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Landsberg

20.07.2017

Zum Geburtstag gibt es ein Retro-Stadtfest

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2 Bilder
Das Landsberger Stadtfest im Jahr 2016 auf dem Hauptplatz.
Bild: Julian Leitenstorfer

Das erste Bürgerfest gab es vor 40 Jahren. Deshalb zeigt sich der Landsberger Hauptplatz heuer in neuem, altem Gewand. Parallel präsentiert der 40. Süddeutsche Töpfermarkt seine Waren entlang der St.-Laurent-du-Var-Promenande.

Nicht nur die Region, sondern auch die Stadt Landsberg „stolpert“ in diesem Sommer von einem festlichen Highlight zum anderen. Lockten vor Kurzem das Bergstraßenfest oder die nicht weniger atmosphärischen Europa-Tage der Musik die Menschen zu Tausenden auf die Straßen, die Plätze und in die Gassen der Lechstadt, steht nun am kommenden Wochenende der 40. Süddeutsche Töpfermarkt und das Stadtfest im Veranstaltungskalender.

Und die Zahl 40 hat auch für das Stadtfest eine große Bedeutung. Vor vier Jahrzehnten nämlich, im Jahr 1977, organisierten erstmals die Landsberger Gastronomen dieses beliebte Fest für die Bürger der Stadt, das heuer zeitgleich zum Töpfermarkt sowohl am Samstag als auch am Sonntag in die Innenstadt einlädt. Die Zeitgleichheit ist aber nicht etwa ein Zufall, sondern von den Veranstaltern so gewollt.

Anton Sirch, Leiter des Referats Veranstaltungsmanagement: „Wir lassen beide Veranstaltungen seit zwei Jahren bewusst parallel laufen“, denn inzwischen (seit den 1980er-Jahren) hat die Stadt die Organisation des Festes übernommen.

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Das Wagnis hat sich bewährt

Was vor zwei Jahren noch ein Wagnis war, hat sich bewährt: „Wir haben festgestellt, dass der Besucherzuspruch bei beiden Veranstaltungen deutlich zugenommen hat.“ Wer das Angebot der über 60 Töpfer, Keramiker und Künstler ausgiebig auf sich wirken hat lassen und vielleicht sogar bei der Prämierung zum Adam-Vogt-Preis für außergewöhnliche Kunstgegenstände am Samstag (12 Uhr) mit dabei war, der kann die paar Schritte über die Karolinenbrücke auf den Hauptplatz gehen – mit dem Auto wird das nicht möglich sein – und sich dort bei Speis und Trank zu Klängen regionaler heimischer Musik unterhalten lassen. Denn das ist eines der Kennzeichen des Jubiläumsstadtfestes: Zurück zu den Wurzeln.

„Wir haben bewusst auf Tradition gesetzt und orientieren uns an den ersten Festen in den 70er-Jahren.“ So wird es am Wochenende keine Partybands auf dem Hauptplatz zu hören geben, sondern die Lokalmatadore von der Stadtjugendkapelle, die Blaskapelle Lechrain oder die Stadtkapelle Buchloe, und aus Stoffen kommen die Goaßlschnalzer. am Sonntag sind dann die Landsberger Tanzlmusikanten (Landler, Boarische, ...) und die Schöffeldinger Musikanten mit bayerischer und böhmischer Blasmusik dabei, die am Samstag bereits auf dem Töpfermarkt zu hören sein werden.

Auch die Ausschmückung des Hauptplatzes wird „Retro“ sein. So wehen wie 1977 Fahnen und Bänder in den Stadtfarben von den Häusern und vor dem Historischen Rathaus und – so hofft zumindest Anton Sirch – aus den Fenstern der Anlieger des Hauptplatzes. Was sich in den vier Jahrzehnten Stadtfest verändert habe, sei laut Sirch die Bereitschaft von Firanten, dort mitzuwirken: „Manche sind zuverlässig immer dabei, andere lassen sich geradezu betteln.“

Großes kulinarisches Angebot

Dennoch sind auch heuer wieder so viele dabei, dass sich das kulinarische Angebot breit auffächern lasse. Dass sich die gute Laune auch in diesem Jahr von der östlichen auf die westliche Lechseite und in die Gegenrichtung mitnehmen lässt, davon ist man beim Veranstalter überzeugt. Daran werden wohl auch die erhöhten Sicherheitsanforderungen an Veranstaltungen dieser Größenordnung nichts ändern. So werden Fahrzeuge des Bauhofes und des THW erneut die Zufahrten zum Hauptplatz (Herkomereck, Herzog-Ernst-Straße und Neue Bergstraße) blockieren. Sirch: „Eine personell aufwendige Maßnahme, weil die Fahrzeuge ständig bemannt sein müssen.“

Für das kommende, das 41. Jahr von Töpfermarkt und Stadtfest, gibt es ganz neue Überlegungen zu einem veränderten Konzept. So könnte das immer schwerer zu organisierende Stadtfest durch ein Lech-Promenadenfest von der Karolinenbrücke entlang des Peter-Dörfler-Wegs bis etwa zum Flößerplatz ersetzt werden. Dann könnte man auf Sichtweite feiern und wenn der neue Lechsteg gebaut ist, wäre der Rundweg zum Flanieren perfekt.

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