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Kaufering: Vier engagierte Kauferinger erhalten die Silberne Bürgermedaille

Kaufering

Vier engagierte Kauferinger erhalten die Silberne Bürgermedaille

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    Diese Kauferinger wurden für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt (von links): Peter Kawohl, Gabriele Triebel, Thomas Wiesmann und Werner Mitsching.
    Diese Kauferinger wurden für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt (von links): Peter Kawohl, Gabriele Triebel, Thomas Wiesmann und Werner Mitsching. Foto: Christian Rudnik

    Gabriele Triebel, Thomas Wiesmann, Werner Mitschnig und Peter Kawohl verbindet, dass sie sich seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich in ihrem Heimatort engagieren. Jetzt kam eine weitere Gemeinsamkeit dazu: Die vier Kauferinger wurden von Bürgermeister Thomas Salzberger mit der Silbernen Bürgermedaille des Marktes Kaufering ausgezeichnet.

    Sie alle seien mit ihrer Arbeit wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil einer gut funktionierenden Kommune, erklärte Salzberger zu Beginn der kleinen, familiären Feier im Gasthof zur Brücke. Die in Kaufering lebende, bekannte Sopranistin Regina Pfeiffer umrahmte den Festakt musikalisch. Und das nicht einfach mit einer Aneinanderreihung von schönen Liedern: Die Sängerin hatte sich vielmehr im Vorfeld viele Gedanken zu den Geehrten gemacht und in der Musikliteratur Passendes ausgesucht. 

    Gabriele Triebel: "Eine Langstreckenläuferin für Umwelt, Klima und Finanzen"

    Für Gabriele Triebel (63), die seit 21 Jahren im Marktgemeinderat sitzt, war das der Auftrittssong der starken Frau „Pocahontas“. Johann Drexl erinnerte sich in seiner Laudatio schmunzelnd an die erste Sitzordnung im Gremium. „Die Gabi müssen wir in Schach halten“, hätten sich ein paar Ratskollegen vorgenommen. Aus dem chancenlosen Vorhaben sei schnell Freundschaft geworden. Triebels Themen Umwelt, Klima, Finanzen, Wasserschutzgebiet Sankt Leonhard seien stets auch seine gewesen, so Drexl. Wichtig sei Triebel der Bau des Biomasse-Heizkraftwerks gewesen, der Innerörtliche Bebauungsplan Dorf eine Herzensangelegenheit. „Wir waren dabei nicht immer einer Meinung.“ Als „Langstreckenläuferin“ sei sie 2012 gestärkt aus der Niederlage bei der Bürgermeisterwahl hervorgegangen und habe ihr gestecktes Wettkampfziel erreicht. Das gelte auch für Triebels Einsatz im Landtag, in dem sie sich seit 2018 und auch in den kommenden Jahren für die Grünen in den Bereichen Bildung, Erinnerung, Schule einsetzt.

    Thomas Wiesmann: Ein "Roter Freund" mit offener und ehrlicher Art

    Was er an Thomas Wiesmann (55) schätzt, erklärte Laudator Meinrad Mayrock, sei seine stets offene und ehrliche Art. Wiesmann, der 2002 in den Gemeinderat einzog, sei anderen Argumenten gegenüber aufgeschlossen, seine Entscheidungen treffe er mit Überzeugung. Schnell sei das Engagement über den Gemeinderat hinausgegangen. Zu diesen Sitzungen seien unzählige Ausschuss- und Fraktionssitzungen hinzugekommen. „Wir können auch sonst immer auf dich zählen“, betonte Mayrock und nannte als Beispiel die jährliche Christbaum-Sammelaktion. Er, der „Schwarze“, habe in Wiesmann, dem „Roten“, einen Freund gefunden, mit dem besonders in den „Nachsitzungen“ bei einem kühlen Getränk noch vernünftig weiter diskutiert werden konnte. „Ein Fehler war nur“, meinte Mayrock schmunzelnd, „dass unsere Frauen spitz gekriegt haben, wo diese Nachsitzungen sind.“ Das sei jedoch längst gegessen, mittlerweile werde bei früherem Heimkommen eher gefragt, ob der Freund nicht in der Sitzung war. „What a Wonderful World“ war das Hohelied für Wiesmann und alle Ehrenamtlichen. 

    Werner Mitschnig zeigte unermüdlichen Einsatz beim VfL Kaufering

    Werner Mitschnig (75): Die Liste dessen, was der seit 1971 in Kaufering beheimatete Geehrte alles macht, scheint schier unendlich. Laudatorin Beate Krauter jedenfalls berichtete als erstes von Mitschnigs großem Engagement beim VfL Kaufering. Jugendtrainer, Jugendleiter, Organisation von Hallenturnieren, Vorbereitung lustiger Radl-Rallyes: „Es war viel Arbeit“, betonte Beate Krauter, „aber es war auch eine super geile Zeit mit vielen entstandenen Freundschaften.“ Und Werner habe bisher nicht genug zu tun gehabt. „2006 hast du Platzwart gemacht.“ Weil noch Kapazitäten frei waren, sei er ab 2010 Schulweghelfer gewesen – bei jedem Wetter, sommers wie winters, und wurde zwei Jahre später zum Einsatzleiter befördert. „Wir sind dir zu großem Dank verpflichtet“, betonte die Laudatorin. Mitschnig selbst nahm das eher bescheiden zur Kenntnis, dankte vielmehr seiner Gattin. „Meine Frau hat Protokolle geschrieben und all den Schriftkram gemacht.“ Ihm widmete die Sängerin das vertonte Schillergedicht von den vier Brüdern. 

    Peter Kawohl war vier Jahrzehnte im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Kaufering

    Freiwillige Feuerwehr Kaufering und Peter Kawohl (64): Vier jahrzehntelang war die eine ohne den anderen nicht vorstellbar. 1978 sei Peter Kawohl zur Feuerwehr gegangen, sagte Laudator Markus Rietig. Erst im Jahr 2021, nach 43 Jahren, sei Schluss gewesen. Dabei sei der Start für den damals 19-Jährigen nicht optimal gewesen, wie Rietig herausfand. „Gleich im Oktober 1978 ist dem Peter bei einem Einsatz ein Dachziegel auf den Kopf gefallen.“ Nach einigen Jahren übernahm Kawohl erste Führungsaufgaben, Ende 1990 wurde er Kommandant. Schnell sei er auch auf Kreisebene bekannt gewesen: Peter Kawohl wurde 1999 Kreisbrandmeister, 2007 folgte das Amt des Kreisbrandinspektors Nord mit ständiger Vertretung des Kreisbrandrats. In Kaufering habe Kawohl stets die notwendige Ruhe und Sicherheit ausgestrahlt „und er war eigentlich immer ansprechbar. Abends um zehn, morgens um drei – der Peter war im Feuerwehrhaus. Seine Meinung war wichtig und Richtschnur“. In Kaufering habe Kawohl eine bestens ausgerüstete und ausgebildete Feuerwehrmannschaft geformt. Der Geehrte selbst meinte dazu, dass es nie sein Ziel war, mehr zu werden. Für den Feuerwehrler sang Regina Pfeiffer „Nothing Else Matters“ von Metallica.

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