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Landsberg

09.10.2019

Stadtwerke Landsberg: Köhler-Nachfolger steht offenbar fest

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Norbert Köhler, der technische Leiter der Stadtwerke Landsberg, geht bald in den Ruhestand. Sein Nachfolger soll bereits feststehen.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Plus Der bisherige technische Vorstand der Stadtwerke Landsberg geht in den Ruhestand. Der Nachfolger für Norbert Köhler ist wohl schon gefunden. Bei seinem bisherigen Arbeitgeber sorgte er für Aufsehen.

Die Stadtwerke Landsberg haben offenbar einen Nachfolger für den zum Jahresende in den Ruhestand gehenden technischen Vorstand Norbert Köhler verpflichtet: Es soll sich um Gerald Nübel handeln, der derzeit noch technischer Werkleiter bei den Stadtwerken Dachau ist. Der Experte sorgte bei seinem bisherigen Arbeitgeber für Aufsehen.

Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht. Die Stadtwerke Landsberg wollen den neuen Vorstand am Dienstag vorstellen. Laut einem Bericht des Münchner Merkur soll der Werkausschuss des Dachauer Stadtrats in nichtöffentlicher Sitzung die offizielle Vertragsfreigabe erteilt haben. Nübel stammt aus Westfalen und ist studierter Energietechniker. Der 51-Jährige ist seit 20 Jahren bei den Stadtwerken Dachau tätig, davon neun Jahre als Werkleiter und zuvor elf Jahre als Abteilungsleiter Marketing und Vertrieb.

Nübels bisheriger Arbeitgeber bestätigte lediglich, dass der technische Werkleiter das Unternehmen „zum Jahreswechsel in bestem Einvernehmen und auf eigenen Wunsch“ verlasse. Der Dachauer Oberbürgermeister Florian Hartmann wird in der Meldung mit den Worten zitiert: „Im Namen der Stadtwerke, des Stadtrats, der Stadtverwaltung sowie der Bürgerinnen und Bürger herzlichen Dank für rund 20 Jahre großes Engagement zum Wohle Dachaus – und für die Zukunft alles Gute!“

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Nübel verlässt die Stadtwerke Dachau im Guten

Nübel selbst hatte laut einem Bericht der SZ betont, dass er sich mit 51 Jahren noch einmal eine neue Herausforderung und neue Tapeten gewünscht habe. Gerüchten, die in einem anderen Medienbericht aufgegriffen wurden, dass es Zwistigkeiten zwischen ihm und dem kaufmännischen Werkleiter gegeben habe, tritt er entgegen: In einer Doppelspitze, sagte er gegenüber dem Landsberger Tagblatt, könne es zwar immer mal unterschiedliche Auffassungen geben. Das sei aber auch positiv zu sehen: „Mit einem Sparringspartner gibt es oft bessere Ergebnisse“, so Florian Hartmann. Einen solchen Sparringspartner wird es auch in Landsberg geben. Auch hier wird Nübel mit dem kaufmännischen Vorstand Christof Lange eine Doppelspitze bilden.

In Nübels Amtszeit bei den Stadtwerken fielen zahlreiche, für die Stadt wichtige Maßnahmen. So war er am Ausbau verschiedener Versorgungsnetze sowie der Förderung erneuerbarer Energien beteiligt. Zu seinem Leidwesen beschränkte sich letztere Arbeit jedoch nur auf Wasserkraft und Fotovoltaik. Der Bau eines Windrads im Sigmertshauser Holz scheiterte aus Naturschutzgründen.

Bei seinem bisherigen Arbeitgeber gab es zuletzt ein kräftiges Minus

Gerald Nübel hatte laut Medienberichten immer wieder mit kritischen Stellungnahmen in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam gemacht. So stellte er im Februar vor dem Hintergrund, dass die Stadtwerke Dachau an einem Steinkohlekraftwerk beteiligt sind, die Frage, „warum man den Umbau der Energieerzeugung“ hin zu erneuerbaren Energien „nicht früher angegangen ist“.

Die Dachauer Stadtwerke bieten wie die Stadtwerke Landsberg Strom, Erdgas, Wärme und Wasser an, sind in der Abwasserentsorgung tätig und betreiben ein Hallenbad, darüber hinaus den Busverkehr in Dachau. Im vergangenen Jahr machten die Stadtwerke Dachau ein Minus von 1,6 Millionen Euro. Grund dafür waren nach Angaben des Unternehmens deutlich gestiegene Personalkosten und Planungskosten für das nicht realisierte Windrad. Auch die Beteiligung an dem Steinkohlekraftwerk mache seit Jahren Verluste.

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