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Kaufering

15.01.2020

Kaufering: Kritik an Verzögerungen beim Bahnhofsumbau

Der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Kaufering verzögert sich. Das sorgt für Kritik. 
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Der Bahnhof in Kaufering soll erst 2025 barrierefrei werden. Das stößt beim Sozialverband VdK auf Unverständnis. Eine Aussage des Bürgermeisters sorgt für Irritationen.

Dass sich der Bahnhofsumbau und damit auch der barrierefreie Zugang in Kaufering um zwei Jahre verschiebt, sorgt für Unmut und Kritik. So fordert der Sozialverband VdK, der im Landkreis 5000 Mitglieder vertritt, dass sich Politiker aus dem Landkreis für einen früheren Baubeginn einsetzen.

Dessen Kreisvorsitzender, Altlandrat Walter Eichner, und sein Stellvertreter Rainer Schwarzer schreiben dazu: „Mit Überraschung und Unverständnis haben wir zur Kenntnis genommen, dass sich der Bahnhofsumbau in Kaufering vermutlich bis Anfang 2025 verzögern wird, obwohl die Deutsche Bahn vor einem Jahr gegenüber der damaligen Bürgermeisterin von Kaufering 2023 als Fertigstellungstermin kommuniziert hat.“

Das bayerische Gegenstück zum Berliner Flughafen?

Eichner und Schwarzer fordern daher die Deutsche Bahn auf, ihre Entscheidung im Interesse der Betroffenen noch einmal zu überdenken. „Der Bahnhofsumbau in Kaufering darf nicht das bayerische Gegenstück zum Berliner Flughafen werden.“ Gefordert seien jetzt auch die politischen Mandatsträger aus dem Landkreis. Der Kreisverband ruft seine Mitglieder zudem dazu auf, die Petition zu unterschreiben, die Kauferings Bürgermeister Thomas Salzberger im Oktober gestartet hatte und die in allen Landkreisgemeinden bis zum April in den Rathäusern ausliege, wie er informiert.

Kaufering: Kritik an Verzögerungen beim Bahnhofsumbau

Bislang haben in Kaufering und im Internet rund 2300 Menschen unterschrieben. Zahlen aus anderen Gemeinden liegen noch nicht vor. Laut Salzberger gibt es eine Bedingung, um unterschreiben zu dürfen: „Die Personen müssen aktiver Benutzer des Kauferinger Bahnhofs sein. Es ist dabei egal, ob sie in Kaufering wohnen oder nur in Kaufering zu- oder umsteigen.“

Ein Bahn-Pressesprecher informiert auf Nachfrage des Landsberger Tagblatts, dass die Pläne noch einmal überarbeitet wurden wegen der Anpassung an die Elektrifizierung der Bahnstrecke von Geltendorf bis Lindau. Demnach ist eine „Inbetriebnahme Ende 2024 oder Anfang 2025 möglich. Dass dieser Termin gehalten werden könne, sei aber nicht garantiert, so der Pressesprecher. Der geänderte Antrag auf planrechtliche Genehmigung solle bis Mitte diesen Jahres beim Eisenbahnbundesamt eingereicht werden. „Sofern das Verfahren rasch abgeschlossen und die Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgreich ist, könnte im Jahr 2023 mit dem Bau begonnen werden.“

Gabriele Triebel verweist auf weitergereichte Informationen

Irritationen gab es derweil um die Äußerung von Salzberger in unserer Zeitung, er wolle am Fertigstellungstermin 2023 festhalten, den die Bahn vor einem Jahr kommuniziert hatte. Die Landtagsabgeordnete und Zweite Bürgermeisterin von Kaufering, Gabriele Triebel (Grüne), reagierte verwundert: „Die Bahn hat mir im September 2019 schriftlich mitgeteilt, dass die Verzögerung in der Elektrifizierung auch einen späteren barrierefreien Ausbau nach sich zieht. Dieses Schreiben habe ich auch zur Information im Oktober dem Rathaus Kaufering zugeleitet. Die erneute Verschiebung ist demnach dort bekannt.“

Thomas Salzberger bestätigte auf Nachfrage, dass er dieses Schreiben kenne und es im Gespräch mit dem LT zu einem Missverständnis gekommen sei. „Mir geht es bei der Petition darum, dass der Baubeginn wirklich im Jahr 2023 ist.“

Lesen Sie dazu auch den Kommentar Das lange Warten auf die Bahn

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