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Bundeswehr

22.10.2013

Seit 50 Jahren unter Tage

Bordfunkwerkstatt im Bunker – vor 50 Jahren schon auf der untersten Ebene „Grau“ der Untertageanlage in der Welfenkaserne.
Bild: Bundeswehr

Luftwaffe entwickelt und setzt Flugzeugelektronik im Bunker instand

Ohne ihr Wissen und ihr Können würde kein Tornado-Kampf- oder Aufklärungsjet jemals vom Boden heben. Die Soldaten einer der letzten noch in der Welfenkaserne und dort speziell in der Untertageanlage verbliebenen Einheiten der Luftwaffe, des Systemzentrums Avionik, kümmern sich jedoch nicht nur um den Tornado, sondern vom morgigen 23. Oktober an auf den Tag genau seit 50 Jahren um die Instandsetzung elektronischer Luftfahrzeuggeräte.

War es nun der ehemalige Inspekteur der Luftwaffe und Fliegerlegende Generalleutnant Johannes Steinhoff, der damals ins Lastenheft der Luftwaffe schrieb: „Die Luftwaffe muss hinsichtlich ihrer Organisationsformen und Arbeitsabläufe wie ein industrieller Großbetrieb unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden“, oder eine 1962 stattfindende Besprechung im ehemaligen Materialamt der Luftwaffe unter General Wolfen, die über eine gesamte Elektronikinstandsetzung im Bunker verhandelte? Egal wie, am 9. Mai 1963 verkündete Oberst Handlos, dass eine Verlegung in den Bunker der Landsberger Welfenkaserne zum 1. August 1963 entschieden sei. Das bezeichnet die Chronik dann als die eigentliche Geburtsstunde der Elektronikinstandsetzung am Standort Landsberg am Lech.

Nach und nach sind immer mehr Aufgaben übernommen worden

Begonnen hat die Geschichte des heutigen Systemzentrums Avionik mit der Verlegung eines Vorkommandos des 5./Luftwaffenparkregiments 1 von Erding aus nach Landsberg am Lech am 23. Oktober 1963. Dem Kommando wurden Elektronikinstandsetzungsaufgaben übertragen. Als Erstes sind die Bordfunk-, die Bildgeräte- und die Bodenfunkwerkstatt aufgebaut und eingerichtet worden. Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Instandsetzungsaufgaben übernommen und die Einheit etablierte sich auf dem neuen obersten Stockwerk der Untertageanlage, der Ebene Rot.

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Das heutige Systemzentrum Avionik hat in den vergangenen 50 Jahren schon viele Strukturen und STAN-Verhandlungen hinter sich gebracht. Allein an der Namensgebung der Dienststelle lässt sich dies ablesen. Als 5./Luftwaffenparkregiment 1 (EloInstKommando) 1963 begonnen, am 1. Oktober 1969 zur Luftwaffenwerft 15 und 1978 zur Luftwaffenwerft 31 umbenannt. Vor mittlerweile 24 Jahren wurden die neugebauten Unterkünfte und oberirdischen Diensträume in der Welfenkaserne bezogen. Nach weiteren Strukturen der Luftwaffe wurde im Jahr 2002 aus der Werft die Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 13. Seit 2009 trägt die Dienststelle den heutigen Namen Systemzentrum Avionik.

Dessen Auftrag umfasst in der Regel die Instandsetzung elektronischer Luftfahrzeuggeräte, ist aber im Schwerpunkt auf das Flugmuster Tornado fokussiert. Dieser Auftrag beinhaltet unter anderem die Reparatur der erforderlichen automatischen Prüfsysteme sowie die Erstellung, Pflege und Änderung der Testsoftware. Daneben umfasst das Systemzentrum Avionik Spezialisten und Ingenieure, die aus einer reinen Instandhaltungsgruppe ein Systemzentrum machen und zum Beispiel Fachexpertisen für übergeordnete Dienststellen abgeben.

Aber auch das Systemzentrum hat ein neues „Verfallsdatum“: Ab dem 1. April 2014 wird die Dienststelle offiziell zum Instandsetzungszentrum 13 werden.

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