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Finning

24.07.2018

Zum Abschluss der 1200-Jahrfeier kommt der Umweltminister

Bayerns Umweltminister Marcel Huber kam zum politischen Abend der CSU nach Finning. Links: Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Alex Dorow, Bundestagsabgeordneter Michael Kießling und Landrat Thomas Eichinger.
Bild: Thorsten Jordan

Beim politischen Abend mit CSU-Minister Marcel Huber spürt man den Feiermarathon, der hinter den Finningern liegt. Es geht um die Themen Umweltschutz, Asyl und Sicherheit.

Den Abschluss der 1200-Jahr-Feier in Finning bildete am Montagabend ein politischer Abend der CSU mit dem bayerischen Umweltminister Marcel Huber. Der nahm die Besucher mit auf eine Art Zeitreise, in der er Begegnungen mit den Themen Umweltschutz, Arbeitslosigkeit oder Sicherheit auf Bayerns Straßen ermöglichte.

Im Zelt, das, wie Huber erstaunt feststellte, so groß ist, dass sämtliche Einwohner des Dorfes darin Platz hätten, saßen allerdings nicht einmal halb so viele. Die Finninger hatten ja bereits seit Donnerstag das Finale ihres 1200-jähriges Bestehen gefeiert (LT berichtete). Da schien das Interesse an politischen Themen offenbar nicht mehr ganz groß zu sein.

Astronaut Franz und die miese Stimmung

Einige CSU-Bürgermeister des Landkreises hatten sich eingefunden, ein paar Mitglieder der Ortsvereine und ein paar Honoratioren wie Bundestagsabgeordneter Michael Kießling, Bezirksrat Josef Loy, Landtagsabgeordneter Alex Dorow und Landrat Thomas Eichinger, die von Finnings Bürgermeister Siegfried Weißenbach begrüßt wurden.

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Man möge sich vorstellen, begann der Staatsminister, ein Astronaut namens Franz wäre vor 60 Jahren in einer Rakete von Bayern aus in Richtung Mars gestartet und jetzt zurückgekehrt. „Er würde sich wundern“, so Huber. Denn damals habe es für die Menschen im Land so kurz nach dem Krieg gar nicht gut ausgeschaut, aber die Leute waren gut drauf, hätten angepackt und etwas vorangebracht. Heute sei alles anders. Es gebe Wohlstand, Sicherheit und genügend Arbeitsplätze - und dennoch: „Franz stellt fest, dass die Menschen gar nicht gut drauf sind.“ Und das, obwohl wir 5,5 Millionen sozialversicherte Arbeitsverhältnisse haben, so Huber, das sei ein Traumzustand.

Drei Wege der Zuwanderung

Vor allem die Tatsache, dass es seit 73 Jahren in Europa keinen Krieg mehr gegeben habe, sei ein Geschenk. „Europa ist ein Garant des Friedens, das war nicht immer so.“ Europa müsse sich auch weiterhin um wichtige Dinge kümmern wie Außenpolitik, Währungsstabilität und Sicherheit, und nicht darum, ob ein Staubsauger über 1600 Watt Leistung haben darf oder nicht.

Aktuell ging Huber auch auf das Thema Asyl ein. Als Christen sei man dazu verpflichtet, Menschen in Not Asyl zu gewähren. „Aber wir brauchen auch Ehrlichkeit, Maß und Mitte“, mahnte Huber. Drei Türen stünden für Menschen offen, die in Deutschland eine neue Heimat finden wollen. Eine Tür Asyl, die für alle die da sei, die nach den Genfer Flüchtlingskonventionen Anrecht auf Schutz hätten. Eine durch die Freizügigkeit in Europa, die es insbesondere jungen Menschen möglich mache, problemlos in einem anderen Land zu studieren oder zu arbeiten. Und eine sei die Zuwanderungstür, die all denen offen stehe, die legal in Deutschland einreisen, leben und arbeiten wollen.

Kein starker Islam, sondern ein schwaches Christentum

Themen wie das neue Polizeiaufgabengesetz oder das Baukindergeld, das Familiengeld oder die Angehörigenpflege streifte der Minister in seiner Rede, die er mit dem Hinweis darauf beendete, das in Bayern „der Herrgott noch was gilt“. Gefahr gehe nicht von einem erstarkenden Islam aus, sondern von einem schwächelnden Christentum.

Zum Schluss richtete Bezirksrat Josef Loy nachdenkliche wie mahnende Worte an die Menschen im Zelt: „Politiker sind Diener für das Volk und nicht Bestimmer“, sagte er und richtete seinen Blick auf die Landtagswahlen in Bayern am 14. Oktober. Es gelte mehr denn je, die Werte seiner Partei in der Bevölkerung deutlich zu machen.

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