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Mühlbach

03.02.2015

Wo kann sich das Wasserrad drehen?

Auf Höhe der Eisdiele könnte nach Einschätzung der Freien Wähler ein passender Platz für ein Wasserrad im Mühlbach sein. 

Gemeinderat Dießen will möglichen Standort prüfen.

Wo kann sich nach dem Umbau von Mühlstraße und Mühlbach in Dießen ein Wasserrad drehen? Diese Frage will der Gemeinderat von Stadtplaner Klaus Immich prüfen lassen, so ein am Montag mit 18:5 Stimmen gefasster Beschluss des Gremiums. Aufs Tapet hatten das Mühlrad die Freien Wähler gebracht, die dazu einen Antrag gestellt hatten.

Ausgangspunkt der Überlegungen der Freien Wähler ist der Rückbau des Wasserfalls am Untermüllerplatz. Der befindet sich dort, wo bis 1975 die untere Mühle stand. Dadurch verliert der Ort nach Einschätzung der Freien Wähler eine Attraktion. An dessen Stelle könnte ein Mühlrad als gestalterisches Element treten, das zudem an die Historie des Mühlbachs erinnern solle. Aus der Wasserkraft des künstlich angelegten Mühlbachs zog Dießen über Jahrhunderte die Energie, die Handwerker, Mühlen und Sägewerke benötigten. Ein denkbarer Standort befindet sich nach Einschätzung der Freien Wähler gegenüber der Eisdiele, aber man wolle hier dem Planer nicht vorgreifen.

Der Antrag löste im Gemeinderat sogleich eine lebhafte Debatte aus, vor allem auch, nachdem Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger) informiert hatte, dass die Fischerfamilie Gastl-Mastaller beantragen werde, an ihrem Anwesen am Mühlbach ein Wasserrad anbringen zu wollen. Das fand beispielsweise Franz Kubat (Dießener Bürger) für „geeigneter als beim Kino“. Frank Fastl (Freie Wähler) zeigte sich gegenüber einer privaten Mühlrad-Initiative freilich eher zurückhaltend. „Die gestalterische und planerische Hoheit sollten wir uns nicht aus der Hand nehmen lassen“, mahnte er an.

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Edgar Maginot (CSU) legte wiederum Wert darauf, nicht nur „eine künstliche Attrappe“ zu schaffen. Ein Wasserrad müsse auch Strom produzieren. Genau deswegen, so ergänzte Martin Brink (Freie Wähler) sei ja von seiner Fraktion der Platz bei der Eisdiele vorgeschlagen worden, „da, wo das Wasser möglichst tief fällt“.

Grundsätzliche Bedenken gegen ein Mühlrad äußerte Hannelore Baur. Sie lehne es ab, einen Planer damit zu befassen, nachdem die Gemeinde einen Kunst-am-Bau-Wettbewerb abgehalten hat, sagte die SPD-Gemeinderätin. Ganz entbehrlich sei ein Mühlrad insbesondere dann, wenn sich der Gemeinderat für einen Kunstbeitrag im Mühlbach entscheide.

Zum Thema Kunst am Bau informierte der Bürgermeister, dass dazu sieben Arbeiten eingereicht worden seien und ein erster und zweiter Preis verliehen worden sei. Geplant sei, diese Wettbewerbsbeiträge im Laufe der Woche im Rathaus auszustellen.

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