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Greifenberg

17.12.2019

Wie die Pläne von Hardy’s in Greifenberg aussehen

Das Foto unten rechts zeigt (von links) Anna, Johannes und Reinhard Klinke.
Bild: Dieter Schöndorfer

Plus Am Dienstag fällt die finale Entscheidung über den Neubau des Warmfreibads in Greifenberg. Die Unternehmerfamilie Klinke wartet mit Spannung auf die Entscheidung. Denn Hardy's hat einiges vor.

Mit Spannung wird heute Nachmittag der Ausgang der Haushaltsberatungen des Landkreises erwartet. Denn dann wird auch entschieden, ob die Mehrkosten für den geplanten Umbau des Warmfreibads in Greifenberg genehmigt werden. Sehr aufmerksam wird die Sitzung auch von den Betreibern des benachbarten Fitnessstudios Hardy’s verfolgt. Denn die Unternehmerfamilie Klinke hat auf dem Landkreisgelände eigene Umbaupläne und wartet auf eine Entscheidung des Landkreises.

Die Pläne für den Umbau des Bads liegen längst vor: Am 4. Dezember 2018 entschieden sich die Kreisräte für den Neubau – auf Grundlage der damals vorliegenden Kostenschätzung von 7,18 Millionen Euro. Doch wegen der problematischen Bodenbeschaffenheit des Grundstücks waren immer wieder neue Gutachten, Stellungnahmen und Planänderungen notwendig. Das habe zu Verzögerungen und Mehrkosten geführt.

So könnten Warmfreibad und Fitnesscenter in Greifenberg künftig aussehen. Die beiden 3D-Grafiken von den Architekten Vonmeiermohr aus Schondorf zeigen das Areal aus der Luft.
Bild: VONMEIERMOHR ARCHITEKTEN

Inzwischen liege eine detaillierte Kostenberechnung vor, die bei 10,4 Millionen Euro liegt – noch ohne die rund eineinhalb Millionen Euro Abbruchkosten. Pressesprecher Wolfgang Müller: „Die Zahlen sind im Haushalt 2020 enthalten, über den der Kreistag am Dienstag entscheiden wird.“ Werden die Mehrkosten für das Bad bewilligt, könnte der Spatenstich im Februar oder März erfolgen.

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Neben dem Freibad soll es auch ein Hallenbad geben

„Ein neues Bad ist toll – Synergien schaffen, ist aber viel toller“, sagt Reinhard Klinke, Eigentümer und Geschäftsführer der Hardy’s Freizeit Sport & Event GmbH, die sechs Standorte betreibt. Das Stammhaus steht in Greifenberg direkt neben dem Warmfreibad. Klinkes Kinder sind in die Geschäftsführung eingebunden, in Starnberg ist die neueste Niederlassung am Entstehen – nach Plänen, die er gerne in Greifenberg, am liebsten zusammen mit dem Landkreis, verwirklichen möchte: ein Freizeitareal mit Fitness-, Gesundheits- und Wellnessbereich, einem Hallenbad und einem Hotel mit öffentlicher Gastronomie.

„Dazu passt das Freibad optimal“, sagt Tochter Anna Klinke. So möchte die Familie das bereits bestehende Hotel, das sie in den vergangenen Jahren schon einmal geführt habe, um eine Etage aufstocken. So sollen etwa 70 Zimmer mit 140 Betten entstehen. Zielgruppe wären etwa Geschäftsreisende, aber auch Urlauber. Dazu sind Veranstaltungs- und auch Seminarräume zu den unterschiedlichsten Themen geplant – teilweise nutzbar für bis zu 100 Personen. Mit dem Hotel verbunden wäre eine Gaststätte. Reinhard Klinke: „Das wäre dann endlich wieder eine öffentliche Gaststätte für jedermann in Greifenberg, die auch als Treffpunkt für die Bürger dienen könnte.“

Zwischen Hotel und dem bestehenden Fitnessstudio – dort, wo bisher der Eingangsbereich und das erste Becken des alten Warmschfreibads lagen – soll ein ebenfalls für die Öffentlichkeit frei zugängliches Hallenbad entstehen. Anna Klinke: „Unser Thema ist Gesundheit und Wasser, da haben wir schon seit Jahren durch Schwimmkurse, Wassergymnastik und andere Angebote Kompetenz aufgebaut.“ Außerdem würde es sich mit dem Freibad perfekt ergänzen. Reinhard Klinke: „An den schönen Tagen geht es nach draußen und sonst steht die Schwimmhalle zur Verfügung.“

So könnten Warmfreibad und Fitnesscenter in Greifenberg künftig aussehen. Die beiden 3D-Grafiken von den Architekten Vonmeiermohr aus Schondorf zeigen das Areal aus der Luft
Bild: VONMEIERMOHR ARCHITEKTEN

Ein Parkdeck auf dem Areal der momentan mehr oder weniger befestigten Parkplätze soll die bestehende Situation lösen. Reinhard Klinke: „Das Parkdeck würde sich direkt ans bestehende Fitnessstudio, das wir ebenfalls mit weiteren Gymnastikräumen aufstocken wollen, anschließen und auf zwei oder drei Ebenen Stellplätze bieten.“ Auf den derzeitigen Plänen sehe es vielleicht noch etwas wuchtig aus, doch Klinke sei von der Gemeinde verpflichtet worden, die Fassade durch Begrünung oder dergleichen noch unauffälliger erscheinen zu lassen.

Hardy's beschäftigt rund 250 Mitarbeiter

Durch die Erweiterung soll das Angebot mit Sauna, Trainingsbereichen, auch einem überarbeiteten Kosmetik- und Wellnessangebot, noch attraktiver werden. Reinhard Klinke: „Wir sind nun mal an den Standort gebunden und stehen im Wettbewerb.“ Er sei als Unternehmer den etwa 250 Angestellten und der Wirtschaftlichkeit verpflichtet. Man könnte Synergien mit dem Landkreisbad schaffen, ob das nun beim Personal, beim Betrieb der Einrichtungen oder dem Freizeitangebot liege. Auch Wärmeenergie aus dem eigenen Blockheizkraftwerk könnte direkt ins Bad eingespeist werden. Insgesamt spricht Sohn Johannes Klinke von einer Investitionssumme zwischen zehn und 15 Millionen Euro.

Die Unternehmerfamilie wäre sogar bereit, das Warmfreibad selbst zu betreiben. Nur: Es fehlt den Klinkes an einer Entscheidung des Landkreises. Reinhard Klinke: „Wir müssten auch in das bestehende Gebäude investieren.“ So sei die Fassade in die Jahre gekommen, das Dach bedürfe der Nachbesserung und vieles andere mehr. Johannes Klinke: „Wir können aber seit Jahren nicht investieren, da wir nicht wissen, wie es weitergeht.“

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