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Landsberg

15.07.2020

Rastanlage in Landsberg: Lkw-Fahrer ignorieren Verbote

Der Zaun neben der Tür am Parkplatz wurde durchtrennt.
Bild: Anton Zahn

Plus Am Parkplatz der Raststätte Lechwiesen Süd im Landsberger Westen gibt es weiterhin Ärger über Kot und Unrat. Die Maßnahmen der Autobahndirektion greifen nicht.

Roland Immerz von der Autobahndirektion spricht von einem Katz-und-Maus-Spiel, das sich gerade an der Autobahnrastanlage Lechwiesen Süd im Landsberger Westen abspielt. Wie berichtet, nutzen dort Lastwagenfahrer ein kleines Waldstück neben dem Parkplatz als Toilette und Mülleimer. Dabei nutzten die Fahrer eine schmale Tür, um den Parkplatz zu verlassen. Nachdem sich Spaziergänger über Kot und Dreck beschwert hatten, verriegelte die Autobahndirektion die Tür. Jetzt wurde der Zaun daneben durchtrennt.

Anton Zahn aus Landsberg geht fast täglich mit seinem Hund am Parkplatz der Autobahnraststätte Lechwiesen Süd vorbei. Er hat die Autobahndirektion vor einigen Wochen auf die Missstände aufmerksam gemacht. „Es ist ekelerregend und einfach unerträglich, dass neben der Zufahrtsstraße zur Rastanlage und zum Wertstoffhof jede Menge Kot, WC-Papier und anderer Unrat herumliegen“, hatte er unserer Zeitung gesagt. Zahn hat beobachtet, dass Lastwagen- und Sprinterfahrer regelmäßig das Wäldchen nutzen, um sich zu erleichtern und als Müllhalde. Dabei befindet sich in etwa 100 Metern Entfernung die Toilettenanlage der Raststätte.

Die Tür an der Rastanlage Lechwiesen Süd wurde mittlerweile verschlossen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Roland Immerz von der Autobahndirektion Südbayern, Dienststelle Kempten, hat die Türe im Wildschutzzaun verschließen lassen. Doch nur einige Tage später wurde die durch einen Maschendraht verschlossene Tür mit einer Kombizange durchgetrennt. Wie Anton Zahn auf Fotos festgehalten hat, versuchten die Fahrer zuvor über den Zaun zu steigen. Danach wurde die Türe wieder verschlossen und mit einer Kette gesichert. Zudem brachte die Autobahndirektion in diesem Bereich des Parkplatzes Hinweisschilder auf die WC-Anlagen der Tank- und Rastanlage an. An der Türe selbst wurde in mehreren Sprachen ein Hinweis angebracht, dass die WC-Anlagen der Tank- und Rastanlage, die ganztägig geöffnet haben, zu benutzen seien. Doch auch diese Hinweise ignorierten einige der Fahrer.

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Den Draht erneut durchtrennt

Wie Anton Zahn vor wenigen Tagen der Autobahndirektion mitgeteilt hat, haben die Fahrer den Draht erneut durchtrennt, um auf dem kürzesten Weg das Parkplatzgelände verlassen zu können. Beamte der Autobahnpolizei hätten die Beschädigung aufgenommen und dokumentiert. Die Fahrer hätten zudem schnell mitbekommen, dass es an der Stelle, anders als auf den Hinweisschildern vermerkt, keine Überwachungskamera gibt.

Mittlerweile ist das Loch im Zaun geschlossen worden, sagt Anton Immerz. Der Streckenwart der Autobahndirektion werde die Türe nun regelmäßig kontrollieren. Ein Patentrezept, wie gegen die Sachbeschädigung der Fahrer vorgegangen werden könne, gebe es nicht. Allerdings werde man nicht tatenlos zusehen. Seitens der Autobahndirektion werde fieberhaft nach einer Lösung gesucht.

Einen Kommentar zum Thema lesen Sie hier: Ärger auf Rastanlage: Fahrer sind zu bequem und zu geizig

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