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Luftpistole

21.10.2017

Krasser Außenseiter

Scheuring trifft in der Bundesliga auf den Tabellenführer

Trotz zweier 1:4-Niederlagen zum Einstand in der 1. Bundesliga ist die Welt für Scheurings Pistolenschützen weiterhin in Ordnung. Die Lechrainer fahren mit ungebrochener Freude zum zweiten Wettkampfwochenende nach Weil am Rhein, obwohl dort die Aufgaben gegen Tabellenführer Ludwigsburg und den deutschen Ex-Meister Waldkirch um keinen Deut leichter sind als das Startprogramm.

Ludwigsburg ist seit der Einführung der Luftpistolen-Bundesliga mit dabei. Im Vorjahr erreichte es als Abschlussdritter der Südgruppe das gesamtdeutsche Finale und unterlag dort im Viertelfinale Braunschweig mit 2:3. Diesmal führte die Württemberger ein 5:0 über Waldhausen und ein 3:2 nach Stechschuss über Waldkirch gleich auf Rang eins. Groß aufgetrumpft hat dabei der Slowene Kevin Venta mit 384 und 390 (!) Ringen. Auf Position zwei führt die Setzliste den ebenfalls überragenden Isländer Asgeir Sigurgeirsson (385/ 384).

Lediglich 300 Einwohner zählt Waldkirch, ein Ortsteil der Gemeinde Winterbach im Landkreis Günzburg. Aber der dortige Schützenverein hat sich binnen weniger Jahre zu einer deutschen Pistolenhochburg entwickelt. 2014 erst in die 2. Bundesliga aufgestiegen, konnte 2016 bereits die Meisterschaft in der 1. Bundesliga gefeiert werden. Auch im Vorjahr war Waldkirchen als Vierte im gesamtdeutschen Finale wieder ganz vorne mit dabei. Spitzenkraft ist der Serbe Dimitrije Grgic – Schnitt 383,00. Auf der Setzliste steht aber auch Anna Korakaki, die in Rio im Endkampf gegen Monika Karsch Gold mit der Sportpistole gewonnen hat. Doch die Griechin war schon länger nicht mehr im Einsatz, auch nicht beim Auftakt. Die Mannschaft hat derzeit einen schweren Schlag zu verarbeiten, denn ihr junger Teamkamerad Michael Frei starb vor Kurzem bei einem Motorradunfall.

In den ersten vier Partien gleich auf das letztjährige Spitzentrio und die Nummer sechs zu treffen, ist schon knüppelhart für den Neuling Scheuring. Aber Mannschaftsführer Sebastian Heinisch kann der Herausforderung etwas Positives abgewinnen. „Wir haben hier sowieso nichts zu verlieren und können uns ohne Druck an die neuen Herausforderungen gewöhnen, ehe es in die entscheidenden Auseinandersetzungen um den Klassenerhalt geht.“

Die Leistungen beim ersten Wettkampftag haben die verpflichtende Aufstellung der Lechrainer laut Setzliste gewaltig durcheinandergewirbelt. Dass Oliver Balg auf Position eins wieder mal Thomas Ranzinger ablöst, gehört noch zum üblichen Bild. Aber danach tauchen Klaus Hopfensitz (2) und Sebastian Heinisch (3) auf, die in der Regel stets auf den hinteren Positionen antreten. Doch dort findet man diesmal Thomas Ranzinger und dessen Neffen Philipp. Ein Nachteil muss das aber nicht sein. Denn wenn die beiden Ranzingers ohne den großen Druck von weit vorne einen guten Tag erwischen, sind sie auf den Positionen vier und fünf in beiden Begegnungen für einen Einzelsieg gut. Zur ersten großen Sensation würde dann nur noch ein einziger Erfolg auf den vorderen Positionen fehlen. Also, unmöglich ist nichts, auch wenn Scheuring in das rund 350 km entfernte Weil nur als krasser Außenseiter anreist.

2. Wettkampfwochenende

Gruppe I in Fürth: Sa: Hambrücken - Willmandingen; Dynamit Fürth - Kelheim-Gmünd; Waldhausen - Waldenburg; So: Willmandingen - Waldhausen; Dynamit Fürth - Waldenburg; Kelheim-Gmünd - Hambrücken

Gruppe II in Weil/Rhein: Sa: Scheuring - Ludwigsburg (16h); Weil am Rhein - Murrhardt-Karnsberg; Waldkirch - Peiting; So: Murrhardt-Karnsberg - Peiting; Weil - Ludwigsburg; Scheuring - Waldkirch (13h)

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