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Landsberg

30.11.2020

Landsberg: Anwohner kritisieren Neubaupläne am Altöttinger Weiher

Die Anwohner fordern die Renaturierung der Fläche in der Jahnstraße in Landsberg. Dort steht noch diese Baracke.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Die Fischergilde will am Altöttinger Weiher in Landsberg ein neues Vereinsheim bauen. Warum etliche Anwohner gegen das Projekt sind.

Die Fischergilde Barbara möchte direkt am Altöttinger Weiher in Landsberg ein neues Vereinsheim errichten. Drei Standorte wurden von der Stadtverwaltung untersucht. Favorisiert wird die Fläche, auf der derzeit noch eine Baracke steht, die einst als Obdachlosenunterkunft diente. Doch gegen diesen Standort regt sich Widerstand bei den Anwohnern. Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss des Stadtrats wird sich am Mittwoch mit dem Thema beschäftigen.

Die Fischergilde möchte Vereinsheim und Materiallager am Altöttinger Weiher zusammenführen. Der überarbeitete Entwurf des Fischereivereins sieht ein sieben mal zwölf Meter großes Vereinsgebäude vor. Nach der Prüfung durch die Stadtverwaltung wird den Stadträten empfohlen, das Gebäude an der Jahnstraße bei der alten Obdachlosenbaracke zu errichten, die nächstes Jahr abgerissen werden soll.

Drei Mitglieder der Bürgerinitiative "Wohnen & Leben am Altöttinger Weiher": (von links) Oliver Merker, Claudius Lein und Sebastian Goerges.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Leben & Wohnen am Altöttinger Weiher“ sehen den Standort in der Jahnstraße kritisch. Anfang November warfen sie der Stadt in einem Schreiben „Wortbruch“ vor. Denn der Stadtrat habe Anfang 2017 einstimmig eine Renaturierung des Areals beschlossen. Vor der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses erneuern sie ihre Vorwürfe. Die Bürgerinitiative und Anwohner der Jahnstraße und Martin-Kolmsperger-Straße sehen schwerwiegende soziale, ökologische sowie baurechtliche Argumente, die klar gegen den Standort neben der Obdachlosenunterkunft sprechen würden.

Das Bauvorhaben Obdachlosenunterkunft sei bewusst im Konsens von vier auf drei Baukörper reduziert worden, um den sozialen Frieden zu erhalten, teilt die Bürgerinitiative mit. Dieser Konsens zwischen Politik und Bürgern würde durch den Bau des Vereinsgebäudes ausgehebelt und schaffe weiteres Konfliktpotenzial im Bereich der Obdachlosenunterkunft.

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