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Konzertsaal: Wirklich eine Utopie?

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Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
03.12.2018

Die Diskussion über die Größenordnung des geplanten Veranstaltungssaals auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik kommt zu spät. Ein Kommentar von LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger.

Michael Ehret, Projektleiter vom „Urbanen Leben am Papierbach“, bekommt gelegentlich den Schwarzen Peter zugeschoben. Er ist aber sicher nicht schuld, wenn eine Kulturhalle, wie sie von vielen gefordert wird, nicht entstehen sollte. Schuld daran ist eine mangelnde Bereitschaft in Landsberg, sich frühzeitig abzusprechen und offen zu sagen, was man denkt. Man bildet Arbeitskreise und Workshops, um die Ergebnisse daraus dann in eigener Manier zu interpretieren.

Warum also fragt man die Kulturschaffenden, welchen Bedarf sie haben, wenn man das anschließend bei den Planungen ignoriert? Oder übertreiben Hauck und Schleske? Es ist sicher nicht die Aufgabe des wirklich sehr geschickt agierenden Planers, solche Dinge zu regeln, sondern die der Stadt Landsberg. Sie muss Klarheit schaffen. Hätte man von Anfang an eine große Halle eingeplant, dann hätte man jetzt, wenn man sie nun doch braucht, nicht so viele Folgekosten zu tragen.

Die Infrastruktur muss auch passen

Die derzeitige Planung eines kleineren Veranstaltungsraums am Papierbach ist wenig zukunftsweisend und eigentlich unsinnig, da man einen Saal in dieser Größe bereits hat: die Aula der Mittelschule. Was man nicht hat, ist weiterhin ein großer Konzertsaal, der auch für andere Veranstaltungen nutzbar ist. Das ist natürlich auch in gewisser Hinsicht eine Utopie. Ob es und für wen es eine Chance ist, das könnte man am Donnerstag klären. Eigentlich eine Diskussion, die viel zu spät kommt. Denn all das erfordert auch die dafür nötige Infrastruktur und ein Konzept mit Betreiber. Man darf also gespannt sein, wie es weitergeht.

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Schon einmal hat Landsberg eine große Chance in Sachen Kultur vergeigt. Als im Jahr 2000 Hans Magnus Enzensberger, Albert Ostermaier und Ali Nasseri ein Poesiefestival auf die Beine stellten, das Besucher aus ganz Deutschland anlockte. Leider eine einmalige Aktion, denn der damalige OB und der Stadtrat lehnten eine Fortsetzung ab. Aus Kostengründen. Leider, denn über dieses Ereignis wird heute noch gesprochen.

Der Artikel zum Thema: Gibt es bald eine Philharmonie in Landsberg?

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