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Reichling

23.06.2019

Mit dem Rennrad von Innsbruck an den Gardasee

Für Reinhold Graf und seinen Sohn Alexander beginnt am Sonntag mit der Tour Transalp ein besonderes Abenteuer.
Bild: Thorsten Jordan

Reinhold Graf und sein Sohn Alexander starten am Sonntag bei der Tour Transalp. Warum es für sie ein besonderes Abenteuer sein wird.

Wenn der Vater mit dem Sohn – unter diesem Motto starten Reinhold und Alexander Graf aus Reichling in ein großes Abenteuer. Die beiden nehmen an der Tour Transalp teil. Mit dem Rennrad geht es von Innsbruck bis ins Ziel nach Riva del Garda am Gardasee. Knapp 800 Kilometer und über 18500 Höhenmeter werden die beiden und ihre Konkurrenten an sieben Tagen zurücklegen. Der Startschuss fällt am Sonntag in Innsbruck.

Immer zwei Fahrer bilden ein Team

Während Sohn Alexander (30) schon Erfahrung hat mit so extremen Radrennen, wird Vater Reinhold (56) neue Erfahrungen sammeln. Radfahren in den Bergen ist für ihn zwar nichts Neues, aber jetzt geht es eben um die Zeit, um Ergebnisse. „Natürlich wollen wir so gut wie möglich abschneiden und nicht Letzte werden“, sagt Reinhold Graf, aber wirklich einschätzen kann er das Starterfeld nicht. Nur so viel ist sicher: „Da sind einige Top-Fahrer am Start.“

1000 Amateure aus 35 Ländern haben sich für dieses Spektakel angemeldet. Gefahren wird immer in Zweierteams, wobei die Zeit des langsameren Fahrers genommen wird. In erster Linie gilt aber für alle: Ankommen ist das Ziel.

Mit dem Rennrad von Innsbruck an den Gardasee

Die Grafs haben sich auf diesen Wettkampf gründlich vorbereitet. Früher bekannt aus dem Motocross-Rennsport, sind sie schon vor längerer Zeit aufs Rennrad umgestiegen. „12000 Kilometer legen wir im Jahr schon zurück“, sagt Reinhold Graf. Dieses Jahr stand auch ein Trainingslager auf Teneriffa an, um für dieses sportliche Highlight in Form zu sein.

Trainingslager auf Teneriffa

Das wird auch nötig sein, denn die einzelnen Etappen haben es in sich: „Es sind zum Teil dieselben wie beim Giro“, sagt Reinhold Graf. Im Schnitt 3000 Höhenmeter müssen die Fahrer täglich überwinden. „An einem Tag mal 4000 Höhenmeter, das geht schon“, sagt Graf – aber sieben Tage ohne Ruhetag, das sei schon hart.

Der Anfang, von Innsbruck nach Brixen, sei noch gut zu schaffen, aber dann wird es extrem: Von Tag zwei bis vier müssen insgesamt 10700 Höhenmeter bewältigt werden. Gefahren werden auf der gesamten Strecke Pässe wie der Bernina-Pass, das Penser Joch oder der Gavia-Pass. Die vielleicht anspruchsvollste Etappe dürfte an Tag drei anstehen: Von Kaltern geht es nach Bormio. Auf den 137 Kilometern müssen 3749 Höhenmeter bewältigt werden.

„Manchmal brauche ich das einfach noch. So eine extreme Sache, die den gewissen Reiz hat“, sagt Graf – früher habe er sich diesen Nervenkitzel beim Motocross-Fahren geholt, jetzt beim Radrennsport. „Und es ist einfach schön, wenn ich das zusammen mit meinem Sohn fahren kann. Wer weiß, ob das noch mal klappt.“

Die Frauen sind mit dem Wohnmobil dabei

Die Tour Transalp wird aber nicht nur für die beiden Männer ein Erlebnis werden – sie werden begleitet: Reinholds Frau Gerti und Alexanders Freundin Christine sind auch mit von der Partie, sie begleiten die beiden Radler mit dem Wohnmobil. „Am Samstagfrüh werde ich das Wohnmobil abholen, dann wird gepackt und es geht los“, sagt Reinhold Graf.

Und dann muss gut gepackt werden, denn neben den je zwei Rädern für Vater und Sohn Graf muss auch noch das Rennrad für Alexanders Freundin Christine mit. Sie startet auch erfolgreich bei Amateurrennen, und will im Training bleiben: Nur eine Woche nach dem Transalp starten Alexander und Christine nämlich beim nächsten Rennen, dann in Bormio.

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