten Alten Schule abgehalten wurden. 

Die Pitzlinger Feuerwehr bekommt nach vielen Anläufen einen eigenen Anbau. Alter Schulsaal soll mit neuer Beleuchtung, einer mobilen Zwischenwand und einer Küchenzeile ausgestattet werden

Die Vereine im Landsberger Ortsteil Pitzling dürfen sich freuen. Die Stadt Landsberg wird das dortige Feuerwehrhaus erweitern, sodass sich in der Folge auch die Nutzungsmöglichkeiten der direkt benachbarten Alten Schule spürbar verbessern werden. OB Mathias Neuner und Ortssprecher Franz Daschner gaben diese entscheidung, die im einvernehmen mit allen betroffenen Vereinen erzielt wurde, bei der jüngsten bürgerversammlung am dienstagabend bekannt.

An deutschen Gerichten ist es ja Usus, dass sich prozessbeteiligte im Vorfeld einer Verhandlung mit dem vorsitzenden richter treffen und oft einen Kompromiss ausgehandelt, der ein geringeres Strafmaß ermöglicht. Nun stand in Pitzling keine Anklage im Raum auch keine Bestrafung. Aber auch im Vorfeld der Bürgerversammlung gab es am Dienstagabend in den Kellerräumen der Alten Schule, dort, wo die Feuerwehr ihren Nachwuchs ausbildet, eine Vorbesprechung mit Ortssprecher Franz Daschner, Vertretern der Vereine, OB Mathias Neuner und Hochbauamtschef Peter Huber.

Angeklagt war natürlich niemand, es ging vielmehr um eine einvernehmliche Lösung in dem Bestreben, den Pitzlinger Vereinen und deren unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Auslöser war einst ein Wunsch der Feuerwehr gewesen, den beengten Verhältnissen in der Alten Schule und dem direkt angebauten Feuerwehrgebäude durch einen Anbau Entlastung zu verschaffen. Seither wird diskutiert, eine einvernehmliche Lösung konnte bislang nicht gefunden werden.

Das Problem scheint nun gelöst. Als die Gesprächsrunde in den Schulsaal zurückkehrte, gab Franz Daschner bekannt, „einen sehr guten Kompromiss“ gefunden zu haben. Er habe im Vorfeld mit allen Vereinen gesprochen und mehrere Vorschläge gesammelt. Der sieht nun einen Anbau auf der Nordseite der Feuerwehr vor, in dem Schulungen abgehalten werden können. Ein zusätzlicher kleinerer Raum steht als Garderobe für die Einsatzkleidung zur Verfügung, die bislang in der Garage untergebracht ist. Insgesamt sind 120 000 Euro eingeplant, wobei Peter Huber andeutete, dass er das Bauvorhaben – auch unter Berücksichtigung des Angebots von Eigenleistungen durch die Feuerwehr – eventuell auch für 100000 Euro umsetzen könnte. Die verbleibenden 20000 Euro sollen dann in der Alten Schule in eine Küche investiert werden und in eine mobile Trennwand im Schulraum. OB Neuner: „Der kann dann auch besser zum Theaterspielen genutzt werden.“

Beginnen werden die Arbeiten laut Peter Huber, sobald der städtische Haushalt beschlossen sei. Das werde seiner Meinung nach Ende März oder im April sein. „Danach können wir sofort beginnen.“ Allerdings werde sich die Maßnahme vermutlich bis Ende des Jahres erstrecken, da das Bauamt heuer mit einer Vielzahl von Bauprojekten wie etwa der Mittelschule, dem Herkomermuseum oder aber auch der sanierung des Bayertors sehr stark eingespannt sei. Allerdings ist es auch Peter Huber ein Anliegen, „dass wir den Bau so schnell wie möglich fertig bekommen.“

Eine pragmatische Lösung gibt es jetzt auch für den Bolzplatz im Pitzlinger Süden. Schon im vergangenen Jahr hatte es Klagen von Eltern gegeben, dass dessen Ausbesserungen mittels Hackschnitzel nicht sehr geeignet seien. Stadtrat Christian Hettmer, der selbst in Reisch wohnt, erzählte von einem dortigen Fall: „Ich habe vom Bauhof Muttererde und Humus angefordert und mit den Buben dort den Bolzplatz hergerichtet.“ Die kümmern sich jetzt selbst darum und bekämen so einen ganz anderen Zugang zu „ihrem“ Platz. Der Vorschlag fand Gefallen und somit wird Franz Daschner auch in Pitzling ähnlich vorgehen.

Einen Erfolg erzielten die Pitzlinger auch bei dem Wunsch, nach der Schließung ihrer Grüngutsammelstelle auch weiterhin vor Ort Gartenschnitt entsorgen zu können. Franz Daschner hat sich mit Bürgern darauf verständig, „zwei oder dreimal im Jahr“ auf einem städtischen Grundstück Grüngut in Eigenleistung zu häckseln. OB Neuner übergab ihm ein Schreiben des Landratsamtes, das auf Fördermöglichkeiten in Höhe von 350 Euro einmal im Jahr für solche Fälle hinweist. Seine Verwaltung werde nun klären, wo ein geeigneter Häcksler zu bekommen sei und welcher Aufwand, personell (Aufsicht) wie auch finanziell (Leihgebühr), dafür notwendig werde.

Wenig Hoffnung machte der OB allerdings auf eine weitere Haltstelle für das Anrufsammeltaxi weiter im Norden des Ortes. Auch wenn die Pitzlinger im vergangenen Jahr 1015 Fahrten orderte – im Vergleich waren es in Erpfting 144 – verhinderte der Gleichbehandlungsgrundsatz eine solche Ausnahmeregelung. Mathias neuner: „In Landsberg gibt es viele Haltestellen, zu denen Bürger mehr als nur 600 Meter von ihrer Wohnung aus hinter sich bringen müssen.“

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