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Schwifting

13.11.2019

Tierisches aus Schwifting: Wer vermisst sein Minischwein?

Rosa Schnauze, weiße Borsten, schwarze Punkte: Ein Minischwein ist bei Pürgen eingefangen worden und befindet sich derzeit auf dem Hof der Kaindls in Schwifting.
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Rosa Schnauze, weiße Borsten, schwarze Punkte: Ein Minischwein ist bei Pürgen eingefangen worden und befindet sich derzeit auf dem Hof der Kaindls in Schwifting.
Foto: Julian Leitenstorfer

Plus Bei Pürgen ist ein Minischwein gefangen worden. Der Schwiftinger Bürgermeister Georg Kaindl kümmert sich um das Tier und sucht seinen Besitzer.

Rosa Schnauze, weiße Borsten mit ein paar dunklen Flecken drin: Das kleine Schweinchen blickt ein wenig ängstlich in die Kamera. Im Augenblick befindet es sich im Viehtransporter auf dem Hof von Schwiftings Bürgermeister Georg Kaindl. Mehrere Tage lief es draußen herum und ließ sich nicht fangen, wie der Bio-Landwirt erzählt. Wie das Tier dennoch erwischt wurde.

Am Samstag in der Früh war jemand auf den Hof der Kaindls bei Schwifting gefahren und hatte gesagt, dass ein Hängebauchschwein in den Wiesen bei Schwifting herumlaufe, wie Kaindl erzählt. Zuerst fand der Bauer das Tier nicht, doch am Sonntag – mittlerweile hatte auch die Polizei zwei Schweine bei Schwifting gemeldet – machten sich Kaindl und seine Frau auf die Suche und stießen östlich der Straße Schwifting-Pürgen auf das kleine Schweinchen. Doch es ließ sich nicht fangen. „Wir haben es nicht erwischt, es ist sehr schnell.“ Am Montag gelang dies jedoch einem Bauhofmitarbeiter der Gemeinde, er fing das Tier dann in einer Baumschule nahe dem Pürgener Gewerbegebiet.

Ein Bauhofmitarbeiter fing das Tier

Jetzt kam für Kaindl die Frage, wem gehört das Tier. Aus der Verwaltung in Pürgen erfuhr er von einem Schweinebesitzer in Pürgen. Doch der berichtete, dass ihm seine zwei Schweine davongelaufen und tot seien. Ein Pürgener Gemeinderat wiederum zeigte Kaindl ein Foto von einem Schwein, dass nahe Pürgen von Hunden gejagt und offensichtlich verletzt worden war. Das sah aber anders aus, als das weiß-schwarze Tierchen, das sich auf dem Kaindlhof befindet. „Jetzt haben wir es möglicherweise in dem Bereich mit vier Schweinen zu tun: die zwei, die schon tot sind, ein verletztes, das vielleicht noch draußen ist und das Schwein bei uns im Hänger.“

Zu klein, um im Stall untergebracht zu werden

Im Stall konnte Georg Kaindl das Tier nicht unterbringen: „Es ist zu klein und schlüpft überall durch.“ Es ist scheu, Kaindl glaubt aber, dass es an Menschen gewöhnt ist. "Wenn man bis so auf einen Meter herankommt, ist da in Ordnung, aber Kraulen oder Hochnehmen darf man es nicht." Getreideschrot und Apfelstückchen sind in Schwifting das Menü für das Borstenvieh. Ob es sich um ein Hängebauchschwein oder ein Minipig, eine andere Minischweinerasse, handelt, kann Kaindl nicht sagen. Diese Tiere werden zumeist eher als Haus- und nicht als Nutztiere gehalten.

Auch wenn das Tierchen sehr putzig ist, behalten will der Landwirt es nicht. „Wir haben neben den 80 Milchkühen im Stall, im Haus auch noch vier Katzen und zwei Hunde, und mein Sohn ist eineinhalb Jahre alt, da ist genug Leben im Haus.“ Georg Kaindl hat es schon beim Tierheim in Landsberg probiert, aber die hätten es nicht nehmen können, erzählt er. Jetzt will Kaindl beim Gut Aiderbichl, einer Organisation, die unter anderem in Iffeldorf einen Gnadenhof für Tiere betreibt, anfragen, ob sie Platz für das Minischwein haben. Wer etwas über die Herkunft des Tieres weiß, kann sich auch an die Verwaltungsgemeinschaft in Pürgen wenden.

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