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Stichwahl in Landsberg: Ein großartiges Ergebnis und eine bittere Niederlage

Stichwahl in Landsberg: Ein großartiges Ergebnis und eine bittere Niederlage
Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
29.03.2020

Nach acht Jahren wird Landsbergs amtierender Oberbürgermeister Mathias Neuner abgewählt und kassierte eine deutliche Niederlage gegen seine bisherige Stellvertreterin Doris Baumgartl. LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger analysiert die Wahl.

Man darf gespannt sein. Acht Jahre war Mathias Neuner im Amt und in diesen acht Jahren hat er so viel bewegt wie kaum ein anderer Landsberger Oberbürgermeister. Die Verwaltung stand in dieser Zeit hinter ihrem OB und er hinter ihr. Allerdings hat er es nicht geschafft, die Bürger Landsbergs in der Mehrheit hinter sich zu bringen. Ob das nun an einem Stadtrat lag, der sehr viel von dem, was er einstimmig entschieden hatte, im Nachhinein vor den Bürgern madig machte, oder an Neuners manchmal sehr burschikosen Art mit den Landsbergern umzugehen? Das ist eine schwierige Frage.

Fakt ist: Neuner hat bei den Landsbergern kaum Sympathiepunkte. Fakt ist auch: Die Mehrheit der Landsberger wollte einen Wechsel und den haben sie jetzt auch bekommen. Und Doris Baumgartl hat einen überaus beachtlichen Wahlsieg erreicht. Sie steht für Bürgernähe und will den Landsbergern wesentlich mehr Mitspracherechte gewähren als Neuner dies wollte. Jetzt hat sie die Chance zu zeigen, wie das geht.

Wie geht es mit dem ULP-Projekt weiter?

Es ist keine leichte Aufgabe, denn die Interessen innerhalb der Bevölkerung sind sehr widerstreitend und der Balanceakt, hier die richtigen Entscheidungen zu treffen, ohne jemanden zu verärgern, ist fast unmöglich. Transparenz und Solidarität – damit will Baumgartl punkten. Sie hat eine gute Ausgangsposition, die meisten Fraktionen im neuen Stadtrat haben sie unterstützt.

Stichwahl in Landsberg: Ein großartiges Ergebnis und eine bittere Niederlage

Wie es weitergeht, welche Projekte nun vorrangig sind und wie ihre Zusammenarbeit mit dem im Wahlkampf beispielsweise kritisierten ULP-Investor ehret+klein wird, wird man sehen. Neuer Wohnraum sollte nun in Landsberg keine Seltenheit mehr sein. Und vor allem an ihren Entscheidungen in Sachen Verkehr wird sich die neue Oberbürgermeisterin messen lassen müssen.

Lesen Sie dazu auch: So fallen die Reaktionen auf die Wahl von Doris Baumgartl in Landsberg aus

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