Hubschraubersport

12.09.2012

Zu Bronze geflogen

Michael Schauff (rechts) mit Pilot Martin Eigner.
Bild: Schauff

Michael Schauff bei der WM mit der Mannschaft auf Platz drei

Landsberg Es ist einige Zeit her, dass Michael Schauff bei einer Weltmeisterschaft gestartet ist. Doch in diesem Jahr war der zweite Vorsitzende des deutschen Hubschrauberclubs wieder dabei – mit Erfolg: In der Mannschaftswertung holte Schauff, der mittlerweile von Oberbergen nach Lechbruck gezogen ist, die Bronzemedaille.

Eigentlich hatte sich Schauff aus dem internationalen Wettbewerb eher zurückgezogen und kümmerte sich verstärkt um die Organisation, doch diesmal ließ er sich doch „überreden“. Zusammen mit dem Baden-Badener Piloten Martin Eigner startete Schauff mehrmals national, und das sehr erfolgreich. Nachdem Eigner der vorgesehene Copilot für die WM kurzfristig ausfiel, fragte dieser bei Schauff nach – und so kam es eben doch noch mal zu einem internationalen Einsatz des früheren Oberbergers. Bestmöglich bereiteten sich die beiden vor: Schauff fuhr zu einem Trainingslager nach Baden-Baden, denn „man muss sich schon an die Eigenheiten des anderen gewöhnen“.

In Russland, etwa 100 Kilometer südlich von Moskau, wurden die Titelkämpfe in diesem Jahr ausgetragen, wobei die Gastgeber ihren Heimvorteil perfekt ausnutzten. „Die Plätze 1 bis 10 sind an russische Mannschaften gegangen“, erzählt Schauff. Vor allem beim Navigationsflug hatten die Einheimischen klare Vorteile. Außerdem investierten diese viel in die Vorbereitung. „Rund 100 Flugstunden absolvierten sie im Training, da können wir nicht mithalten.“

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Zwar war Schauff mit seinem Piloten auch zwei Tage vor Eröffnung angereist, um sich ein bisschen vorzubereiten, doch das war gar nicht so einfach: „Die meisten Karten stimmen ansatzweise, aber genau sind die wenigsten“, war seine Erfahrung. Überhaupt war die komplette Reise ein echtes Erlebnis. „Das begann schon mit den Visa, was da alles unterschrieben werden muss“, erzählt er. Nach einer Woche jedenfalls sei er „froh gewesen, wieder zu Hause zu sein“.

Im Gepäck hatte der dabei immerhin eine Bronzemedaille. Auf dem 20. Platz lagen Eigner/Schauff als zweitbestes deutsches Team im Einzel – in der Mannschaft brachte es ihnen den dritten Gesamtrang ein. „Noch vor den Weißrussen“, sagt er nicht ohne Stolz.

Damit konnte Schauff seine stolze Medaillensammlung ausbauen, die er größtenteils mit seinem früheren Piloten Holger Hoven angelegt hat: Sechs Mal hat er die deutsche Meisterschaft gewonnen, bei der Weltmeisterschaft hatte er bislang ein Mal Bronze im Einzel und drei Mal Silber in der Mannschaft geholt – da kommt nun eine weitere Bronzemedaille hinzu. (mm)

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