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Kaufering

15.09.2019

Martin Baumeister setzt sich für die Radfahrer im Landkreis Landsberg ein

Martin Baumeister ist viel mit dem Rad unterwegs, unter anderem am Stausee bei Kaufering.
Bild: Thorsten Jordan

Der Stille Held des Monats September ist Martin Baumeister aus Kaufering. Für wen sich der Vorsitzende des ADFC Landsberg engagiert und wie viele Fahrräder er in der Garage hat.

Martin Baumeisters sportliche Leidenschaft gehört dem Rennrad. Für den 69-Jährigen ist es ein Sportgerät, „mit dem ich mir die nötige Kondition hole“. So lange er fit genug sei, um damit zu fahren, schaffe er sich auch kein E-Bike an, sagt der Vorsitzender des ADFC Landsberg. Als Stiller Held wurde der Kauferinger aufgrund seines langjährigen Engagements für Radfahrer und deren Anliegen ausgezeichnet. Im Gespräch macht er das Selbstverständnis des Vereins deutlich. Dieser sehe sich ungeachtet des vielfältigen Tourenangebots nicht als Sportklub, betont er.

„Wir können nur Lobbyarbeit betreiben“, sagt Martin Baumeister die Hauptfunktion des ADFC. Der Klub sehe sich als Interessenvertretung aller Radfahrer – allen voran die „Alltagsradler“, wie der Kauferinger sie nennt. Das sind Menschen, die ihr Zweirad nutzen, um zur Arbeit oder zum Einkaufen zu kommen. Als solcher sieht sich auch der Vorsitzende: „Das Fahrrad ist für mich schon immer ein Verkehrsmittel, das ich gern und viel – im Sommer immer – benutze.“

Die Infrastruktur muss verbessert werden

Für die Alltagsradler setzt sich der 69-Jährige mit seinen Vereinskollegen ein, beispielsweise bei der Fahrradcodierung zum Schutz vor Diebstahl oder beim Ausbau des Radwegenetzes im Landkreis. Die Infrastruktur müsse unbedingt verbessert werden, findet Baumeister. „Wir mischen mit, so gut es geht“, sagt er über das Engagement des ADFC. Seit 2005 wirke der Klub am Ausbau des regionalen Radwegenetzes mit. Mit dem Landratsamt habe sich eine enge und gute Zusammenarbeit entwickelt. Ziel sei ein Ausbau, der das Fahrrad mit dem Auto gleichsetzt, sei es um auf asphaltierten, vom Winterdienst befahrbaren Wegen entlang der Bahn von Kaufering nach Landsberg zu gelangen oder etwa Radlern den gefahrlosen Weg von Windach bis Geltendorf zu ermöglichen.

Martin Baumeister setzt sich für die Radfahrer im Landkreis Landsberg ein

„Da geht‘s richtig zur Sache“

Als passionierter Radler kann Baumeister auf eine kleine Kollektion von Zweirädern zurückgreifen. Sein Mountainbike holt der 69-Jährige aus der Garage, „wenn’s mal ins Gelände oder in den Wald geht“. Auch für entsprechende Touren mit dem Verein nutzt er es. „Da geht’s richtig zur Sache“, sagt er und strahlt. Für die kalte Jahreszeit hat der gebürtige Kauferinger ein Winterfahrrad – sein altes Trekkingrad – mit dem er nach Landsberg oder zum Einkaufen gelangt. „Touren fahre ich da nicht“, sagt er.

Die Frage, ob er lieber Rennrad oder Touren fahre, stellt sich für Baumeister nicht. Beides habe seine Reize. Mit dem Rennrad halte er sich fit, auf Touren habe er mit dem ADFC schon ganz Deutschland kennengelernt. „Beides ist gut und schön“, sagt er. Das Radfahren ist ein Hobby, das Martin Baumeister gemeinsam mit seiner Frau Ruth betreibt, eine Zeit lang im Familienverband mit den drei inzwischen erwachsenen Kindern. Daneben ist der ADFC-Vorsitzende Mitglied im Gartenbauverein Kaufering, gehörte lange Zeit dem Sportverein an und hat als Pensionär in Haus und Garten zu tun. Nicht zuletzt fließe viel ehrenamtliche Zeit in das Stadtradeln, das im Juli stattfand.

Er begann 1991 als Tourenleiter

Sein Engagement lasse sich nicht in Stunden messen, sagt der gebürtige Kauferinger. Selbst wenn er einmal nicht konkret für den ADFC arbeite, läute das Telefon oder er denke an die Dinge, die für den Verein zu erledigen sind. 1991 begann er als Tourenleiter. Sechs Jahre später wurde er in den Vorstand gewählt. Vom Beisitzer über das Amt des Zweiten Vorsitzenden gelangte Baumeister zu seinem Posten als Vorsitzender, den er seit vier Jahren inne hat. Zu den unterschiedlichen Ämtern kam Baumeister wie so viele Ehrenamtliche. Er sei so reingerutscht, erzählt er. Ein ehemaliger Arbeitskollege begeisterte ihn für die Sache und konnte ihn als Gründungsmitglied für den ADFC Landsberg (1990) gewinnen.

Ein Vertreter der Radfahrer muss natürlich auch auf seine Meinung zum Radlerhelm angesprochen werden. Bei Tagestouren werde grundsätzlich mit Helm geradelt, sagt der 69-Jährige. Hier sehen die Tourenleiter ihre Vorbildfunktion. Der Klub empfiehlt das Tragen eines Helms, ist dennoch aber gegen eine generelle Helmpflicht. „Es würde viele vom Radfahren abhalten, wenn man sich erst ausrüsten muss“, sagt Martin Baumeister.

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