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Ellighofen/Lengenfeld

09.12.2020

Weihnachtshäuser in Ellighofen und Lengenfeld sind echte Hingucker

Stefan Kramer und seine Ehefrau Natalie vor ihrem Weihnachtshaus an der Landsberger Straße in Lengenfeld.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Viele Menschen schmücken ihre Häuser in der Adventszeit festlich. Familien aus Lengenfeld und Ellighofen verraten, warum sie derart aufwendig dekorieren.

Jetzt, wenn es abends früh dunkel wird, sind die beiden Weihnachtshäuser in Lengenfeld und Ellighofen kaum zu übersehen. Schon von Weitem sind die hell leuchtenden Lichterketten zu erkennen, Weihnachtssterne, Tierfiguren und Christbäume schmücken die Gärten. Das Landsberger Tagblatt hat mit den Bewohnern gesprochen: Wie viel Zeit sie jedes Jahr in die Dekoration ihrer Heime stecken und wie diese bei anderen Menschen ankommen.

Pünktlich zur Adventszeit sind auch in diesem Jahr Nord- und Südpol wieder enger zusammengerückt. Genauer gesagt sind sie nur noch rund 30 Meter voneinander entfernt und befinden sich – das lassen zumindest zwei Schilder verlauten – in den beiden Gartenabschnitten eines Doppelhauses in Ellighofen. Seit rund sieben Jahren sind die Demmels und die Heldenbergers Nachbarn in der St.-Stephanus-Straße. „Wir haben schon recht schnell gemerkt, dass wir – was Dekoration – angeht, beide etwas verrückt sind“, sagt Ralf Heldenberger, der wie Ehefrau Nicoline ein Faible für Lichterketten und Tierfiguren hegt.

Nachbarn machen in Ellighofen gemeinsame Sache

2016 folgte schließlich der Entschluss, gemeinsame Sache zu machen. Ein Motto war schnell gefunden: Der Gartenabschnitt der Demmels, wo viele Acryl-Pinguine stehen, ist der Südpol. Der Nordpol, wo die Eisbären in der Überzahl sind, befindet sich auf der Seite der Heldenbergers. „Unsere Intention ist auch, etwas Licht in die dunkle Jahreszeit zu bringen“, sagt Christian Demmel, der mit seiner Frau Marion drei Töchter im Alter von sechs, zehn und elf Jahren hat. Auch die Kinder aus der Nachbarschaft warteten jedes Jahr darauf, wann das Haus in der St.-Stephanus-Straße endlich wieder erstrahlt. Nach Halloween starten die Demmels jedes Jahr, ihren Garten zu dekorieren. Ende Februar wird meist wieder abgebaut.

Im Garten von Ralf Heldenberger sowie Marion und Christian Demmel (von links) tummeln sich im Winter eine Menge Acrylfiguren.
Bild: Julian Leitenstorfer

Laut Marion Demmel kommen sogar Besucher aus den Nachbarlandkreisen, um den aufwendig geschmückten Garten in Ellighofen zu bestaunen. „Eigentlich könnten wir mittlerweile schon Eintritt verlangen“, scherzt sie. Auch bei den anderen Einwohnern des Landsberger Ortsteils kommt das Weihnachtshaus offenbar gut an. „Wir haben sie mit unserem Hobby schon etwas angesteckt“, sagt Ralf Heldenberger. „Mittlerweile ist fast überall Deko zu finden – als wir hier hergezogen sind, war das nicht so.“

Vor dem ersten Advent findet ein "Anleuchten" statt

Kritische Stimmen gebe es kaum. Einmal habe sich ein Nachbar beschwert, dass sein Kind wegen der Beleuchtung nicht schlafen könne, sagt Christian Demmel. „Wir haben dann natürlich nachjustiert.“ Seit 2017 veranstalten die Heldenbergers und die Demmels am Wochenende vor dem ersten Advent ein erstes „Anleuchten“. Dabei wird getestet, ob alle Lichter auch wirklich funktionieren. In den vergangenen Jahren sind dafür normalerweise um die 40 Gäste in die St.-Stephanus-Straße gekommen. „Es gibt Glühwein und Plätzchen und ist immer ein großer Spaß“, sagt Ralf Heldenberger. In diesem Jahr habe das „Anleuchten“ wegen Corona allerdings ausfallen müssen.

Im Garten des Weihnachtshauses in Ellighofen leuchtet es in allen Ecken.
Bild: Julian Leitenstorfer

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit erstrahlt auch das Haus von Stefan Kramer und seiner Frau Natalie, 35 und 36 Jahre alt, an der Landsberger Straße in Lengenfeld. Ob an Hecke, Garagentor oder Giebel – überall sind Lichterketten zu sehen. An der Regenrinne seilt sich ein Weihnachtsmann ab, vor der Garage stapeln sich überdimensionierte Geschenke. Sogar auf dem Balkongeländer scheinen beleuchtete Rehe zu balancieren.

"Mit der Zeit ist es immer mehr geworden"

„Wir haben klein angefangen“, berichtet Stefan Kramer. „Mit der Zeit ist es immer mehr geworden.“ Einen Großteil der Lichtergirlanden habe sein Schwiegervater an ihn und seine Frau Natalie weitergegeben. Schon Anfang November beginnen die beiden, gemeinsam ihr Haus zu schmücken. „Insgesamt investieren wir fünf volle Tage an drei Wochenenden“, sagt Stefan Kramer. Pünktlich zum ersten Advent sei in der Regel schließlich alles angerichtet. Die beiden Lengenfelder betreiben den hohen Aufwand allerdings nicht nur, weil ihr Weihnachtshaus ihnen selbst gefällt: „Spaziergänger haben in der Adventszeit viel Freude daran. Und vor allem den Kindern gefällt es natürlich“, sagt Stefan Kramer. Es gebe auch Stammbesucher – etwa aus umliegenden Ortschaften wie Landsberg oder Geltendorf – die jedes Jahr vorbeikämen, um das Haus aufs Neue zu bestaunen.

Auf die Stromrechnung schlage sich das Lichtermeer rund um das Anwesen der Kramers übrigens gar nicht so sehr nieder. Zumindest seitdem sie die komplette Beleuchtung auf LED umgestellt haben: „Wir besitzen auch ein Meerwasseraquarium – das zieht deutlich mehr Strom“, sagt Stefan Kramer.

In den kommenden Jahren soll noch Neues hinzukommen. Der 35-Jährige kann sich etwa eine weitere Schneemannfamilie vorstellen. Außerdem sei ein Giebel noch gänzlich unbeleuchtet.

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09.12.2020

Aufwendig? Na ja. Im Vergleich zu dem was ich in USA gesehen habe eher bescheiden.

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