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Hofstetten

13.02.2020

Wahl in Hofstetten: Neuer Sitzungssaal, neue Bürgermeisterin?

DIe Alte Schule in Hofstetten wird derzeit renoviert.
Bild: Thorsten Jordan

Plus In Hofstetten gibt es nur eine Kandidatin, die die Nachfolge von Benedikt Berchtold antreten möchte. Wie sie Hausbesitzern im Ort helfen will.

Ein ungläubiges Raunen war vor einem Jahr bei der Bürgerversammlung in Hofstetten zu vernehmen, als Bürgermeister Benedikt Berchtold ankündigte, dass er nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren werde. Auch die einzige Kandidatin für die Nachfolge, Ulrike Högenauer, bedauerte diesen Schritt. „Für Hofstetten ist der Verzicht von Benedikt Berchtold wirklich ein Verlust“, sagte sie, nachdem sie ihre Bewerbung öffentlich gemacht hatte. Dass die 48-Jährige das Rennen macht, gilt als wahrscheinlich. Ganz sicher kann sich die Gemeinderätin aber nicht sein.

Berchtold nannte damals als Hauptgrund die Doppelbelastung, die das Bürgermeisteramt und die Arbeit in seiner Kfz-Werkstatt mit sich brächten. „Das war am Anfang nicht so extrem“, sagte er im vergangenen Sommer gegenüber unserer Zeitung. Allein im Jahr 2018 habe er mindestens genauso viel Zeit in seine Tätigkeit als Bürgermeister investieren müssen wie in seine Werkstatt. Eine Folge davon war, dass der Gemeinderat im Frühjahr dafür stimmte, dass Berchtolds Nachfolger die Aufgabe hauptamtlich ausüben soll.

2014 gab es eine Überraschung in Unterdießen

Dass es sich dabei um Ulrike Högenauer handeln wird, ist wahrscheinlich, weil sie sowohl in Hofstetten als auch in Hagenheim von den Dorfgemeinschaften nominiert wurde. Allerdings: Eine absolute Sicherheit, gewählt zu werden, ist das nicht. Ist nur ein Kandidat aufgestellt, können die Wähler auch einen anderen Namen auf den Stimmzettel schreiben. Auf diese Weise gewann 2014 Alexander Enthofer in Unterdießen die Wahl gegen Amtsinhaber Dietmar Loose.

Wahl in Hofstetten: Neuer Sitzungssaal, neue Bürgermeisterin?

Zwölf Gemeinderatsplätze sind für die neue Amtszeit zu vergeben. Dafür bewerben sich von der Dorfgemeinschaft Hofstetten 24 Kandidaten und in Hagenheim zwölf.

Der Umbau der alten Schule ist ein Großprojekt

In der Gemeinde werden Großprojekte umgesetzt, die bis zur Amtseinführung von Berchtolds Nachfolger (weitgehend) abgeschlossen sein werden. Der Umbau der Alten Schule zum Rathaus samt Sitzungssaal kostet rund 1,9 Millionen Euro und für die Trinkwasserversorgung sind – auf vergangenes und dieses Jahr verteilt – insgesamt 1,7 Millionen Euro eingeplant. Als größeres Projekt steht noch die Erschließung eines geplantes Neubaugebietes an. Die Gemeinde hat ein Grundstück angrenzend an die Straße am Anger erworben.

Ulrike Högenauer hat zudem im Gespräch mit dem LT angeregt, einen generationenübergreifenden Treffpunkt in Hofstetten zu schaffen. Sie möchte auch Hausbesitzern im Ort helfen, Perspektiven für die Zukunft zu finden. „Leerstehende Häuser prägen ein Ortsbild, dagegen sollte etwas getan werden“, sagt die 48-Jährige.

Die Bürgermeisterkandidatin:

Ulrike Högenauer

Ulrike Högenauer
Bild: Franz Dilger
  • Partei/Wählergemeinschaft Dorfgemeinschaften Hofstetten und Hagenheim
  • Geburtstag 30. März 1971
  • Erlernter Beruf Technische Zeichnerin
  • Ausgeübter Beruf Konstrukteurin im Bereich Maschinenbau
  • Familie verheiratet, zwei erwachsene Kinder
  • Politischer Werdegang Seit 2014 im Gemeinderat Hofstetten
  • Mich interessiert Kommunalpolitik, weil ich meine Gemeinde positiv mitgestalten will.
  • Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Die gute ländliche Infrastruktur, die wir derzeit haben mit Schule, Kindergarten, Einkaufsmöglichkeiten, ärztlicher Versorgung und Handwerksbetrieben erhalten und ausbauen. Wichtig ist auch, die Vereine zu unterstützen, damit diese auch weiterhin das Dorfleben bereichern und auf genügend aktive Mitglieder zählen können. Zudem sollen die jungen Leute aus der Gemeinde die Möglichkeit bekommen, sich hier ein eigenes Zuhause aufzubauen.
  • Meine größte Stärke ist meine unvoreingenommene Art und der offenen Umgang mit Menschen.
  • Meine größte Schwäche ist, dass ich manchmal etwas ungeduldig bin und ich weiß, dass es gerade bei öffentlichen Angelegenheiten oft etwas länger dauert, bis man ans Ziel kommt.
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