20.04.2018

Der Jurasteig in zwei Tagen

Konrad Vogl trat beim Jurasteig Ultratrail an.
Bild: Miriam Vogl

Ultraläufer Vogl war wieder unterwegs

Konrad Vogl war wieder unterwegs. Der Ultraläufer aus Reichling hat sich diesmal mit dem Jurasteig Ultratrail, kurz Junut, einen der längsten Non-Stop-Trailläufe in Deutschland ausgesucht. 239 Kilometer, gespickt mit rund 7500 Höhenmetern, galt es für Vogl und seine 90 Konkurrenten aus neun Nationen zu bewältigen. Die Teilnehmer hatten maximal 54 Stunden Zeit, um den Jurasteig zu bezwingen – normalerweise wird dieser Rundkurs in 12 Tagesetappen erwandert. Die Teilnehmer hatten im Vorfeld ihr Durchhaltevermögen bei anderen Läufen beweisen müssen – trotzdem kam nur ein Drittel – also 30 Läufer – ins Ziel. Unter ihnen war auch Vogl.

Der Startschuss fiel in Dietfurt im Altmühltal. In Matting, nach 78,5 Kilometern und 2655 Höhenmetern, kamen die Läufer zu einem Versorgungspunkt (VP), an dem sie zuvor Verpflegung und Kleidung deponiert hatten, um sich für die Nacht zu rüsten. In Kleingruppen wurden die Läufer in der Dunkelheit per Boot über die Donau geschifft. Weiter ging es nach Schmidmühlen, wo Vogl nach 138,5 Kilometern am frühen Morgen ankam. „Dieser VP war für mich wahnsinnig wichtig, da ich warmes Essen und warme Getränke aufnehmen konnte.“

Auch wählte er wieder leichtere Kleidung. Über Hohenburg ging es nach Kastl, dort bereitete sich Vogl auf die zweite Nacht vor. Die zweite Nacht hatte es in sich – Vogl fing sogar an zu halluzinieren: „Ich sah Bänke, wo keine waren, Tiere, Gebäude, Gesichter im Nebel, mein Kopf spielte Märchenland. Mit Kopfrechnen versuchte ich mich wach zu halten.“

Nach 202 Kilometern, in Deining, erfuhr Vogl, dass nur noch 35 Läufer in der Wertung seien. Vogl hielt durch – obwohl er sich auf der letzten Etappe verirrte und 5 Kilometer Umweg lief. Er erreichte das Ziel in Dietfurt nach 48:49 Stunden, das bedeutete Platz 13 in der Gesamtwertung und Rang 3 in seiner Altersklasse. (lt)

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