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Landsberg/Göttingen

22.03.2019

Nachbar zerstückelt: Hatte der mutmaßliche Mörder einen Helfer?

Am Ortsrand von Lindau (Kreis Northeim) bargen Spezialisten der Bereitschaftspolizei Braunschweig den Leichnam eines 37-Jährigen.
Bild: pid

Plus Im Fall um die zerstückelte Leiche klagt die Staatsanwaltschaft nicht mehr nur den 28-jährigen, ehemaligen Landsberger an. Was ihm vorgeworfen wird.

Im Zusammenhang mit dem Mordfall um eine zerstückelte Leiche in Katlenburg-Lindau (Kreis Northeim) muss sich neben dem Hauptangeklagten demnächst noch ein weiterer mutmaßlicher Beteiligter vor Gericht verantworten. Wie berichtet, wird dem Mann, der aus Landsberg stammt, vorgeworfen, seinen Wohnungsnachbarn aus Mordlust getötet zu haben.

25-Jährigen angeklagt

Nun hat die Staatsanwaltschaft Göttingen noch einen 25-jährigen Bewohner des Mehrfamilienhauses in Lindau, in dem der Mord stattgefunden haben soll, wegen Strafvereitelung angeklagt. Der 25-Jährige soll den derzeit vor Gericht stehenden 28-jährigen Hauptangeklagten aus Landsberg nach der Tötung unterstützt und ihm dabei geholfen haben, den Leichnam zu entfernen.

Mehr über den Mordfall: Mordprozess: Im Horrorhaus lebte auch ein Rechtsextremist

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Der 25-Jährige muss sich in einem separaten Verfahren verantworten. Laut Anklage soll er dem 28-Jährigen dabei geholfen haben, eine Stelle für das Vergraben der Leiche zu finden. Außerdem soll er selbst mit einer Schaufel ein Loch ausgehoben und „Schmiere“ gestanden haben, als der Hauptangeklagte die Leichenteile zu dem abgelegenen Feld transportierte. Damit habe der 25-Jährige dazu beigetragen, dass das Verbrechen zunächst unentdeckt blieb, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Prozess läuft seit Anfang Februar

Gegen den aus Landsberg stammenden 28-jährigen Hauptangeklagten läuft bereits seit Anfang Februar ein Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Göttingen. Er muss sich dort wegen Körperverletzung, Mord und Störung der Totenruhe verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Anfang Dezember 2017 an seinem damaligen Wohnort im südniedersächsischen Lindau einen 37-jährigen Wohnungsnachbarn aus Mordlust getötet zu haben. Später habe er die Leiche zerstückelt und vergraben.

Acht Monate später war es dann der mutmaßliche Täter selbst, der die Ermittler auf den Mordfall aufmerksam machte. Der 28-Jährige hatte im August vergangenen Jahres nach einem Suizidversuch das Gewaltverbrechen gebeichtet und später auch die Polizei zu der Stelle geführt, wo der Leichnam vergraben worden war. (pid)

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