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Reservistenkameradschaft

12.05.2015

Unterirdisch schießen

Das Foto zeigt Franz Fritsch, Bruce Grillmayer (Zweiter von rechts), Manfred Bader, Eduard Klittke und Hans Kupfer im Kreise der Tiroler Kaiserjäger.
Bild: Reservisten

Landsberger waren bei einem Gedächtnisschießen. Nicht nur der Ort war ungewöhnlich

In die unterirdische Schießanlage der Gebirgsschützenkompanie Miesbach-Parsberg-Wies in Miesbach wurden die Kameraden der Reservistenkameradschaft Landsberg zum 22. Oberst-Wittmer-Gedächtnisschießen eingeladen. Gastgeber war die Reservistenkameradschaft Miesbach, die diese Veranstaltung wieder organisiert hatte. Darüber erhielten wir folgenden Bericht:

81 Mannschaften – Tiroler Kaiserjäger aus Innsbruck, Gebirgsschützen aus Miesbach, Deutsche Bundespolizei, Abordnungen von Kameradschaften aus Bayern – folgten dieser Einladung. Die weiteste Anreise nahmen Kameraden aus dem „Hohen Norden“ auf sich, aus Einfeld in Schleswig-Holstein.

Geschossen wurde mit dem Gewehr Karabiner 98K Kaliber 8x57IS. Mit dem Modell 98 war die Infanterie des deutschen Heeres während des Ersten Weltkriegs ausgerüstet. Die Kavallerie, Pioniere und sonstige Spezialtruppen verwendeten den Karabiner 98. Der Karabiner 98k wurde in der Reichswehr und ab 1935 in der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg verwendet. Das Wachbataillon beim BMVg setzt den Karabiner 98 noch im protokollarischen Dienst ein.

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Außerdem bestand die Möglichkeit, mit der zivilen Ausgabe des Gewehrs G36, artverwandt mit der Waffe der Bundeswehr, dem HK SL8 zu schießen. Das SL8 von Heckler & Koch ist ein halbautomatisches Gewehr mit Kaliber 5.56 mal 45 Millimeter für Sportschützen. Es ist die erste zivile Adaption des Gewehrs G36 und unterscheidet sich von diesem im Wesentlichen durch den fehlenden Feuerstoß-Modus, die Begrenzung des Magazins auf maximal zehn Patronen und einen dickwandigeren Lauf ohne Mündungsfeuerdämpfer.

Geschossen wurden in der Schießanlage 15 Schuss in 15 Minuten auf 10er Ringscheibe 100 Meter. Im Schlussakkord des Schießens wurden für die „Ehrenscheibe“ drei Schuss mit Karabiner 98K auf eine DSB-Gewehrscheibe abgegeben. Hauptmann a.D. Hans Kupfer erhielt für seine zehnte Teilnahme an dem „Gedächtnisschießen“ einen Porzellanlöwen mit dem Wappen der Stadt Miesbach. Von den Landsberger Kameraden ging keiner ohne einen Preis nach Hause und sei es nur ein „Anerkennungspreis“. (lt)

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