1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Klostereck: Jetzt äußert sich die Stadt umfassend

Landsberg

29.11.2018

Klostereck: Jetzt äußert sich die Stadt umfassend

Klostereck in Landsberg: Es wird saniert und das Fresko instandgesetzt. Dazu meldete sich jetzt auch der Stadtheimatpfleger zu Wort.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die ehemalige Kapelle am Landsberger Klostereck ist ein Sanierungsfall. Aber die Stadt geht davon aus, dass bis zum Frühjahr nichts von der Decke bröckelt.

Die Stadt Landsberg verschickte am Donnerstag eine Pressemitteilung zum Thema Klostereck. Der Satz von Oberbürgermeister Mathias Neun, der von einer „latenten Gefahr“ sprach, hatte für Aufregung gesorgt. Neuner ist erkrankt, deshalb kommt die Antwort von Pressesprecher Andreas Létang auf Anfrage des LT.

Zuletzt hatte es einigen Wirbel um das Vorgehen der Stadt gegeben. Lesen Sie dazu: Klostereck: Die nächste Kehrtwende. Mieterin Catherine Koletzko hatte am Mittwoch reagiert und den "projekt...raum" geschlossen (Klostereck: Der Projektraum ist ab sofort zu).

Der Raum könnte ein Jahr lang geschlossen werden

Zur Vorgeschichte: An der ehemaligen Kapelle im Klostereck sind vor einigen Jahren immer stärkere Schäden am Deckenfresko aufgefallen. Nach anfänglichen oberflächlichen Untersuchungen wurde klar, dass genauere Untersuchungen zur Statik und dem konkreten Sanierungserfordernissen erfolgen sollten. In den Haushaltsberatungen für 2019 hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss die Maßnahme noch mal um ein Jahr verschoben. Die Sanierungsbedürftigkeit besteht allerdings nach wie vor: „Das Klostereck muss saniert werden“, so die Stadt. Die Sanierungskonzepte sehen eine statische Ertüchtigung der Decke und anschließende Restaurierung der Fresken einschließlich der Instandsetzung der gesamten Raumschale vor.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Da der Sanierungsaufwand erheblich sei, müsse von einer längeren Bauzeit ausgegangen werden. „Es wird von einer Schließzeit von bis zu einem Jahr ausgegangen“, so der Pressesprecher. Die anstehenden Arbeiten seien zwingend durchzuführen. Es sei keine Gefahr im Verzug, jedoch müsse bei Verzögerungen auch mit einer Verschlechterung des Bauzustandes gerechnet werden,heißt es in der Mitteilung vom Donnerstag.

So geht es jetzt weiter

Die weiteren Schritte: Nach der Genehmigung des Haushalts 2019 könnte so mit der weiteren Planung und Ausschreibung der Sanierungsarbeiten begonnen werden. Der Vertrag mit der Nutzerin des Kulturraums im Klostereck war nur bis 31. März 2019 abgeschlossen, um im Anschluss mit der Sanierung beginnen zu können. Stadtheimatpfleger Werner Fees-Buchecker vertritt zur Sanierung des Klosterecks den Standpunkt, dass die Maßnahme zur Renovierung im Klostereck mit dem Deckengemälde nicht verschoben, sondern 2019 durchgeführt werden sollte. Ein weiteres Abwarten würde den Zustand des Deckenfreskos sicher verschlechtern.

„Die dringend erforderliche Sanierung des Klosterecks sollte daher im Jahr 2019 erfolgen, da davon auszugehen ist, dass sich die Substanz kontinuierlich weiter verschlechtert. Es wird aber nicht davon ausgegangen, dass sich in der Zeit bis Ende März Teile von der Decke lösen“, so hieß es nun am Donnerstag. OB Neuner bedauert den Schritt von Catherine Koletzko, das Klostereck ab sofort nicht mehr zu nutzen. Die Veranstaltungen im Kulturraum stellten eine Bereicherung des Kulturlebens dar und zeigten das kreative Potenzial in der Stadt.

Lesen sie den Kommentar zum Thema: Klostereck: Da läuft was schief

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren