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Kaufering

25.05.2019

Kauferinger Bürgermeisteramt: Welche Partei hat einen Kandidaten?

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Bärbel Wagener-Bühler hat ihren Rücktritt als Kauferinger Bürgermeisterin eingereicht. Ein Nachfolger wird im Sommer oder Frühherbst gewählt.
Bild: Leitenstorfer

Plus Die Kauferinger müssen nach dem Rücktritt der Rathauschefin noch dieses Jahr einen Bürgermeister wählen. Das LT hat nachgefragt, wie sich Parteien nun positionieren.

Bärbel-Wagener Bühler (Kauferinger Mitte) hat überraschend bekannt gegeben, dass sie ihr Amt zum 31. August niederlegen will. Doch wie geht es weiter und welche politischen Gruppierungen stellen eigene Kandidaten auf? Das LT hat nachgefragt. Alle bereiten sich darauf vor, dass irgendwann zwischen August und Oktober Neuwahlen stattfinden. Den genauen Termin legt das Landratsamt fest.

Mehr zum Thema lesen Sie hier: Was sind die Gründe für den Rücktritt der Kauferinger Bürgermeisterin?

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Die CSU will einen Kandidaten nominieren

Relativ schnell wird es bei der CSU gehen, wie der Fraktionsvorsitzende Thomas Harbich auf Nachfrage mitteilt. „Der Parteivorstand trifft sich dieses Wochenende, diskutiert das weitere Vorgehen und sondiert, wer als Kandidat in Frage kommt.“ Als Problem benennt er die drei Monatsfrist, innerhalb derer die Neuwahl stattfinden muss. In diese Zeit fallen auch die Pfingst- und Sommerferien. Deswegen werde es voraussichtlich im Juli eine Mitgliederversammlung geben, bei der dann der Spitzenkandidat nominiert wird.

Ein Interview mit der Bürgermeisterin: Kaufering: Die neue Bürgermeisterin setzt auf Vertrauen


Wahl nach den großen Ferien

Harbich hofft, dass die Wahl nach den großen Ferien stattfinden wird. Diesbezüglich will er sich auch mit den anderen Parteien abstimmen, um geschlossen aufzutreten. Harbich selbst steht aber nicht zur Verfügung, sagt der Vorsitzende des Ortsverbands und der Fraktion. „Ich bin selbstständiger Arzt und habe vier Kinder und zwei Ämter in der Partei. Ich bin mit meiner Lebenssituation sehr zufrieden und schließe für mich eine Kandidatur aus.“

UBV: Von den Räten will keiner

Die Unabhängige Bürgervereinigung wird „ wahrscheinlich“ keinen Kandidaten aufstellen, so der Fraktionsvorsitzende Sascha Kenzler. „Von den Marktgemeinderäten hat niemand Ambitionen. Falls doch würden wir einen externen Bewerber präsentieren. Wir hätten uns einen gemeinsamen Kandidaten der Parteien gewünscht, aber die Grünen und die CSU haben aufgrund ihrer Parteistrukturen und damit verbundenen Zwängen abgewunken. Damit ist das Thema vom Tisch.“

SPD will Kandidaten

Einen eigenen Kandidaten werden die Sozialdemokraten „ziemlich sicher“ aufstellen, sagt deren Fraktionsvorsitzender Thomas Wiesmann, der wie seine Kollegen im Gemeinderat von Wagener-Bühlers Entscheidung überrascht worden ist. Diesbezüglich habe es in der Partei und Fraktion auch schon erste Gespräche gegeben. Einen Namen wollte er allerdings gegenüber dem LT noch nicht nennen. Wiesmann hofft, dass das zuständige Landratsamt sich für einen etwas späteren Termin entscheidet. „Wird innerhalb der nächsten drei Monate gewählt, findet die Wahl wahrscheinlich in den Sommerferien statt. Das ist nicht günstig.“ Wiesmann sagt das nicht nur mit Blick auf die Urlaubszeit, sondern hat auch die Sorge, dass nicht ausreichend Wahlhelfer zur Verfügung stehen könnten.

Auch die Grünen wollen antreten

Mit einem eigenen Kandidaten werden wohl auch die Grünen bei der vorzeitigen Bürgermeisterwahl antreten. „Ich gehe davon aus, dass wir jemanden nominieren werden“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Andreas Keller. Er hofft, dass es vielleicht doch noch eine Möglichkeit gibt, die Kommunalwahl im März 2020 mit der Bürgermeisterwahl zu verbinden. „Das wäre finanziell und vom Aufwand besser.“ Der Fraktionsvorsitzende kritisiert die Art und Weise des Rücktritts von Wagener-Bühler. „Es mag dafür gute persönliche Gründe geben, aber ich hätte mir schon gewünscht, dass sie es uns persönlich mitteilt und wir Gemeinderäte es nicht aus einer E-Mail erfahren.“

Rückschlag für die Bürger

Den Rückzug bedauert auch Manfred Huber, Fraktionsvorsitzender von Kauferinger Mitte. „Bärbel Wagener-Bühler hat sich aus unserer Sicht im vergangenen Jahr gut in die vielfältigen Themengebiete der Gemeinde Kaufering eingearbeitet und konnte auch schon einige wichtige Projekte anschieben. Hier seien beispielhaft die Sanierung des Kindergartens Don Bosco und der neue Fernwärmeliefervertrag mit der Firma Hilti erwähnt.“ Der angekündigte Rücktritt sei deshalb „ein herber Rückschlag sowohl für den Markt Kaufering als auch für die Kauferinger Bürger“.

Auch für die politische Gruppierung sei der Verlust schmerzhaft, so Huber. Auf den Bonus, mit der amtierenden Bürgermeisterin in die kommende Kommunalwahl gehen zu können, müsse die Kauferinger Mitte nun verzichten. Ob die Partei erneut einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aufstellt, müsse „in den nächsten Wochen abgeklärt werden.“

Der Kommentar zum Thema: Kauferinger Bürgermeister: Die Amtszeiten werden kürzer

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