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Landsberg

12.07.2019

Jetzt ist wieder Ruethenfest-Zeit in Landsberg

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Die Ruethenkinder mit ihren Weidenruten warten bei der Eröffnung des Landsberger Ruethenfests 2019 unter dem Schmalztor auf ihren Auftritt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Landtagspräsidentin Ilse Aigner eröffnet das zehntägige Historienfest. Vorsitzender Tobias Wohlfahrt ruft dazu auf, sich von den Kindern und Jugendlichen auf eine Reise in die Vergangenheit mitnehmen zu lassen

Stimmungsvoll, mit Sonnenschein, der durch dunkle Wolken brach, und nur ein paar Regentropfen ist am Freitagabend am Hauptplatz in Landsberg das Ruethenfest eröffnet worden. Viele Zuschauer hatten sich eingefunden und drängten sich an den Absperrungen und auf den Tribünen.

Fotos von der Eröffnung des Ruethenfests:

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Eröffnung des Landsberger Ruethenfestes
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Landsknechte machten den Anfang und zogen mit ihrem Spielmannszug über die Ludwigsstraße ein. Mit „Hussa-Rufen“ gaben sie sich als wackere Kämpfer zu erkennen. Mit Kanonendonner stürmten die Schweden durchs Schmalztor, gefolgt von ihrem Spielmannszug während die Kapelle Friedheim 13 flotte Marschmusik für den Kaiserlichen Zug aufspielte. „Kämpfen und Feiern für Ludwig den Bayern“, war der Schlachtruf dieser Truppe.

Ilse Aigner eröffnet das Ruethenfest

Ruethenkinder, Rosenmädchen, Bürger und Bürgerinnen der Stadt, Herolde und bedeutende Persönlichkeiten aus der Historie folgten den Soldaten. In die Stadt geleitet wurden auch aktuelle Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens: Oberbürgermeister Mathias Neuner, Landrat Thomas Eichinger, der Vorsitzende des Ruethenfestvereins Tobias Wohlfahrt und Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die das Kinderfest offiziell eröffnete.

So war der Sturm des Hauptplatzes:

Startschuss fürs Ruethenfest

In Landsberg hat die Ruethenfest-Zeit begonnen. Gerade findet die Eröffnung statt und die Schweden haben den Hauptplatz gestürmt.

Gepostet von Landsberger Tagblatt am Freitag, 12. Juli 2019

Begrüßt wurde Ilse Aigner von Raphael Ritter, der beim Ruethenfest den historischen Bürgermeister darstellt. Ritter stellte Aigner die für Landsberg wichtigen politschen Persönlichkeiten vergangener Tage vor: Von Heinrich der Löwe, der Landsberg gründete, bis hin zum Baumeister Dominikus Zimmermann, der berühmte Bauwerke schuf.

Dabei sein ist ein aufregendes Gefühl

Das Wort hatte auch der amtierende Oberbürgermeister. Landsberg versinke in einem Grün-rot-Weißen Farbenmeer, freute sich Mathias Neuner. Jeder, der in Landsberg aufgewachsen sei, habe sicherlich mindestens einmal am Ruethenfest teilgenommen. „Dieses aufregende Gefühl vergisst man nicht.“ Die, die hier lebten, seien stolz auf ihre Stadt, so Neuner, der in dem historischen Kinderfest auch eine Bestätigung sieht, im Denkmalschutz aktiv zu sein.

Vereinsvorsitzender Wohlfahrt lud dazu ein, sich von den Kindern und Jugendlichen auf eine Reise in die Vergangenheit nehmen zu lassen. Wohlfahrt hob das Engagement der 250 Ehrenamtlichen hervor, die das Fest möglich machten, dankte aber auch der Stadt und ihren Mitarbeitern, Polizei, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz. Bevor er jedoch das Wort an Ilse Aigner übergeben konnte, stürmten die Panduren mit Kanonendonner die Tribüne und raubten die Stadtkasse – eine der Szenerien, die zum Ruethenfest gehören.

Die Landtagspräsidentin ist beeindruckt

„Was für ein unglaubliches Bild“, zeigte sich Ilse Aigner beeindruckt. Feste wie dieses zeigen für Aigner, dass Bayern ein Land mit großer Geschichte sei, es Traditionen und Wurzeln gebe. Sie sprach aber auch an, dass es die guten alten Zeiten so wohl nicht gegeben habe. Der Dreißigjährige Krieg habe über eine Generation gedauert. „Heute sind wir weit davon entfernt.“ Aigner wünschte den Landsbergern ein wundervolles und friedvolles Ruethenfest.

Herold Simon Wais erinnerte in seinem Prolog noch einmal daran, was das Ruethenfest ist: „Geschichte von unserer Jugend dargestellt.“ Mit den Tänzen der Ruethenkinder und Mädchen folgte nach den rauen Söldnern der lieblichere Teil der Darstellungen, und gipfelte im würdevollen Herzog-Ernst-Tanz. Nach der Eröffnung trug sich Ilse Aigner auch noch im Goldenen Buch der Stadt ein.

Nach der Eröffnung kommt das Gewitter

Gut eine Stunde nach dem Ende der Eröffnung zog eine Gewitterfront mit Graupelschauern über die Stadt. Doch weder die Lager noch Equipment am Hauptplatz nahmen Schaden, wie Tobias Wohlfahrt auf LT-Nachfrage sagte.

Lesen Sie dazu auch, wie LT-Redakteur Thomas Wunder die Eröffnung kommentiert: Ruethenfest: Der Auftakt macht Lust auf mehr

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