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Egling

19.07.2017

Wohin mit dem Gewerbegebiet?

Auf diesem rund 2,5 Hektar großen Areal östlich der Straße nach Heinrichshofen, das nördlich einer Biogasanlage am nördlichen Ortsrand von Egling liegt, könnte künftig ein Gewerbegebiet ausgewiesen werden.
Bild: Thorsten Jordan

In Egling sucht der Gemeinderat nach passenden Flächen und holt sich Hilfe von einer Architektin. Ein Standort hat sich als Favorit herauskristallisiert.

„Ich denke schon, dass wir im September soweit sein sollten, eine Entscheidung zu treffen.“ So fasste Bürgermeister Ferdinand Holzer die Diskussionsbeiträge und die Erkenntnisse aus einem Informationsvortrag über die Entwicklung eines Gewerbegebietes in Egling zusammen. „Uns laufen die jungen Unternehmer davon, wenn wir nichts entwickeln“, sagte er.

Schon zu Beginn seiner Amtszeit hat sich Holzer die Förderung des heimischen Gewerbes auf die Fahne geschrieben. Seither ist die Ausweisung von Gewerbeflächen in der Paartalgemeinde auch im Ratsgremium immer wieder thematisiert worden. So beispielsweise während der Klausurtagung und auch bei den Beratungen für den Gemeindehaushalt. Und auch im Herbst vergangenen Jahres hat Martin Wölzmüller, Geschäftsführer des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und ehemaliges Gemeinderatsmitglied, grundsätzliche Überlegungen zur Entwicklung von Gewerbegebieten vorgestellt.

Für die jüngste Sitzung konnte Bürgermeister Holzer nun mit Claudia Schreiber von der Architektur und Stadtplanung GmbH aus München eine ausgewiesene Fachfrau gewinnen. Aufbauend auf den Flächennutzungsplan der Gemeinde und den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort hat sie dem Ratsgremium mögliche Bereiche vorgestellt. Unter Beachtung bereits vorhandener Strukturen, geologischer Besonderheiten, bestehender Naturbänder und der Verkehrswege hat sie sogenannte Tabuzonen, aber auch konkret drei mögliche Standorte für ein künftiges Gewerbegebiet herausgearbeitet.

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Zum einen ein Areal östlich des Gemeindegebietes (Standort drei) und zum anderen zwei Bereiche an der Ortsverbindungsstraße nach Heinrichshofen. Sowohl im Vortrag als auch in der anschließenden Aussprache hat sich ein etwa 2,5 Hektar großes Areal, östlich der Heinrichshofer Straße und nördlich der bestehenden Biogasanlage gelegen, als möglicher Favorit herauskristallisiert (Standort zwei). Auch deshalb, weil nach Aussage des Bürgermeisters dieses Gebiet bereits in der Hand der Gemeinde ist. Das alternative Gelände auf der anderen Straßenseite (Standort eins) ist knapp vier Hektar groß und besteht aus sechs Flurnummern, die, wie zu hören war, alle noch in Privatbesitz seien. Neben einigen grundsätzlichen Fragen, wie zum Beispiel „Wie viel Grund brauche ich akut?“ oder „Wie viel Fläche muss ich vorhalten?“ stellte Claudia Schreiber auch mögliche Erschließungsvarianten für die Standorte eins und zwei vor.

Stefan Gölzner brachte im Zuge der Aussprache noch eine weitere Fläche ins Gespräch: an der Bahnlinie nordwestlich von Egling. Dieses Gebiet wurde durch Claudia Schreiber aber eher im Sinne einer Ortsabrundung und weniger zur Entwicklung auf weitere Sicht eingestuft. Michael Bucher war es wichtig, ungeachtet einer künftigen Entscheidung darauf zu achten, dass ein neues Gewerbegebiet an die Staatsstraße 2052 angebunden werden kann. „Wir sollten uns diese Möglichkeit auf jeden Fall offen halten“, sagte Michael Bucher.

Eine formelle Entscheidung wurde in der Sitzung jedoch nicht getroffen. Aber Bürgermeister Holzer stellte schon klar, dass er eine kurzfristige Lösung am Standort zwei sieht und auf mittlere Sicht den Standort eins mit einbeziehen möchte. „Ich will nicht erst in drei Jahren eine Lösung“, sagte Holzer abschließend. Denn das komme den Leuten, die Gewerbegrund nachfragen, nicht entgegen.

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